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Bund und Länder statten das Akademienprogramm 2024 mit einem Aufwuchs von 3% und damit insgesamt fast 78 Millionen Euro aus. Das hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) jetzt beschlossen. Einblicke in das weltweit einzigartige Langzeitforschungsprogramm in den Geistes- und Sozialwissenschaften eröffnet am 7. November der Akademientag in Berlin.

„Die Entscheidung von Bund und Ländern, das Akademienprogramm 2024 weiter anwachsen zu lassen, unterstreicht die Bedeutung unserer Forschungsvorhaben und zeigt das Vertrauen in die wissenschaftliche Exzellenz der Akademien. Im kommenden Jahr können wir so unser gemeinsames Forschungsprogramm um zwei innovative Vorhaben erweitern“, sagt Prof. Dr. Christoph Markschies, Präsident der Akademienunion.

In einem mehrstufigen wettbewerblichen Verfahren haben sich zwei Vorhaben durchgesetzt, die ab 2024 gemeinsam mit mehr als 130 weiteren Forschungsprojekten Teil des Akademienprogramms sein werden.

  • Im „Corpus Judaeo-Hellenisticum Novi Testamenti digital“ wird das Neue Testament im Kontext des hellenistischen Judentums kommentiert. Das an der Schnittstelle von Theologie, Judaistik und Religionsgeschichte angesiedelte Vorhaben wird von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig betreut.
  • Im Vorhaben „Historische Fremdsprachenlehrwerke digital“ untersuchen die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz gemeinsam mittels umfassender linguistischer Analysen die Entwicklung von Sprachgeschichte, Sprachvorstellungen und Alltagskommunikation im Kontext der Mehrsprachigkeit im Europa der Frühen Neuzeit.

Einblicke in die vielfältige und einzigartige Forschung im Akademienprogramm eröffnet am kommenden Dienstag, 7. November 2023 der diesjährige Akademientag „Was ist gerecht? Gerechtigkeitsvorstellungen im globalen Vergleich“ in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Hier präsentieren sich 13 Forschungsvorhaben aus dem Akademienprogramm auf unterhaltsame und interaktive Weise.

Neben einem vielfältigen Tagesprogramm wird es bei der feierlichen Abendveranstaltung um 19:30 Uhr im Leibniz-Saal im Akademiegebäude am Gendarmenmarkt zudem um die Frage „Gerechtigkeit und Menschenrechte“ gehen. Es diskutieren Erik Marquardt, Mitglied des Europäischen Parlaments, und Prof. Dr. Angelika Nußberger, Direktorin der Akademie für europäischen Menschenrechtsschutz an der Universität zu Köln und ehemalige Vizepräsidentin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der Präsident der Akademienunion, Prof. Dr. Christoph Markschies moderiert das Gespräch. Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger wird ein Grußwort sprechen.

Programm und Anmeldelinks unter: www.akademienunion.de/akademientag/2023-was-ist-gerecht.

 

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist der Zusammenschluss der acht deutschen Wissenschaftsakademien der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen. Sie vertritt die gemeinsamen Interessen dieser Akademien auf der Bundesebene ebenso wie im internationalen Kontext und koordiniert das Akademienprogramm, das weltweit größte geistes- und sozialwissenschaftliche Förderprogramm zur Erschließung, Sicherung und Erforschung des kulturellen Erbes im In- und Ausland. Die Akademienunion beteiligt sich an der Weiterentwicklung des deutschen und europäischen Wissenschaftssystems, der gemeinsamen Gesellschafts- und Politikberatung der deutschen und internationalen Akademien(-zusammenschlüsse) und lädt regelmäßig an verschiedenen Orten zum Dialog über aktuelle Themen aus der Wissenschaft ein. www.akademienunion.de

 


Kontakt

Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


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