Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantina (CAGB)

Das Vorhaben "Commentaria in Aristotelem Graeca et Byzantiner (CAGB)" ediert spätantike und vor allem byzantinische Kommentare, Paraphrasen, Kompendien und Scholien zu den Schriften des Aristoteles.

  • Alexander von Aphrodisias und Aristoteles, Relieftafel, um 1500 bpk / Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, SMB

Aristoteles, der wohl einflussreichste Philosoph der Antike, wurde nicht nur im Altertum, sondern auch im griechischen Mittelalter kontinuierlich gelesen und kommentiert. Die Dokumente dieser byzantinischen Aristoteles-Rezeption sind heute kaum bekannt und nur zum geringen Teil philologisch erschlossen.

Durch die Editionen und Quellensammlungen der CAGB sollen die Grundlagen des modernen Aristotelesstudiums erweitert und eigenständige Beiträge zur Erforschung der byzantinischen Philosophie und Bildungsgeschichte geleistet werden. Das Vorhaben wird in enger Kooperation mit dem Aristoteles-Archiv der Freien Universität Berlin durchgeführt, das über eine sehr umfangreiche Mikrofilmsammlung von Handschriften des Aristoteles und seiner Kommentatoren verfügt. Über Inventardaten und Beschreibungen zu den Kommentatorenhandschriften (ca. 1000 Einheiten) hinaus werden prosopographische Daten zu byzantinischen Autoren sowie zu den Auftraggebern, Kopisten, Besitzern und Annotatoren der Handschriften gesammelt. Beispiele mittelalterlicher Kommentierungspraxis werden anhand individueller Manuskripte und mit Hilfe von Bildspecimina erschlossen.

Das Akademienvorhaben ist Teil des Zentrums Grundlagenforschung Alte Welt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

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