Mehr als tausend Worte? Bilder als Akteure des Politischen

Mehr als tausend Worte? Bilder als Akteure des Politischen

Bilder haben einen enormen Einfluss auf unser Denken, Fühlen und Handeln. Sie verändern den Blick, mit dem wir die Welt betrachten, und transportieren politische Botschaften. Herrscherbilder zeigen selten, wie Personen wirklich aussehen, sondern wie sie wahrgenommen werden wollen. Ihre bewusste Zerstörung kann als Akt der Befreiung gesehen werden. Bilder, die politische Vorgänge abbilden, geben Auskunft über die Verfasstheit von Staat und Gesellschaft, aber auch über Protest, Opposition und Rebellion.

  • 9. Oktober 2019

    Mehr als tausend Worte? Bilder als Akteure des Politischen.

     

    Max Weber Stiftung, Charlotte Jahnz

Wie Bilder unsere Wahrnehmung beeinflussen, ist Gegenstand der Forschung zahlreicher Fächer. Auch außerhalb der Kunstgeschichte beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Bildern, weil sie deren Potenzial, in gesellschaftlichen Zusammenhängen Wirkung zu entfalten, erkannt haben. Gerade im Zeitalter der Massenmedien war und ist unsere Gesellschaft einer Bilderflut ausgesetzt, deren Auswirkungen es zu erforschen und zu diskutieren gilt. Mit dem Aufkommen des Internets hat sich die Bedeutung von Bildern weiter verändert – insbesondere die des politischen Bildes: hier können Bilder auch zu Waffen werden.

Zugleich verfügen Bilder aber über eine immanente Logik und sie fordern dazu auf, in ihr eigenes Recht gesetzt zu werden. Wie verhält sich diese Eigengesetzlichkeit des Bildlichen mit dessen politischer Funktionalisierung? Und wie gelingt es, sich der Macht der Bilder auch zu widersetzen?

Programm

Es diskutierten:
Prof. Dr. Andreas Beyer

Universität Basel

Prof. Dr. Charlotte Klonk
Humboldt-Universität zu Berlin

Nausikaä El-Mecky, PhD (cantab)
Tenure Track Professorin an der
Universitat Pompeu Fabra, Barcelona
Die Junge Akademie

PD Dr. Karin Liebhart
Universität Wien

Moderation: Peter Richter,Publizist

Eine gemeinsame Veranstaltung von Geisteswissenschaft im Dialogund der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Veranstaltungsprogramm als PDF


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