Themenkonferenzen zum Akademienprogramm

Das gemeinsame Forschungsprogramm der deutschen  Wissenschaftsakademien – das Akademienprogramm –  dient der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung des kulturellen Erbes. Es ist das größte geistes-und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und international einzigartig. Mit ihren langfristig angelegten Grundlagenforschungen leisten die Akademien einen unverzichtbaren Beitrag zur Dokumentation des kulturellen Gedächtnisses und zur Bildung nationaler wie transnationaler kultureller Identität.

Die Themenkonferenzen der Wissenschaftsakademien, die 2019 stattfinden, sind Teil der strukturellen und inhaltlichen Weiterentwicklung des Akademienprogramms. Ziel der Veranstaltungen ist die stärkere Vernetzung zwischen thematisch verwandten „Projektclustern“ des Akademienprogramms, die Bereitstellung öffentlich zugänglicher und nachhaltiger Forschungsergebnisse sowie die Weiterentwicklung der Digital Humanities und methodischer Standards inhaltlich miteinander verbundener Forschungsvorhaben.

Die Themenkonferenzen im Einzelnen:

21. Mai 2019, 9.30 - 17:30 Uhr
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

Visualisierung in (digitalen) Editionen - Expertenworkshop
Digitale Editionen beruhen auf großen und komplexen Datenbeständen. Bei ihren digitalen Publikationsformen handelt es sich um visuelle Darstellungen, die sich unter verschiedenen Aspekten betrachten lassen: (1.) als Internet-Gesamtauftritt einschließlich der Inhaltsorganisation und Benutzerführung, (2.) als Präsentation von “Inhalten”, von Texten, Faksimiles oder Registern und (3.) als ergänzende Visualisierungen, die die inhaltlichen Komponenten und Strukturen sichtbar und damit verständlicher und besser nutzbar machen. In diesen dritten Bereich fallen Strukturvisualisierungen von Texten und Corpora, von Varianz und Genese sowie von Annotationen und Bezügen, graphische Darstellungen wie Timelines oder Karten und klassische Formen der Informationsvisualisierung wie statistische Diagramme und Netzwerke oder allgemeine schematische Übersichten für Phänomene und Strukturen in den Datenbeständen. Diese Visualisierungen können zugleich wieder filternde, explorative, interaktive oder weiterleitende (browsing-unterstützende) Funktionen haben und damit wieder den Bereich Inhaltsorganisation und Nutzerführung betreffen. Im Rahmen des Workshops „Visualisierung in (digitalen) Editionen“ sollen die bestehenden Ansätze vor allem im dritten Bereich, also der Informationsvisualisierung im engeren Sinne, gesichtet und diskutiert werden.

Ort: Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Palmenstraße 16, 40217 Düsseldorf
Anmeldung erforderlich bis 20. Mai 2019 unter: Nils Geißler, nils.geissler@uni-koeln.de
Weitere Informationen


11. Juni 2019, 17:00-18:00 Uhr
Akademie der Wissenschaften Hamburg, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste

Digital Humanities im Kontext: Forschungsdaten, Infrastrukturen und Communities
Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Andreas Witt, Universität Mannheim

Der Vortrag beleuchtet am Beispiel der Abteilung "Digitale Sprachwissenschaft" am Institut für Deutsche Sprache (IDS) Mannheim das Potenzial von Forschungsdatenzentren an außeruniversitären Einrichtungen. Er findet im Rahmen des internen Workshops für Fachpublikum „Auffindbarkeit und Referenzierbarkeit von Forschungsdaten“ statt.

Ort: Max-Brauer-Allee 60, 22765 Hamburg, Raum 030
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 

2.-6. September 2019, 9:00 - 18:30 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

Teil I: Interakademisches Diskussionsforum Epigraphik: Perspektiven der Epigraphik vom Altertum bis zur Frühen Neuzeit. Kooperationen, Digitalisierung und Standards (2.-3. September 2019)
Alle an den deutschen Akademien mit Inschriften arbeitenden Vorhaben kommen erstmals zusammen und diskutieren über Relevanz und Perspektiven der "akademischen" Epigraphik vom Altertum bis zur Frühen Neuzeit. Der Fokus liegt auf der jeweils fachinternen wie interdisziplinären Vernetzung, den Aufgaben und dem Potenzial von Digitalisierung als Methode zur Weiterentwicklung epigraphisch-kulturhistorischer Grundlagenforschung sowie der Standardbildung akademischer epigraphischer Arbeit im digitalen Zeitalter.

