Veranstaltungskalender

Die Akademienunion und ihre Mitgliedsakademien laden regelmäßig zu öffentlichen Veranstaltungen ein, die Raum für Wissenstransfer und offene Diskussionen mit Gesellschaft und Politik bieten. Einmal im Jahr lädt die Akademienunion zum Akademientag ein, der Gemeinschaftsveranstaltung der acht Akademien. Zudem führt sie gemeinsam mit der Max Weber Stiftung die Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ durch und beteiligt sich an den Wissenschaftsjahren. Des Weiteren finden Veranstaltungen zu  aktuellen Themen aus den Projekten des Akademienprogramms oder weiteren relevanten Wissenschaftsthemen statt.

16.02.2020 - 18.02.2020 | Internationale Konferenz | Leipzig

Insular-kontinentale Wechselbeziehungen in der volkssprachigen Überlieferung des Frühmittelalters und ihre lexikographische Erschließung

Den Ausgangspunkt der Tagung bilden altenglische Wortschatzbestandteile in kontinentalen Handschriften des fränkischen Reichs (z. B. hweorfbán ‘Gelenk’, mǽw ‘Möwe’ oder gafolrand ‘Zirkel’). Ziel ist es, den noch lange nachwirkenden Zusammenhängen und Wechselwirkungen dieses intensiven sprachlichen und kulturellen Austauschs zwischen Irland, Britannien und dem Kontinent aus verschiedenen Blickwinkeln weiter nachzugehen.

Die Tagung wird ausgerichtet vom Akademie-Projekt Althochdeutsches Wörterbuch in Kooperation mit dem Projekt Dictionary of Old English, das vom Centre for Medieval Studies der University of Toronto herausgegeben wird.

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 15. Januar 2020 per Mail an: schmidt@saw-leipzig.de

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Zeit:  16.02.2020, 09:30 - 18.02.2020, 18:00

Ort:  Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Karl-Tauchnitz-Str. 1, 04107 Leipzig

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19.02.2020 | Vortrag mit Podiumsdiskussion | München

Der Verlust des Vertrauens. Medienphilosophische Perspektiven auf Wahrheit und Zeugenschaft in digitalen Zeiten

Wissen zu erwerben ist ein kollaborativer Prozess: Das meiste von dem, was wir wissen – ob im Alltag oder in der Wissen-schaft – beruht darauf, dass wir uns auf Worte und Schriften anderer verlassen (müssen). Die Fähigkeit zur Erkenntnis beruht auf der Anerkenntnis von Personen und Institutionen (Presse, Schule etc), denen wir in dem, was sie sagen und zeigen, vertrauen. Besonders deutlich wird das am Phänomen der Zeugenschaft: Ein Zeugnis ist kein Beweis, sondern beruht darauf, dass dem Zeugen, der ein den Zuhörenden entzogenes Ereignis bezeugt, vertraut wird. Wie verändert sich der Zusammenhang von Wissen, Wahrheit und Vertrauen unter den Bedingungen der Digitalität?

Vortrag von Prof. Dr. Sybille Krämer. Podiumsdiskussion mit Pia Dangelmayer, Prof. Dr. Christoph Neuberger und Prof. Dr. Sybille Krämer, Moderation: Prof. Dr. Alexander Filipoviić. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Faktizität der Welt“ mit dem „Netzwerk Medienethik“ sowie der DGPuK-Fachgruppe „Kommunikations- und Medienethik“.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Zeit:  18:00 Uhr

Ort:  Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Straße 11, 80539 München, Plenarsaal, 1. Stock

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19.02. - 21.02.2020 | Workshop | München

"Pop the Nation!" Das Nationale als Ressource und Argument in Kulturen populärer Unterhaltung und Vergnügung

Tagung des Jungen Kollegs der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Das ausführliche Programm des Workshops finden Sie im Flyer.

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich bis zum 7. Februar 2020 per Mail an manuel.trummer@ur.de

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Zeit:  13:00 Uhr

Ort:  Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Straße 11, 80539 München Sitzungssäle, 1. Stock

Kontakt:   | manuel.trummer@ur.de

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25.02.2020 | Jahresvortrag Mittelalterzentrum | Berlin

Herausforderungen und Gefahren der Integration von Genomdaten in die frühmittelalterliche Geschichte

Votrag vom Dr. Patrick J. Geary, Portland, Oregon / USA

Die jüngsten spektakulären Fortschritte in der Genomik haben die Aufmerksamkeit und die Vorstellungskraft einer breiten Öffentlichkeit erregt, die von der Genetik neue Aufschlüsse über die Identität von Personen und Gruppen in Gegenwart und Vergangenheit erhofft. Relativ wenige Studien haben sich jedoch auf die letzten 2000 Jahre konzentriert, und einige dieser Arbeiten, die mit wenig Input von Historikern und Sozialwissenschaftlern durchgeführt wurden, laufen Gefahr, die Fehler der Essentialisierung und des Reduktionismus zu wiederholen, die einige der dunkelsten Perioden der Rassengeschichte charakterisierten. In diesem Vortrag werden zwei eng verwandte Fragen kritisch beleuchtet: Erstens: Wie können Genomdaten in schriftliche und materielle Nachweise integriert werden, um historische Prozesse wie Migration und sozialen Wandel zu untersuchen? Und zweitens: Kann die Verwendung solcher Daten unser Verständnis der jüngeren Vergangenheit wirklich aufwerten?

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Zeit:  18:00 bis 21:00 Uhr

Ort:  Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Leibniz-Saal, Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Kontakt:   | kschroeder@bbaw.de

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28.02.2020 | Vortrag | Göttingen

Bischöfe und ihr Diözesanklerus in der karolingischen Welt des 9. und 10. Jahrhunderts

Im Rahmen einer Tagung zum Thema „Bischof und Diözese im Früh- und Hochmittelalter. Die ‚Episkopalisierung der Kirche‘ im europäischen Vergleich“, die vom 27. bis 29.2.2020 im Alfred-Hessel-Saal im Historischen Gebäude der SUB stattfinden wird, hält Prof. Dr. Steffen Patzold (Eberhard Karls Universität Tübingen) einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Bischöfe und ihr Diözesanklerus in der karolingischen Welt des 9. und 10. Jahrhunderts“. Interessierte sind zu dem Vortrag am Freitagabend, dem 28.2.2020, um 18 Uhr im Alfred-Hessel-Saal, herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

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Zeit:  18:00 Uhr

Ort:  Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, Alfred-Hessel-Saal, Papendiek 14, 37073 Göttingen

Kontakt:   | 

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28.02.2020 | Jahresvortrag des Zentrums Grundlagenforschung Alte Welt | Berlin

Zwischen Mönchen und Laien: Heiligkeitskonkurrenz und christliche Wohltätigkeit in der Spätantike

Neben der Askese gilt allgemein auch die Wohltätigkeit als ein Charakteristikum des Mönchtums. Seit wann besteht dieser Nexus zwischen karitativer Tätigkeit und mönchischem Status? Wie steht es, im Vergleich dazu, mit der Wohltätigkeit von Laien? Im Vortrag von Prof. Dr. Claudia Rapp (Universität Wien) werden diese Fragen anhand einer Vielzahl von Quellen neu gestellt werden, um so auch das Verhältnis des frühen Mönchtums zu seinem weltlichen Umfeld erneut zu hinterfragen.

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Zeit:  18:00 bis 21:00 Uhr

Ort:  Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin

Kontakt:   | franziska.urban@bbaw.de

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