Internationale Delegierte der Union

All European Academies (ALLEA)

All European Academies (ALLEA)
Prof. Dr. Albrecht Riethmüller

albrieth@zedat.fu-berlin.de

Freie Universität Berlin
Seminar für Musikwissenschaft
Grunewaldstraße 35, Raum 32
12165 Berlin
 
Sekretariat: Monika Schreiber
Tel.: 030 / 838 56610
Fax: 030 / 838 53006 

Prof. Dr. Albrecht Riethmüller (Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz) ist Professor am Seminar für Musikwissenschaften an der Freien Universität Berlin sowie Vorsitzender von deren Kommission für Musikwissenschaft und vertritt die Union seit 2004 bei All European Academies (ALLEA), dem europäischen Zusammenschluss von Wissenschaftsakademien.

1994 gegründet und seit 2012 bei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin angesiedelt, fördert ALLEA die Kooperation zwischen seinen Mitgliedsakademien, publiziert in regelmäßigen Abständen in Arbeitsgruppen grenzüberschreitend und interdisziplinär entwickelte Stellungnahmen zu aktuellen und wichtigen wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Fragen. Mit seiner politischen Arbeit leistet ALLEA einen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung in Europa.

In seiner Eigenschaft als Delegierter der Union nahm Prof. Dr. Riethmüller an zahlreichen Sitzungen des Leitungsgremiums von ALLEA sowie wiederholt auch mit eigenen Vorträgen an den General Assemblies von ALLEA teil und berichtete der Union regelmäßig über die Inhalte und Ergebnisse dieser Sitzungen und Versammlungen und war auch maßgeblich an der Vorbereitung der Wahl von Prof. Dr. Günter Stock, dem Präsidenten der Union der Akademien, zum Präsidenten von ALLEA im Rahmen der General Assembly 2012 in Rom beteiligt. In der ALLEA-Buchreihe In Search of Europe wird er einen Band Music and European Integration herausgeben.

International Amaldi Conference of Academies of Sciences and National Scientific Societies on Scientific Questions of Global Security (Amaldi-Konferenzen)

International Amaldi Conference of Academies of Sciences and National Scientific Societies on Scientific Questions of Global Security (Amaldi-Konferenzen)
Prof. Dr. Götz Neuneck

neuneck@ifsh.de

Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik
Beim Schlump 83
20144 Hamburg
 
Tel.: 040 / 866 077-21
Fax: 040 / 866 361-5 

Prof. Dr. Götz Neuneck (assoziiertes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg) ist stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH), Mitglied des Council der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs“ sowie Sprecher der Arbeitsgruppe „Physik und Abrüstung“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind nukleare Abrüstung,  Nonproliferation, Raketenabwehr, neue konventionelle Rüstungstechnologien und Weltraumrüstung.

Seit 2008 ist Prof. Neuneck Beauftragter der Union für die deutsche Beteiligung an den Amaldi-Konferenzen, einem internationalen Forum von Wissenschaftlern, die sich mit Fragen der Rüstungskontrolle, nuklearer Abrüstung, Nichtverbreitung moderner Rüstungstechnologien und anderen Fragen internationaler Sicherheit befassen. Von den bisher achtzehn Amaldi-Konferenzen fanden bisher drei in Deutschland (Heidelberg 1992, Mainz 1999 und Hamburg 2008) statt, wobei die Leitung der Organisation der letzteren Amaldi-Konferenz Hamburg innehatte. Ferner ist Prof. Neuneck Vorsitzender der deutschen Amaldigruppe, die jährlich Sitzungen durchführt.

InterAcademy Panel for Science

InterAcademy Panel for Science
Prof. Dr. Alfred Pühler

puehler@cebitec.uni-bielefeld.de

Leiter der AG "Genomforschung industrieller Mikroorganismen"
Center for Biotechnology - CeBiTec
Universitätsstraße 25
33615 Bielefeld
 
Tel.: 0521 / 106-8750
Fax: 0521 / 106-89046

Prof. Dr. Alfred Pühler (Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste) ist Leiter der AG "Genomforschung industrieller Mikroorganismen" am Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld, und Delegierter der Union für das InterAcademy Panel on International Issues (IAP), einem weltweiten Zusammenschluss von Akademien der Wissenschaften.

