
Gemeinsam Zukunft bauen – Wissenschaftliche Gebäude im Wandel
24.11.2026
Dienstag, 24. November 2026
16:00–20:00 Uhr
Einsteinsaal
Akademiegebäude am Gendarmenmarkt
Markgrafenstraße 38
10117 Berlin
Wissenschaftliche Praxis ist eng mit ihren räumlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen verknüpft. Gebäude, Räume und Infrastrukturen schaffen die Bedingungen für Forschung, Lehre und wissenschaftlichen Austausch. Sie prägen Formen der Zusammenarbeit, ermöglichen Erkenntnisprozesse und spiegeln zugleich institutionelle Strukturen sowie historische Entwicklungen wider.
Vor dem Hintergrund tiefgreifender Transformationsprozesse – etwa durch Digitalisierung, neue Formen wissenschaftlicher Kooperation, Nachhaltigkeitsanforderungen und den Umgang mit bestehender Bausubstanz – gewinnen Fragen nach der Gestaltung, Nutzung und Weiterentwicklung wissenschaftlicher Gebäude und Räume zunehmend an Bedeutung.
Die Akademienunion, die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und die Hochschulrektorenkonferenz laden Sie herzlich zur Veranstaltung „Gemeinsam Zukunft bauen – Wissenschaftliche Gebäude im Wandel“ ein. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen und Perspektiven zukunftsfähiger Wissenschaftsarchitekturen sowie die Frage, wie räumliche und infrastrukturelle Rahmenbedingungen wissenschaftliche Dynamiken unterstützen und Innovation fördern können.
Nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Christoph Markschies, Präsident der Akademienunion und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, und Prof. Dr. Walter Rosenthal, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, beleuchten Kurzimpulse zu ausgewählten Praxisbeispielen innovative Ansätze im Umgang mit wissenschaftlichen Gebäuden und Infrastrukturen. Darauf aufbauend diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Architektur und Wissenschaftsmanagement aktuelle Herausforderungen und Perspektiven zukunftsfähiger Wissenschaftsarchitekturen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen der infrastrukturellen Weiterentwicklung wissenschaftlicher Einrichtungen, ihrer Bedeutung als Orte des wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Austauschs sowie der nachhaltigen Nutzung und Transformation bestehender Bausubstanz. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine gemeinsame Diskussion, in der die zentralen Erkenntnisse zusammengeführt und in einen übergreifenden Kontext eingeordnet werden.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Programm
16:00 Uhr | Eröffnung | Prof. Dr. Christoph Markschies & Prof. Dr. Walter Rosenthal
Best Practice | Der neue Campus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Herzen Wiens | Maximilian Pammer & Arch Clemens Novak
Panel 1 | Infrastruktur und wissenschaftliche Dynamik | Prof. Dr. Gabriele Metzler, Prof. Dr. Christoph Rauhut & Ulf Richter
Moderation: Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl
Best Practice | Die Erhaltung des Barockschlosses Mannheim | Prof. Dr. Peter Frankenberg
Panel 2 | Wissenschaftsgebäude als Orte gesellschaftlicher Begegnung | Barbara Pampe, Dr. Christina Reinhardt & Prof. Volker Staab
Moderation: Christoph Markschies
Best Practice | Der neue Campus Brauhausberg der Universität Potsdam | Oliver Günther
Abschlussrunde | Diskussion | Prof. Dr. Christoph Markschies, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl & Prof. Dr. Walter Rosenthal
19:30 Uhr | Netzwerk und Austausch
Sprecherinnen und Sprecher

Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und des Kuratoriums der Dieter Schwarz Stiftung | Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg a. D.
Professor Dr. Peter Frankenberg ist Geograph und war von 2001 bis 2011 Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg. Er studierte Geschichte, Geographie, Geologie und Botanik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wurde dort 1975 promoviert und habilitierte 1982. Nach einer Professur für Physische Geographie an der Universität Eichstätt wurde er 1986 auf den Lehrstuhl für Physische Geographie und Länderkunde an die Universität Mannheim berufen, deren Rektor er von 1994 bis 2001 war. In seiner Amtszeit als Minister fusionierte die Universität Karlsruhe mit dem Helmholtz-Forschungszentrum zum Karlsruher Institut für Technologie. Seit 2011 ist er stellvertretender Vorsitzender der Heinrich-Vetter-Stiftung und Vorsitzender des Museumsvereins für Technik und Arbeit; bei der Dieter Schwarz Stiftung ist er Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und des Kuratoriums. 2020 wurde ihm die Leibniz-Medaille der Berlin-Brandenburgischen Akademie der
Wissenschaften zugesprochen.

Präsident der Universität Potsdam
Professor Oliver Günther, Ph.D., ist seit 2012 Präsident der Universität Potsdam; seine dritte Amtszeit begann im Januar 2024. Der Wirtschaftsinformatiker und Mathematiker studierte Wirtschaftsingenieurwesen und Mathematik an der Universität Karlsruhe. Von 1993 bis 2011 lehrte er als Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik war. In seiner Amtszeit als Präsident wuchs die Universität Potsdam so stark wie kaum eine andere deutsche Universität: Neue Fächer und Fakultäten kamen hinzu, darunter die Digital Engineering Fakultät, und die Hochschule wurde unter anderem durch die Gründung eines CIOBereichs und des Dezernats „Bau- und Facilitymanagement“ strukturell
weiterentwickelt.

Direktorin des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam | Professorin für Zeitgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin
Professorin Dr. Gabriele Metzler ist seit November 2025 Direktorin des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professorin für Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie studierte Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Öffentliches Recht in Tübingen, an der London School of Economics und an der LMU München, wurde 1994 in Tübingen promoviert und habilitierte dort 2002. 2007 folgte sie dem Ruf auf die Professur für die Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen an die Humboldt-Universität, wo sie von 2016 bis 2022 Dekanin der Philosophischen Fakultät war. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem im Wandel von Staatlichkeit sowie in der Geschichte von Kolonialismus und Dekolonisierung; gemeinsam mit Arne Schirrmacher gab sie den Band „Architekturen der Wissenschaft. Die Universitäten Berlins in europäischer Perspektive“ heraus. Seit 2024 ist sie Mitglied des Wissenschaftsrats.

Vorständin der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
Dipl.-Ing. M.Eng. Barbara Pampe ist Architektin und seit Dezember 2019 Vorständin der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, wo sie die konzeptionelle und strategische Weiterentwicklung der Stiftung verantwortet. Zuvor leitete sie dort von 2014 bis 2019 den Bereich Pädagogische Architektur. Nach einem Studium in Bordeaux, Weimar und Delft arbeitete sie in verschiedenen Architekturbüros und gründete 2011 gemeinsam mit Vittoria Capresi „baladilab“. Im Bereich Schulbau forschte und lehrte sie am Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen der Universität Stuttgart; von 2011 bis 2014 hatte sie eine Professur für Entwerfen und Gebäudelehre an der German University in Cairo inne. Sie ist Autorin und Initiatorin diverser Publikationen und Projekte zum Thema zukunftsfähiger Schulbau und lehrt an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland. Sie ist Mitglied im Landesbeirat Schulbau Berlin, seit 2025 Mitglied des Beirats der Stiftung Baukultur in Thüringen und seit 2026 Mitglied des Beirats der Bundesstiftung Baukultur.

