Richard Wagner Schriften (RWS). Historisch-kritische Gesamtausgabe

Richard Wagner (1813–1883) war zeitlebens nicht nur als Komponist produktiv, sondern hat sich darüber hinaus einerseits dichterisch betätigt als Verfasser von Dramentexten für eigene musiktheatrale Werke, andererseits publizistisch als "Kommentator" seines musikalischen Schaffens sowie des damaligen Geschehens in Kunst, Geschichte, Philosophie, Religion, Politik und Gesellschaft. Das innerhalb eines halben Jahrhunderts entstandene Œuvre an – in Wagners Terminologie – "Dichtungen" und "Schriften" gehört als integraler Bestandteil zum Gesamtwerk des Künstlers. Es ist zugleich ein herausragendes geistes- und kulturgeschichtliches Zeugnis des 19. Jahrhunderts mit denkbar breiter Ausstrahlung.

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    Wagner-Portrait von Cäsar Willich, um 1862 / Wikimedia Commons

Gegenstand des Editionsvorhabens ist das ca. 230 Titel enthaltende Corpus an "Schriften" Wagners mit insgesamt etwa 4000 Seiten Umfang. Ziel ist die wissenschaftliche Erschließung der Texte und deren vollständige Edition. Methodisch bedient sich das Projekt der in den Geisteswissenschaften erprobten und bewährten historisch-kritischen Verfahren. Die Ausgabe folgt den aktuellen editions-wissenschaftlichen Standards - ausdrücklich auch der Computerphilologie - und entspricht dem gegenwärtigen Forschungsstand der Musikwissenschaft, der Literaturwissenschaft, der Geschichtswissenschaft und der Kulturgeschichte.

Die Ausgabe wird als Hybridedition vorgelegt. Sie nutzt neben dem bewährten Druckmedium alle sinnvollen Möglichkeiten der digitalen Texterfassung, -verarbeitung und -darbietung. Das Vorhaben ist in acht Module aufgebaut. Jedes Modul wird sich in einem oder zwei Lesebänden sowie einem Kommentarband materialisieren. Die gedruckten Bände bieten einen substantiellen Auszug der im digitalen Medium insgesamt bereitstehenden elektronischen Edition mit allen Textzeugen, den textkritischen Apparaten, grundlegenden Dokumenten und ergänzenden Zeugnissen.

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