Inscriptiones Graecae

Die Aufgabe des Vorhabens "Inscriptiones Graecae" ist die nach Regionen und Landschaften gegliederte kritische Edition sämtlicher bekannten antiken griechischen Inschriften. 1903 wurde dieser Plan modifiziert. Seitdem beschränkt sich die Edition auf die Inschriften des griechischen Festlandes und der Inseln der Ägais, die als urkundliche Quellen für die Erforschung des griechischen Altertums unentbehrlich sind. Das epigraphische Material umfasst 15 Bände, die aus jeweils mehreren Faszikeln bestehen. Für die immer wieder zum Vorschein kommenden neuen Inschriften sind Neubearbeitungen (Editiones alterae) oder Supplementbände vorgesehen.

Die Bedeutung des Unternehmens liegt in der Bereitstellung eines eminent wichtigen urkundlichen Materials, insbesondere für historische, sprachliche und kulturgeschichtliche Untersuchungen im weitesten Sinne. Dabei ist keine bloße Zusammenstellung der publizierten Inschriften unter Berücksichtigung der erschienenen philologischen und historischen Literatur beabsichtigt, sondern stets eine Revision des originalen Schriftträgers angestrebt, der zugleich in Photographie und Abklatsch für weitergehendes Studium zu sichern ist.

Bisher sind über 50.000 Inschriften erfasst und für die wissenschaftliche Bearbeitung erschlossen. 1999 wurde in internationaler Kooperation mit der Neuedition der attischen Inschriften ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. begonnen.

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