Landeskonservator und Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin
Prof. Dr. Christoph Rauhut ist seit Oktober 2018 Landeskonservator und Direktor des Landesdenkamtes Berlin. Zuvor war er seit 2016 Referent in der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) bei der Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien (BKM). Christoph Rauhut hat Architektur an der RWTH Aachen und der ETH Zürich studiert und in Zürich am Institut für Denkmalpflege und Bauforschung promoviert. 2025 wurde er durch die TU Berlin zum Honorarprofessor mit dem Rufgebiet „Großstadtdenkmalpflege“ ernannt. Er ist Mitglied in diversen internationalen und nationalen Fachvereinigungen und u.a. im Vorstand der Historischen Kommission zu Berlin und der Vereinigung der Denkmalfachämter in den Ländern (VDL).

Kanzlerin der Ruhr-Universität Bochum a. D.
Dr. Christina Reinhardt war von 2015 bis 2025 Kanzlerin der Ruhr-Universität Bochum und Mitglied der Sprechergruppe der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten in Nordrhein-Westfalen. Davor war sie ab 2009 Kanzlerin der Hochschule Bochum. Sie studierte von 1989 bis 1994 Geographie, Soziologie und Raumplanung an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte dort anschließend am Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeographie. Von 1999 bis 2009 hatte sie verschiedene Funktionen in der Verwaltung der Ruhr-Universität inne, absolvierte eine Ausbildung zur Systemischen Beraterin und baute die Personalentwicklung an der RUB auf. Parallel dazu lehrte sie von 2010 bis 2015 als Lehrbeauftragte im Studiengang Hochschul- und Wissenschaftsmanagement der
Hochschule Osnabrück. Seit Anfang 2026 ist sie freiberuflich als Coach tätig und berät Führungskräfte und Leitungsteams im Wissenschaftssystem.

Kanzler der Universität Duisburg-Essen
Ulf Richter ist seit dem 1. Januar 2025 Kanzler der Universität Duisburg-Essen. Der Diplom-Wirtschaftsjurist studierte Wirtschaftsrecht an der Universität Lüneburg und absolvierte anschließend ein Studium mit dem Schwerpunkt Hochschul- und Wissenschaftsmanagement an der FH Osnabrück. Nach Stationen als Senior Consultant bei KPMG Consulting wechselte er 2003 an die spätere Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH in Braunschweig, wo er zunächst die Abteilung Finanzen und Controlling leitete, später als Prokurist und
Personalleiter sowie von 2010 bis 2013 als Administrativer Geschäftsführer tätig war. Zwischenzeitlich leitete er den kaufmännischen Bereich der DEGES in Berlin. Von 2013 bis 2024 war er Kanzler der Universität Siegen, wo er insbesondere den Teilumzug der Universität in die Innenstadt und den Masterplan zur baulichen Entwicklung verantwortete. Er war bis September 2026 Sprecher des Arbeitskreises Hochschulbau auf Bundesebene. Seit Oktober ist er Mitglied im Vorstand der Bundesvereinigung der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten in Deutschland.

Architekt, Staab Architekten
Professor Volker Staab studierte von 1977 bis 1983 Architektur an der ETH Zürich und war von 1985 bis 1990 freier Mitarbeiter im Architekturbüro Bangert, Jansen, Scholz und Schultes in Berlin. Seit 1990 ist er freiberuflicher Architekt und gründete 1991 sein eigenes Büro. Mit seinem Architekturbüro realisierte er wichtige Bauten für Schulen, Verwaltung und Museen, unter anderem das Neue Museum Nürnberg, die Neue Galerie Kassel, das LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster und das Kunstmuseum Ahrenshoop. Parallel war er als Hochschullehrer tätig, unter anderem an der Technischen Universität Berlin und von 2012 bis 2023 als Professor für Entwerfen und Raumkomposition an der TU Braunschweig. Er ist seit 2005 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, seit 2007 Mitglied des Beirats der Bundesstiftung Baukultur und seit 2022 Mitglied im Baukollegium der Stadt Zürich.
Moderation