1993 gegründet, hat sich IAP zum Ziel gesetzt, die Kooperation seiner Mitgliedsakademien zu fördern sowie mit in Arbeitsgruppen und im Rahmen von Konferenzen erarbeiteten Stellungnahmen zur Lösung von globalen Fragen und Problemen der Menschheit beizutragen.
 
Die Union hat folgende Stellungnahmen mitunterzeichnet:
 
“IAP-Statement on the Response to the Report of the High Level Panel of Eminent Persons on the post-2015 development agenda” (September 2013)
“IAP-Statement on Responsible Conduct in the Global Research Enterprise” (September 2012)
“IAP-Statement on Population and Consumption” (Juni 2012)
“IAP-Statement on Tropical Forests and Climate Change” (Dezember 2009)
“IAP-Statement on Ocean Acidification” (Juni 2009)
“IAP-Statement on the Teaching of Evolution” (Juni 2006)
“IAP-Statement on Biosecurity” (Dezember 2005)
“IAP-Statement on Access to Scientific Information” (Dezember 2003)
“IAP-Statement on Science and the Media” (Dezember 2003)
“IAP-Statement on Science Education” (Dezember 2003)
“IAP-Statement on Scientific Capacity Building” (Dezember 2003)
“IAP-Statement on Mother and Child Health (Dezember 2003)
“IAP-Statement on Transition to Sustainability” (Mai 2000)
“IAP-Statement on Urban Development” (1996)
“IAP-Statement on Population Growth” (1994)
 
An den regelmäßigen jährlichen IAP-Generalversammlungen und den Wissenschaftlichen Konferenzen im Vorfeld vertritt Prof. Dr. Pühler die Union als Delegierter für IAP. Seit 2013 ist er außerdem als Mitglied im Standing Committee "Programmes and Strategic Planning" an der jeweiligen Auswahl von IAP-Projekten für das jeweils kommende Jahr beteiligt.

InterAcademy Panel for Health

InterAcademy Panel for Health
Univ.-Prof. em. Dr. Otmar Schober

otmar.schober@uni-muenster.de

Ehem. Direktor der Klinik für Nuklearmedizin
der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Von-Esmarch-Straße 125
48149 Münster
 
Tel.: 0251/ 86 38 54
Fax: 0251/ 86 38 10 

IAMP, im Jahr 2000 gegründet, ist ein weltweites Netzwerk von rund 70 medizinwissenschaftlichen Akademien der Wissenschaften oder Akademien der Wissenschaften oder Ingenieurwissenschaften mit medizinischen Klassen mit dem Ziel, auf eine weltweit verbesserte Gesundheitsversorgung hinzuwirken. Weitere Ziele von IAMP sind es, seine Mitgliedsakademien dabei zu unterstützen, eine wissenschaftsbasierte Politik- und Gesellschaftsberatung im Bereich von Medizin und Gesundheitswissenschaften zu leisten, neue Akademien der Wissenschaften zu gründen, neue Projekte zu starten, Forschung und Lehre in ihren jeweiligen Ländern zu fördern und gemeinsame Stellungnahmen zu wichtigen Fragen der globalen Gesundheit zu treffen.

Prof. Dr. Otmar Schober (Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste), ehemaliger Direktor der Klinik für Nuklearmedizin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, ist seit 2004 Delegierter der Union für das IAMP. Prof. Dr. Schober vertritt die Union auf den alle zwei Jahre stattfindenden Generalversammlungen von IAMP und entscheidet in Abstimmung mit dem Präsidenten der Union, welche IAMP-Stellungnahmen von der Union mitunterzeichnet werden.

