AG eHumanities

Die Arbeitsgruppe „eHumanities“ ist eine interakademische Initiative der acht Unionsakademien und bei der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften angesiedelt. Vertreten ist außerdem die Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften.

Am 29.01.2016 hat in Mainz die konstituierende Sitzung stattgefunden, mit der die beiden Vorgängereinrichtungen, nämlich die AG „Elektronisches Publizieren“ und die AG „Digitale Forschung“ zu einer Arbeitsgruppe zusammengeführt worden sind.

Gegenstand der AG „eHumanities“ sind die immer mehr zur Selbstverständlichkeit werdenden digitalen Arbeits- und Publikationsformen in der Akademienforschung. Hierfür sollen technische Verfahren abgeglichen, gemeinsame Lösungen entwickelt und damit akademieweite „best practices“ etabliert werden. Die Arbeit an Methoden, Formaten und Tools führt im besten Fall dazu, dass diese Lösungen ggf. auch vom Präsidium der Union den Mitgliedsakademien zur allgemeinen Verwendung empfohlen werden. Die AG „eHumanities“ bietet den Mitgliedsakademien der Union ein Forum zum Informationsaustausch, zur kooperativen Entwicklung von gemeinsamen Lösungen und zur Beratung von Fragen des Urheberrechts, digitaler Publikation und Open Access. Daraus können auch Handlungsempfehlungen entstehen, mit der die strategische Ausrichtung des Präsidiums der Union umgesetzt wird oder neue Impulse dafür geliefert werden.

Zu den Mitgliedern der AG gehören deshalb Akademiemitglieder, Forschungsmanager, Referenten für Digitale Publikationen sowie Leiter oder Mitarbeiter der IT- bzw. DH-Abteilungen der Akademien.

Zu den Themen der Arbeitsgruppe“ eHumanities“ gehören u.a.:

  • Gegenseitige Information über Aufgabenstellungen und Lösungsansätze
  • Die Verwendung gemeinsamer Datenformate, -standards oder Werkzeuge
  • Die Verwendung von Normdaten, Thesauri und Taxonomien 
  • Die gemeinsame Entwicklung von Schnittstellen
  • Die Abstimmung von projektübergreifenden Wissensspeichern und Portalen
  • Die Formulierung gemeinsamer Positionen zu bestimmten technischen Fragen
  • Urheberrechtsfragen und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit Verlagsverträgen
  • Neue Technologien beim elektronischen Publizieren
  • Verbesserung der Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Akademienforschung  und ihrer Ergebnisse
  • Archivierung und dauerhafte Präsentation von Forschungsergebnissen
  • Erarbeitung von Empfehlungen als Handreichung und Unterstützung

Die AG „eHumanities“ veranstaltet einmal im Jahr an einer der Mitgliedsakademien der Union einen zweitägigen Workshop, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Projekten jeweils zu einem anderem Thema des elektronischen Publizierens auf den neusten Stand zu bringen. Zusätzlich gibt es Arbeitstreffen zu einzelnen technischen und methodischen Fragen, bei denen die jeweiligen Praktiken aufeinander abgestimmt und konkrete technische Lösungen vorangetrieben werden sollen. Der nächste Workshop findet im Herbst 2016 zum Thema „Nachnutzung von Forschungen im Akademienprogramm“ statt.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind:

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Gerald Neumann
Ralf Wolz

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
Prof. Dr. Ingo Kottsieper
Prof. Dr. Gerhard Lauer

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Dr. Eckhard Arnold
Dr. Markus Wesche

Sächsische Akademie der Wissenschaften
Michael Hübner
Uwe Kretschmer

Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Andreas Dafferner
Prof. Dr. Wolfgang Raible

Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Prof. Dr. Manfed Pinkal
Torsten Schrade

Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
Prof. Dr. apl. Patrick Sahle
Prof. Dr. Andreas Speer (Vorsitzender der Arbeitsgruppe)

Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Tim Lehmberg

Nationale Akademie der Wissenschaften – Leopoldina
Dr. Michael Kaasch

Für die Wissenschaftliche Kommission:
Prof. Dr. Andrea Rapp

 

Text: Prof. Dr. Andreas Speer, Vorsitzender der Arbeitsgruppe "eHumanities"


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