II. Fachspezifische sowie vorhaben- und fachübergreifende Workshops

1. Corpora-Abkürzungen, Leidener Klammernsystem, signa diacritica (04.09.2019)

Internationale Diskussionsrunde über einheitliche Standards bei Abkürzungen von Corpora, Leidener Klammernsystem und signa diacritica innerhalb der lateinischen Epigraphik in Konfrontation und Austausch mit jenen der griechischen Epigraphik (diskutiert Anfang April 2019 in Paris) und der Papyrologie.

Beteiligung: M. Dohnicht, U. Ehmig (BBAW, CIL), R. Haensch (AEK München), S. Orlandi (I Rom/EDR, AIEGL), F. Beutler (A Wien/Tyche), J. Edmondson (CA Toronto/Oxford Handbook), K. Hallof (BBAW, IG, für die griechische Epigraphik), C. Wulf (AdW Göttingen, für DI), A. Jördens (Univ. Heidelberg, für die Papyrologie)

Veranstaltungsort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Konferenzraum 04W11

2. Epigraf-Workshop

Das Editionsunternehmen „Die deutschen Inschriften des Mittelalters und der Frühen Neuzeit“ (DI) nutzt für die Sammlung und editorische Bearbeitung der Inschriften in Deutschland sowie für ihre Veröffentlichung in der Publikationsreihe „Die Deutschen Inschriften“ (DI) und auf der Plattform „Deutsche Inschriften Online“ (DIO) ein aus der praktischen Editionsarbeit heraus entwickeltes Erfassungs- und Redaktionssystem mit der Bezeichnung Epigraf.  Der Workshop richtet sich an alle, die im Rahmen von bestehenden oder geplanten epigraphischen Editionsvorhaben Interesse an solch einem datenbankgestützten, langjährig erprobten und beständig weiterentwickelten Erfassungs-, Redaktions- und Publikationssystem haben.

Zeit: 09:00 - 12:00 Uhr

Veranstaltungsort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Konferenzraum 07W04

Anmeldung unter: dio@adwmainz.de

3. Ediarum-Entwicklerworkshop (05.09.2019)

Der ediarum-Entwickler-Workshop richtet sich an Entwickler aus epigraphischen wie editorischen Vorhaben, die ediarum kennenlernen und für die eigenen Zwecke einrichten und weiterentwickeln möchten. Der Workshop findet am Donnerstag, 5. September 2019 statt. Bei Bedarf und frühzeitiger Anmeldung können am Freitag, 6. September 2019 individuelle Beratungsgespräche zu einzelnen Projekten geführt werden.

Anmeldung unter: ediarum@bbaw.de

Weitere Informationen: https://dhd-blog.org/?p=12051

III. Internationale Konferenz Carmina Latina Epigraphica (4.-6. September 2019)

Im Rahmen der Themenkonferenz Epigraphik zu Zukunftsperspektiven des Akademienprogramms laden BBAW und AdW Göttingen gemeinsam zu einem Workshop zu antiken bis frühneuzeitlichen Versinschriften in lateinischer Sprache ein.

Zum Programm

Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Konferenzraum 07W04

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen können aber gerne an ulrike.ehmig@bbaw.degerichtet werden.

