Melanchthon-Briefwechsel

Aufgabe und Ziel der Forschungsstelle ist die kritische und kommentierte Gesamtausgabe von Philipp Melanchthons Briefwechsel, der ca. 9.750 Stücke umfasst. Diese Edition ist eine der grundlegenden Quellenerschließungen für die Erforschung der deutschen und europäischen Geschichte der frühen Neuzeit. Sie präsentiert die umfangreiche Korrespondenz Melanchthons zum ersten Mal philologisch-kritisch und mit exakter Chronologie. Die überragende Stellung Melanchthons in der reformatorischen Theologie- und Kirchengeschichte und die zentrale Bedeutung seines universalen Humanismus für die europäische Bildungsgeschichte werden dadurch sichtbar.

Die gedruckte Ausgabe „Melanchthons Briefwechsel“ ist in zwei Reihen angelegt:
1.    Das Regestenwerk mit Registern und Handschriftenverzeichnis. Die Regesten sind deutsche Inhaltsangaben; sie bieten eine erste Erschließung durch Verständnishilfen und exakte Datierungen. Briefe, Gutachten, Vorreden und verwandte Schriftstücke aus den Jahren 1514–1560 werden strukturiert und kommentiert; die im Briefwechsel vorkommenden Orte und Personen werden dabei in eigenen Indexbänden behandelt.
2.    Die kritische Edition präsentiert die vorwiegend lateinischen, aber auch deutschen und griechischen Texte in einer leserfreundlichen Form. Darüber hinaus wird die handschriftliche und gedruckte Überlieferung aufgelistet. In vier Apparaten werden zudem die Entstehungsgeschichte, Textkritik und Wirkungsgeschichte dokumentiert sowie Quellen, Zitate und literarische Anspielungen nachgewiesen.

Bibliographische Angabe: Melanchthons Briefwechsel. Kritische und kommentierte Gesamtausgabe, im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften herausgegeben von Heinz Scheible, seit 2010 von Christine Mundhenk. Stuttgart-Bad Cannstatt, Verlag Frommann-Holzboog, 1977 ff.

Seit 2010 stehen die Texte der 1977–1998 gedruckten Regestenbände auch in einer kostenlosen Online-Version zur Verfügung, die regelmäßig aktualisiert wird und es den Benutzern erlaubt, die Briefe ganz gezielt nach Personen und Zeiträumen, aber auch nach Themen und Begriffen wie „Rechtfertigung“, „Interim“ oder „Krankheit“ zu durchsuchen.

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