Die Projekte im Akademienprogramm sind international vernetzt, Kooperationen bestehen mit über 50 Ländern weltweit.
Die Akademienunion und ihre Mitgliedsakademien verbinden zahlreiche Verflechtungen mit ihren internationalen Partnern, wie etwa Wissenschaftsorganisationen und Wissenschaftsakademien. Auch auf wissenschaftlicher Ebene, beispielsweise durch internationalen Schriftentausch, findet ein reger länderübergreifender Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlichster Nationalitäten statt. In internationalen Teams werden gemeinsam Forschungsergebnisse erarbeitet und insbesondere für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden Austausch und Fellowship-Programme statt.
Die Akademienunion versteht Internationalisierung als integralen Bestandteil ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Mission und setzt auf strategische Partnerschaften, exzellente Kooperationen und aktive Wissenschaftsdiplomatie. Ziel ist es, gemeinsam mit internationalen Partnern zur Lösung globaler Herausforderungen beizutragen, wissenschaftliche Exzellenz zu stärken und evidenzbasierte Politikberatung auf europäischer und internationaler Ebene mitzugestalten. Im Mai 2026 hat sei eine Internationalisierungsstrategie verabschiedet und damit ihr Engagement für eine starke internationale Wissenschaftskooperation und den kontinuierlichen Austausch mit Partnerinstitutionen weltweit bekräftigt.
Die Akademienunion vertritt zudem ihre Mitgliedsakademien in internationalen Vereinigungen von Akademien und Wissenschaftsorganisationen. Der Dachverband ist dabei an der Entwicklung von Lösungsstrategien für die dringendsten globalen Zukunftsprobleme der Menschheit beteiligt und entwickelt unabhängige Empfehlungen für Politik und Gesellschaft mit.
Der Foreign Secretary und damit verantwortlich für die internationalen Beziehungen der Akademienunion ist Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich, Vizepräsident der Akademienunion und Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
In folgenden Akademiengremien ist die Akademienunion vertreten:
All European Academies
All European Academies (ALLEA) ist der europäische Zusammenschluss von mehr als 50 Wissenschaftsakademien. Seit seiner Gründung 1994 repräsentiert ALLEA seine Mitgliedsakademien auf der europäischen Bühne und strebt an, Wissenschaft als ein globales öffentliches Gut zu fördern. Die Herausforderungen einer immer komplexer werdenden Welt erfordern eine von Anfang bis Ende umfassende, interdisziplinäre und internationale Kooperation. Hauptanliegen von ALLEA ist, aktiv und unabhängig von politischen, kommerziellen und ideologischen Interessen optimale Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung in Europa zu ermöglichen, mit dem Ziel, für den wissenschaftlichen Fortschritt und die Entwicklung von Innovationen ein geeignetes Milieu zu erschaffen.
Vertreterin der Akademienunion bei ALLEA ist Prof. Dr. Annette Grüters-Kieslich(Mitglied der BBAW).
InterAcademy Partnership
Unter dem Dach des InterAcademy Partnership (IAP) arbeiten mehr als 140 nationale, regionale and globale Mitgliedsakademien zusammen, um die wichtige Rolle zu unterstützten, die die Wissenschaft dabei spielt, evidenzbasierte Lösungen für die herausfordernsten Probleme der Welt zu finden. Im Besonderen nutzt IAP den Sachverstand der Führenden der Welt aus Wissenschaft, Medizin und Ingenieurwissenschaften, um eine solide Politik voranzubringen, das Gesundheitswesen zu verbessern, Exzellenz in der Lehre zu fördern und weitere entscheidende Entwicklungsziele zu erreichen. In IAP sind mehr als 30.000 führende Wissenschaftler, Ingenieure und Gesundheitsexperten aus über 100 Ländern versammelt. Ein zentraler Punkt von IAPs Mission ist es, auf die Gesellschaft zuzugehen und an Diskussionen zu wichtigen globalen Themen teilzunehmen, bei denen die Wissenschaft eine entscheidende Rolle spielt. Seit seiner Gründung im Jahr 1993 hat IAP Stellungnahmen zu Themen mit einer fundamentalen Bedeutung für die Menschheit erarbeitet. Diese Stellungnahmen – welche erst nach der Unterzeichnung durch eine Mehrheit der IAP-Mitgliedsakademien publiziert werden - sind nicht nur eine Reflektion der großen Themen, mit denen sich die Gesellschaft konfrontiert sieht, sondern auch ein Beleg für IAPs fortlaufendes Engagement für die Gesellschaft. Hierin wird IAP durch seine vier regionalen Netzwerke, in Afrika durch NASAC, in Amerika durch IANAS, in Asien durch AASSA und in Europa durch EASAC unterstützt. Sie ermöglichen IAP, nicht nur Themen von globaler, sondern auch von regionaler, Bedeutung zu bearbeiten.
Vertreter der Akademienunion in der IAP ist Prof. Dr. Jochen Kreusel (Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste).
International Human Rights Network of Academies and Scholarly Societies (IHRN)
Das International Human Rights Network of Academies and Scholarly Societies wurde 1993 gegründet. Das Netzwerk vereint Wissenschaftsakademien und Gelehrtengesellschaften aus den Natur-, Ingenieur- und Medizinwissenschaften sowie weiteren wissenschaftlichen Disziplinen, die sich weltweit für den Schutz der Menschenrechte und der Wissenschaftsfreiheit einsetzen.
Das IHRN unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die aufgrund ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit oder ihrer politischen Überzeugungen von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind. Hierzu initiiert das Netzwerk unter anderem Petitionen zugunsten inhaftierter Forschender, die von ausgewählten Akademien und Einzelpersonen beim UNESCO Committee on Conventions and Recommendations eingebracht werden können.
Vertreterin der Akademienunion im IHRN ist Prof. Dr. Angelika Nußberger (Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste).
Union Académique Internationale
Die Union Académique Internationale (UAI) ist der globale Verbund von vielen Akademien der Wissenschaften aus über 60 Ländern, die ihren Schwerpunkt in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften haben. Die UAI versteht sich als Förderer und Unterstützer der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, denen eine zunehmend wichtigere Rolle und Bedeutung in einer sich verändernden Welt zukommt. Zu den Aufgaben der UAI gehört die Initiierung, Sichtbarmachung und Begutachtung von internationalen geistes- und gesellschaftlichen Langzeitvorhaben aus dem Bereich der Grundlagenforschung.
Zurzeit koordiniert die UAI 76 Projekte, wovon neun von Mitgliedsakademien der Akademienunion im Rahmen von deren gemeinsamen Forschungsprogramm, dem Akademienprogramm, durchgeführt werden. Die UAI finanziert sich über Mitgliedsbeiträge sowie durch private und öffentliche Mittel.
Vertreter der Akademienunion in der UAI sind Prof. Dr. Jens-Uwe Hartmann (Mitglied der BAdW) und Prof. Dr. Klaus Herbers (korrespondierendes Mitglied der NAdW zu Göttingen).
Kontakt
Lea Rosa Holtmann
Gesellschafts- und Politikberatung
Internationale Beziehungen
030 / 325 98 73 73
learosa.holtmann@akademienunion.de
Kontakt
Nicole Stemmer
Internationale Beziehungen
06131 / 218 528 13
nicole.stemmer@akademienunion.de