 

12. September 2019,  10:00-20:00 Uhr
Bayerische Akademie der Wissenschaften und Heidelberger Akademie der Wissenschaften

 „Mittelalter im Fokus“ - Konferenz
Die Veranstaltung richtet den Blick auf Chancen und Perspektiven des Akademienprogramms für die mediävistische Forschung im 21. Jahrhundert. Mit Vorträgen, Diskussions- und Workshop-Formaten bietet sie eine Plattform zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Austausch von Desiderata, zum Vernetzen von Ideen und zum „Weiterdenken“ dieser Förderprogrammlinie aus Sicht der Mediävistik. Im Vorfeld der Konferenz stellen fünf Projekte ihre Arbeit und ihre Zukunftsperspektiven in einem Video vor: Mittelalter im Fokus: Fünf Projekte stellen sich vor.

Fachtagung (Eintritt frei, Anmeldung erforderlich)

09:00 Begrüßung und Einführung in die Veranstaltung

Was wir machen: Mediävistische Grundlagenforschung im Akademienprogramm

09:30 Uhr: Hinter den Kulissen der Mittelalterforschung
Präsentationen zur Vernetzung der mediävistischen Projekte im Akademienprogramm

11:00 Uhr: Die Akademien als Kompetenzzentren der Mediävistik
Projektpräsentationen in parallelen Sektionen

Wohin wir wollen: Zukunftsperspektiven für die mediävistische Grundlagenforschung

14:00 Uhr: Quo vadis, Mittelalterforschung?
Workshop zur Desideratsammlung für Teilnehmende und Gäste der Fachtagung

Publikumsöffentliche Veranstaltungen (Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich)

16:15 Uhr
Braucht die Mediävistik das Akademienprogramm?
Podiumsdiskussion mit Dr. Julia Becker (Heidelberger Akademie der Wissenschaften), Prof. Dr. Martina Hartmann (Präsidentin der Monumenta Germaniae Historica), Prof. Dr. Bernd Päffgen (LMU München/Bayerische Akademie der Wissenschaften), Prof. Dr. Michael F. Zimmermann (Kath. Univ. Eichstätt-Ingolstadt/ Bayerische Akademie der Wissenschaften)
Moderation: Bettina Mittelstraß

18:30 Uhr
Die Zukunft des Mittelalters: Zur Relevanz der Mittelalterforschung im 21. Jahrhundert
Abendvortrag von Prof. Dr. Steffen Patzold (Universität Tübingen/HAdW)    

Ort: Bayerische Akademie der Wissenschaften,  Alfons-Goppel-Str. 11 (in der Residenz), 80539 München
Anmeldung für die Fachtagung bis zum 16. August 2019 erforderlich:mittelalter2019@badw.de
Weitere Informationen
Programmflyer


16.-18. September 2019
Akademie der Wissenschaften zu Göttingen  und Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

„Historische Lexikographie: Potentiale, Perspektiven. Zur Zukunft der deutschen Wörterbücher in den Akademien der Wissenschaften“ - Konferenz

Ort: Paulinerkirche, Papendiek 14, 37073 Göttingen


10.-11. Oktober 2019
Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

„Chancen und Perspektiven musikwissenschaftlicher Vorhaben im 21. Jahrhundert“ – Konferenz
Moderierte Podiumsdiskussionen mit Einbeziehung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Musikvorhaben.

Ort: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz
Anmeldung unter:Gabriele.Biersch@adwmainz.de
 

22. November 2019, 10:00-17:30 Uhr
Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz zusammen mit der Arbeitsstelle „Kleine Fächer“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Entziffern, Erschließen, Erhalten: Akademienprogramm und Kleine Fächer im deutschen Wissenschaftssystem“ - Konferenz mit Vorträgen und publikumsoffenen Diskussionen

Die Konferenz richtet den Blick auf das Zusammenwirken von Akademienprogramm und universitärer Forschung und Lehre im Bereich der Kleinen Fächer. Expertinnen und Experten aus den Kleinen Fächern, aus Hochschulforschung, Wissenschaftspolitik und Wissenschaftsverwaltung analysieren die gegenwärtige Situation und entwickeln Perspektiven für die künftige Entwicklung des Akademienprogramms mit Blick auf die große Leistungsfähigkeit Kleiner Fächer im deutschen Wissenschaftssystem.

Ort: Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz
Anmeldung unter:projektverwaltung@adwmainz.de


© Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2014