Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik (1867 bis 1914)

Die Quellensammlung bietet eine ausführliche Dokumentation zu den Anfängen und Grundlagen des modernen deutschen Sozialstaats in der Zeit des Kaiserreichs. Die Quellensammlung umfasst 32 (mit Halbbänden 34) Quellenbände, die alle bereits erschienen sind.

Die Edition enthält archivalische und publizistische Quellen über Pläne und Maßnahmen des Reiches, seiner Einzelstaaten, der Städte, der politischen Parteien, der organisierten Interessengruppen, der Kirchen und der Wissenschaft zur Integration der Arbeiterklasse in das politische und soziale Gefüge des Deutschen Reiches. Institutionelle Schwerpunkte sind das Arbeiterrecht, die Sozialversicherung, der Arbeiterschutz sowie Armenpflege und Wohlfahrtspolitik. Außer zu den genannten Themenkomplexen Sozialpolitik und Sozialreform erschließt die Edition auch wichtige Quellen zu anderen Problemen der inneren Reichspolitik, der Kirchenpolitik und zu einigen wissenschaftspolitischen Auseinandersetzungen der Zeit.

  • Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik (1867 bis 1914)

    Bundesrachiv und Geheimes Staatsarchiv Berlin

Die Quellensammlung gliedert sich in 4 große Abteilungen. Die 1. Abteilung setzt 1867, also im Vorfeld der Reichsgründung, ein und endet mit der kaiserlichen Sozialbotschaft im Jahre 1881. Die 2. Abteilung dokumentiert den Entstehungsprozess der grundlegenden Gesetze des deutschen Sozialstaates und umfasst den Zeitraum bis 1890, als die Sozialpolitik durch die Februarerlasse Wilhelms II. neue Impulse erhielt. Die 3. Abteilung behandelt die Jahre 1891 bis 1904 und richtet ihr Augenmerk insbesondere auf den Kampf um den Arbeiterschutz sowie auf den Aufstieg der sozialpolitischen Interessenverbände. Die 4. Abteilung zeichnet die sozialpolitische Entwicklung in ihrer Streit- und Einigungskultur in den letzten Friedensjahren des Kaiserreichs zwischen 1905 und 1914 nach.

In einer zweiten Projektphase werden die auf etwa 21.000 Druckseiten dokumentierten 5.500 Quellenstücke in einem Online-Portal digitalisiert zur Verfügung gestellt werden. Außerdem werden zwei monographische Abschlussbände und Gesamtregister erarbeitet.

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