Präsident Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Christoph Markschies ist Professor für Antikes Christentum an der Humboldt-Universität zu Berlin, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Er studierte Theologie, Klassische Philologie und Philosophie an den Universitäten Marburg, München und Tübingen sowie an der Dormitio-Abtei in Jerusalem und promovierte und habilitierte sich an der Universität Tübingen. Von 2006–2010 war er Präsident der Humboldt-Universität. Christoph Markschies ist Mitglied in sechs Akademien der Wissenschaften sowie in mehreren wissenschaftlichen Beiräten. Er war Fellow an mehreren Institutes for Advanced Study. Seit 2024 ist er Distinguished Fellow der Hebräischen Universität. Er erhielt u. a. den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und den Orden pour le mérite für Wissenschaft und Künste und ist mit drei Ehrendoktoraten ausgezeichnet worden.

Rektorin der Universität Münster | HRK-Vizepräsidentin für Hochschulsystem und Organisation
Professorin Dr. Susanne Menzel-Riedl ist seit 2019 Präsidentin der Universität Osnabrück und seit Dezember 2023 Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz für Hochschulsystem und Organisation. Seit 2022 ist sie zudem Vorsitzende der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen. Sie studierte Biologie, Pädagogik und Englisch an den Universitäten Münster, Dakar (Senegal) und am College of William and Mary (USA) und promovierte 2007 an der Georg-August-Universität Göttingen. 2008 wechselte sie als Juniorprofessorin an die Universität Osnabrück, wo sie seit 2011 eine Professur für Biologiedidaktik innehat. Von 2016 bis 2019 war sie nebenberufliche Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung und wirkte maßgeblich am Zukunftskonzept UOS 2020 mit.

Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
Prof. Dr. Walter Rosenthal ist seit Mai 2023 Präsident der Hochschulrektorenkonferenz. Zuvor hatte er von 2021 bis 2023 das Amt des HRK-Vizepräsidenten für Forschung, wissenschaftliche Karrierewege, Transfer inne. Von 1996 bis 2009 war er Direktor des heutigen Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie in Berlin, ehe er als Stiftungsvorstand und Wissenschaftlicher Vorstand ans Max- Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch wechselte (2009-2014). Walter Rosenthal habilitierte sich im Jahr 1990 am Universitätsklinikum Rudolf Virchow der Freien Universität Berlin für das Fach Pharmakologie und Toxikologie. Es folgten Professuren an der Universität Gießen, dem Universitätsklinikum Benjamin Franklin der Freien Universität Berlin, der Charité und der Universität Jena, deren Präsident er von 2014 bis 2023 war. Rosenthal ist u. a. Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und Co- Vorsitzender des Lenkungsausschusses der Max-Planck-Schools. Im Jahr 2022 wurde ihm der Titel „Hochschulmanager des Jahres” verliehen.
Aktuelle Veranstaltungen
Offen für alle? Zugang gestalten in den Digital Humanities
Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt | Markgrafenstraße 38
Der Jahresworkshop der AG eHumanities der Akademienunion steht 2026 unter dem Titel „Offen für alle? Zugang gestalten in den Digital Humanities“. Mögliche Perspektiven umfassen…
Gemeinsam Zukunft bauen – Wissenschaftliche Gebäude im Wandel
Berlin | Akademiegebäude am Gendarmenmarkt | 16:00 - 20:00 Uhr
Wissenschaftliche Praxis ist eng mit ihren räumlichen und infrastrukturellen Voraussetzungen verknüpft. Gebäude, Räume und Infrastrukturen schaffen die Bedingungen für Forschung, Lehre…
„Nachhaltigkeit und KI“: Zwischenbilanz der Göttinger Digitalen Akademie
Göttingen | Niedersächsische Akademie der Wissenschaften | 9:00 Uhr
Nachhaltigkeit und KI sind zwei Schlagworte, die sich sowohl widersprechen als auch ergänzen. Der Energieverbrauch von KI-Rechenzentren scheint aktuell ins Grenzenlose zu steigen.…
Kontakt
Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
030 / 325 98 73 70
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