2017

PM 2017-10 | 28.06.2017

Umbruch, Aufbruch, Vielfalt: Die Reformation und ihre Wirkungen
- Akademientag am 07. Juli 2017 in Heidelberg

Welchen Einfluss hatte Luther auf die deutsche Sprache? Wie hat sich die Musik in der Reformationszeit gewandelt und welche kulturellen Auswirkungen hat die Reformation auf unsere Gesellschaft bis heute? Exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beleuchten beim Akademientag, der Gemeinschaftsveranstaltung von acht deutschen Wissenschaftsakademien, die Reformation als Impulsgeber für konfessionelle Umbrüche, gesellschaftliche Aufbrüche sowie geistige Vielfalt.

"Bei unserem Akademientag am 7. Juli 2017 in Heidelberg möchten wir den Blick besonders auf Wirkungen und Folgen der Reformation lenken. Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren über die Vielfalt und Einheit der Reformation in Deutschland, Europa und weltweit und beschäftigen sich auch mit dem Erbe der Reformation bis in unsere Gegenwart", erklärt Prof. Dr. Dr. Hanns Hatt, Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Neben dem Vortrags- und Diskussionsprogramm, das von 12:30 bis 18:30 Uhr in der Neuen Aula der Universität Heidelberg stattfindet, bietet die Projektstraße mit interaktiven Ausstellungen spannende Einblicke in ausgewählte Forschungsprojekte zur Reformation, die in dem gemeinsamen Forschungsprogramm, dem Akademienprogramm, einen wichtigen Schwerpunkt bildet.

Die Federführung für den Akademientag, der in diesem Jahr erstmals in Heidelberg stattfindet, haben die Heidelberger Akademie der Wissenschaften und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz, gemeinsam übernommen. "Heidelberg hat in Bezug auf die Reformation eine sehr wichtige Rolle gespielt: Nach der außerordentlichen Wirkung der 95 Thesen gegen den Ablass vom Oktober 1517 sollte Luther hier im April 1518 vor Angehörigen des Augustinereremiten-Ordens und der Universität seine neue Theologie erläutern. Unter den Zuhörern waren begeisterte Studenten und Magister, die später die Reformation in Südwestdeutschland verbreiteten. 1563 entstand dann der berühmte Heidelberger Katechismus.", so Prof. Dr. Thomas Holstein, Präsident der Heidelberger Akademie. "Unsere Akademie, die seit Jahren einen Forschungsschwerpunkt auf die Reformation gelegt hat, kann nun die Gelegenheit nutzen, ihre Forschungsarbeit gemeinsam mit den anderen Wissenschaftsakademien der Öffentlichkeit zu präsentieren."

Die feierliche Abendveranstaltung zum Thema "Religion in der modernen Gesellschaft. Zum Erbe der Reformation in der Gegenwart" findet ab 19:30 Uhr in der Aula der Alten Universität Heidelberg statt und wird von der Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka eröffnet. Inwieweit wirkt sich das Erbe der Reformation heute noch auf unser Leben aus und welche Rolle spielt Religion in der gegenwärtigen pluralistischen Gesellschaft? Diese und weitere Fragen, die weit über den christlich geprägten Raum hinausweisen, diskutieren Landesbischof Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Karl Kardinal Lehmann, Bischof em. von Mainz sowie die Anglistin und Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Aleida Assmann. Moderiert wird die Veranstaltung von dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Peter Graf Kielmansegg.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Universität Heidelberg statt.
Medienpartner ist ARD-alpha.

Veranstaltungsort:

Universität Heidelberg
Neue Universität
Universitätsplatz
69117 Heidelberg

Pressevertreter sind zu allen Programmpunkten herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten. Über Ihre Berichterstattung freuen wir uns.

Pressekontakt:
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
Dr. Annette Schaefgen, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030 / 325 98 73 70
schaefgen@akademienunion-berlin.de

Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Dr. Herbert von Bose, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 06221/543400
herbert.vonBose@adw.uni-heidelberg.de

Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz
Petra Plättner, Referentin der Klasse der Literatur und der Musik,
Tel. 06131/577102
Petra.Plaettner@adwmainz.de


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