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Geisteswissenschaft im Dialog

Der Traum von Freiheit und seine Realität – Die Bürgerrechtsbewegung in den USA

28.09.2026

19:00 Uhr
Baseler Hof in Hamburg
Esplanade 15
20354 Hamburg

2026 feiern die Vereinigten Staaten von Amerika mit der Erklärung ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien 1776 einen Meilenstein ihrer Geschichte. Volkssouveränität, eine Regierung ohne gekröntes Oberhaupt, die Anerkennung allgemeiner Menschen- und Bürgerrechte markierten den Beginn der demokratischen Entwicklung in den USA.

Und auch wenn die Unabhängigkeitserklärung damals statuierte, “that all men are created equal”, profitierte vor allem die männliche weiße Bevölkerung von den Bürgerrechten. Als Martin Luther King 1963 seine berühmte Rede „I have a dream“ im Zuge des Civil Rights Movement hielt, schienen gleiche Rechte für die Schwarze US-amerikanische Bevölkerung noch immer in weiter Ferne. Ein Jahr nach Kings Rede wurde unter Präsident Lyndon B. Johnson mit dem Civil Rights Act die gesetzliche Grundlage der Rassentrennung in den USA aufgehoben. Rassismus und strukturelle Diskriminierung gehören jedoch bis heute zum Alltag in den USA.

Die Auseinandersetzung mit der Bürgerrechtsbewegung reicht weit über ihren historischen Kontext hinaus und ist bis heute von Aktualität. Sie war nicht nur ein US-amerikanisches Phänomen, sondern steht exemplarisch für die Benennung von Diskriminierungserfahrungen marginalisierter Gruppen und für den anhaltenden Kampf um Gleichberechtigung, der auch zur Realität für Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland gehört. Zugleich flossen die Erfahrungen afroamerikanischer GIs in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auch in den Kampf um die Bürgerrechte in den USA ein.

Doch welche Lehren vermittelt die Geschichte der Bürgerrechtsbewegung? Wie wirken ihre Errungenschaften und Konflikte bis in die Gegenwart nach? Und welche Impulse bietet sie für aktuelle Debatten über Diskriminierung, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe?

Diese und weitere Fragen diskutieren die Historikerin Prof. Dr. Ute Frevert (Präsidentin der Max Weber Stiftung und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften), Prof. Dr. Mischa Honeck (Universität Kassel), Dr. Daniel-Thabani Ncube (Bucerius Law School) und Prof. Dr. Nina Perkowski (Universität Hamburg). Sie sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren.

Anmeldungen zur Veranstaltung sind hier möglich.

Geisteswissenschaft im Dialog ist eine gemeinsame Veranstaltung von Akademienunion, Max Weber Stiftung in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg.


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Kontakt

Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


030 / 325 98 73 70
annette.schaefgen@akademienunion.de