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Fachtagung

Internationale Tagung: Kucha and Beyond: Divine and Human Landscape from Central Asia to the Himalayas

01.11.2021 – 05.11.2021

Leipzig

Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig

01.11. – 05.11.

Vom 1. bis 5. November 2021 richtet das Akademievorhaben Wissenschaftliche Bearbeitung der buddhistischen Höhlenmalereien in der Kuča-Region der nördlichen Seidenstraße in Kooperation mit der European Society for the Study of Himalayan and Central Asian Civilisations (SEECHAC) und dem Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften der Universität Leipzig die Internationale Konferenz “Divine and Human Landscapes from Central Asia to the Himalayas” aus.

Der Begriff “Landschaft/landscape” bezieht sich - wie schon oft dargelegt worden ist – nicht unmittelbar auf die natürliche Topographie. Abgeleitet von dem niederländischen Wort “landschap”, mit dem Gemälde ländlicher Szenerien bezeichnet wurden, ist eine Landschaft vor allem eine Darstellung von etwas, das sich “da draußen” befindet, d.h. eine Reflexion, oder auch die Transformation einer natürlichen Umgebung. Diese Darstellung kann reale oder imaginäre Motive erfassen, und Ausdrucksmittel kann Malerei oder dreidimensionale Form, aber auch die literarische Beschreibung sein. Legt man diese breite Definition des Begriffs zugrunde, so kann „Landschaft“ sowohl die Architektur der buddhistischen Höhlen von Kizil und Ibn al Balkis kartographische Tradition bezeichnen als auch die schriftlichen und mündlichen Aufzeichnungen, in denen tibetische deloks (Wiedergänger) ihre Besuche im Reich der Toten festhalten.

Die komplexen Dynamiken in der Konstruktion, Interpretation und Darstellung dieser „Landschaften“ erfordern eine differenzierte, methodisch vielseitige Annäherung; aus diesem Grund wird die Konferenz führende Spezialisten für die Zivilisationen Zentralasiens und des Himalayaraums – unter ihnen Philologen, Kunsthistoriker, Historiker, Religionswissenschaftler, Anthropologen und Ethnologen – zusammenbringen. Die Erforschung Zentralasiens und des Himalayaraums hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht; zahlreiche neue archäologische und kunsthistorische Fundstätten wurden neu entdeckt und dokumentiert, während zugleich die seit langem etablierten Ausdeutungen der historischen, sozialen und religiösen Strukturen und Entwicklungen der Region eine rigorosen Revision und Neubewertung unterzogen wurden. Die Konferenz will eine Plattform bieten, auf der aktuelle Erkenntnisse über die Beziehungen zwischen den verschiedenen Teilen Zentralasiens und dem Himalayaraum diskutiert werden und neues Material und Forschungsergebnisse einer internationalen Fachöffentlichkeit präsentiert werden. Dabei liegt ein spezielles Augenmerk auf der Förderung innovativer, Disziplingrenzen überwindender Ansätze und auf der kritischen Revision bestehender methodischer und theoretischer Rahmenbedingungen.

Die wissenschaftliche Forschung zu den vielfältigen Strukturen und Wechselbeziehungen der realen und imaginären Landschaften Zentralasiens und des Himalayaraums steht noch am Anfang; eine Vernetzung der bemerkenswerten Arbeiten einzelner Forscher und kleiner Projektgruppen ist ein dringendes Desiderat und der einzige Weg, den vielfältigen, dynamischen Landschaften dieser Weltgegend gerecht zu werden. Die Konferenz stellt einen wesentlichen Schritt auf diesem Weg dar.

Vorträge können noch bis zum 15. Mai 2021 unter Angabe des Titels sowie eines kurzen Abstracts (max. 300 Wörter) bei den Organisatoren eingereicht werden unter: seechac-2021@saw-leipzig.de

 

Ort: Universität Leipzig, Bibliotheca Albertina, Beethovenstraße 6


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