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Portrait von Mirko Schadewald
Kurzinterview

Kurz nachgefragt... bei Mirko Schadewald

Was ist Ihr Resümee nach 100 Tagen bei der Akademienunion?

In den Wissenschaftsakademien kommen beeindruckende Traditionen, herausragende Wissenschaftler:innen, einzigartige Forschungsvorhaben und ein konsequenter Blick in die Zukunft zusammen. Es begegnen sich Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Musik und Literatur. Das macht die Arbeit in der Akademienunion so spannend. Mein eigener Perspektivwechsel - von der Politik in die Wissenschaftsadministration - hat bei mir schon nach kurzer Zeit eine Faszination für die Welt der Akademien ausgelöst. Der Besuch der einzelnen Akademien hat diese Faszination noch weiter angefacht. Mir war es wichtig direkt am Anfang die acht Akademien zu besuchen, um mir vor Ort ein eigenes Bild zu machen und die handelnden Menschen dort kennenzulernen. Ohne Bahnstreik hätte ich dieses Ziel vor Weihnachten noch erreicht, so wird es Januar. Vielen in meinem Umfeld muss ich die Welt der Akademien noch immer erklären. Deshalb haben mir die ersten 100 Tage auch gezeigt, dass die Akademienunion und die sie tragenden Akademien sichtbarer werden müssen.

 

Auf welche Aufgaben freuen Sie sich als Generalsekretär der Akademienunion am meisten?

Am meisten freue ich mich darauf, die Vielfalt der Akademien weiter kennenzulernen. Jede der acht in der Akademienunion zusammengeschlossenen Wissenschaftsakademien hat ihre eigenen Schwerpunkte, Besonderheiten und Herausforderungen. Gerade diese Vielfalt macht die Akademienunion aus und ist am Ende ihre Stärke. Im Austausch mit den Präsident:innen, den Generalsekretär:innen, Geschäftsführenden und vielen anderen Mitarbeitenden und Mitgliedern der Akademien spüre ich eine Stimmung, die nach vorne zeigt und die Weiterentwicklung möglich machen will. Dazu will ich gerne meinen Beitrag leisten. Und nicht zuletzt freue mich auf die gemeinsame Arbeit mit dem Team unserer Geschäftsstelle in Mainz und Berlin. Ein Team, das mich nicht nur sehr herzlich aufgenommen hat, sondern auch mit großem Engagement und persönlichem Einsatz für die Akademienunion unterwegs ist.

 

Welche Ziele haben Sie sich für 2024 gesetzt?

Gerade in diesen Zeiten steht die finanzielle Absicherung unserer gemeinsamen Arbeit im Vordergrund. Bund und Länder haben zugesagt, auch 2024 das weltweit einzigartige Akademienprogramm mit fast 78 Millionen Euro und damit einem Aufwuchs von 3% zu fördern. Das ist ein starkes und kein selbstverständliches Zeichen. Ein solch verlässliches Zeichen brauchen wir auch in den folgenden Jahren. Daneben muss es ebenso darum gehen, uns inhaltlich weiterzuentwickeln: Die Akademien müssen an der Spitze der Entwicklungen in den Digital-Humanities stehen. Gerade für junge Wissenschaftler:innen müssen sie in ihren Vorhaben gelungene Karriereperspektiven bieten. Sie müssen weiblicher werden. Gesellschaft und Politik müssen die Akademien als exzellente Berater:innen wahrnehmen. Und wir müssen die uns eigenen Themen und Inhalte modern und auf der Höhe der Zeit kommunizieren.


Kontakt

Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


030 / 325 98 73 70
annette.schaefgen@akademienunion.de