Bisher wurden von der Union folgende IAMP-Stellungnahmen mitunterzeichnet:

“Joint IAP/IAMP Statement: Antimicrobial Resistance: A Call for Action (November 2013)
“IAMP-Call for Action to Strengthen Health Research Capacity in Low and Middle Income Countries” (Mai 2013)
“IAMP-Statement on Water & Health” (November 2011)
"IAMP-Statement on the Health Co-Benefits of Policies to Tackle Climate Change” (November 2010)
“IAMP-Statement on the Health of Mothers and Children” (September 2010)
“IAMP-Statement on Launch of Disease Control Priorities Project” (April 2006)
“IAMP-Statement on Infectious Diseases - Controlling Infections in the 21st Century" (March 2002)

Weiterhin schlägt die Union regelmäßig vielversprechende Nachwuchswissenschaftler für eine Teilnahme an dem „IAMP-Young Physicians Leadership Programme“ vor, das im Rahmen des Weltwirtschaftsgipfels in Davos stattfindet. Auch informiert die Union ihre Mitgliedsakademien zeitnah über alle Ausschreibungen von IAMP und ist, wie viele andere Mitglieder von IAMP, auf der IAMP-Homepage durch ein Mission-Statement vertreten.

International Human Rights Network of Academies and Scholarly Societies (IHRN)

International Human Rights Network of Academies and Scholarly Societies (IHRN)
Prof. Dr. Christian Tomuschat

christian.tomuschat@rewi.hu-berlin.de

Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Völker- und Europarecht
Unter den Linden 6
10099 Berlin
 
Tel.: 030 / 405 414 86
Fax: 030 / 405 414 88 

Prof. Dr. Christian Tomuschat (Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften), emeritierter Professor für Völker- und Europarecht der Humboldt-Universität zu Berlin, ist als ehemaliges Mitglied des Menschenrechtsausschusses nach dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte der Vereinten Nationen seit 1998 Menschenrechtsbeauftragter der Union und in dieser Funktion Mitglied des IHRN, einem im Jahr 1996 gegründeten Zusammenschluss von Akademien der Wissenschaften weltweit, der sich mit Menschenrechtsfragen und verwandten Themen beschäftigt und sich für politisch verfolgte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit einsetzt.

Prof. Dr. Tomuschat verfasst zahlreiche Bittschreiben und Peditionen, um zugunsten von Angehörigen akademischer Berufe bei den zuständigen Regierungen zu intervenieren, sofern die Umstände dafür sprechen, dass diese Personen aus politischen Gründen verfolgt oder inhaftiert werden. Wenn es auch keine konkrete Erfolgsbilanz dieser Aktivitäten gibt, so sprechen doch viele Anzeichen dafür, dass jedenfalls einige Regierungen sich solchen Aufforderungen von Seiten einer renommierten Wissenschaftsorganisation nicht verschließen.

Union Académique Internationale (UAI)

Union Académique Internationale (UAI)
Prof. Dr. Jens-Uwe Hartmann

juhartmann@lmu.de

Ludwig-Maximilians-Universität München
Lehrstuhl für Indologie
Ludwigstraße 31
80539 München
 
Tel.: 089 / 2180 - 5384
Fax: 089 / 2180 - 5827 (Sekretariat) 

Prof. Dr. Jens-Uwe Hartmann (Bayerische Akademie der Wissenschaften), Professor am Institut für Indologie und Tibetologie der Ludwig-Maximilians-Universität München, vertritt die Union seit 2007 als deutscher Delegierter bei der Union Académique Internationale (UAI), einem Zusammenschluss weltweiter Akademien.

1919 gegründet und bei der belgischen Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique in Brüssel angesiedelt, betreut die UAI geisteswissenschaftliche Projekte, die an ihren Mitgliedsakademien angesiedelt sind, strebt inzwischen aber eine Ausweitung in die Sozialwissenschaften an.

Auf regelmäßigen (bisher jährlichen) seit 2013 nur noch alle zwei Jahre stattfindenden Vollversammlungen, bei denen Prof. Dr. Hartmann die Union vertritt, wird der Fortgang der bereits betreuten Projekte evaluiert und über Neuanträge entschieden.

In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt fand 2013 zum ersten Mal seit 1961 die Generalversammlung der UAI auf Einladung der Union der Akademien und ihrer Mitgliedsakademien wieder in Deutschland, in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, statt. 


© Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2014