Zum Hauptinhalt springen
Titelmotiv der Stellungnahme
Stellungnahme

Wie kann der Ausbau von Photovoltaik und Windenergie beschleunigt werden?

Erneuerbare Energie sollen künftig die tragenden Säulen unseres Energiesystems werden. Gleichzeitig wird der Strombedarf in Sektoren wie Wärme und Verkehr stark ansteigen. Das erfordert einen deutlich schnelleren Ausbau neuer Anlagen als bisher.

In der Stellungnahme „Wie kann der Ausbau von Photovoltaik und Windenergie beschleunigt werden?“ analysiert eine Arbeitsgruppe des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) Hemmnisse bei der Umsetzung von Erneuerbare-Energien-Anlagen und liefert konkrete Handlungsoptionen, um diese abzubauen.

Stellungnahme (PDF)

Kurzfassung (PDF)

Die Expertinnen und Experten identifizieren vier zentrale Handlungsfelder:

  • Planungs- und Genehmigungsprozesse transformieren: Eine vorausschauende Planungskultur integriert die bundes- und landesweiten Ausbauziele in die Regionalplanung. Klare, einheitliche Naturschutzkriterien und mehr personelle Ressourcen in den Behörden können helfen, Planungs- und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen.
  • Eine proaktive Planungskultur durch Beteiligung stärken und so Akzeptanz fördern: Mehr und frühere Bürgerbeteiligung sowie finanzielle Teilhabe von Kommunen, Anwohnerinnen und Anwohnern können die Akzeptanz stärken. Beteiligungsverfahren sollten darauf abzielen, positives, gestalterisches Potenzial der Bürgerinnen und Bürger zu aktivieren und die Energiewende als sinnvolles Gemeinschaftsprojekt erfahrbar zu machen.
  • Höhere Flächenverfügbarkeit schaffen und Flächen effizient sowie mehrfach nutzen: Flächenziele für Bund und Länder können die Flächenbereitstellung für Windenergie- und PV-Freiflächenanlagen sicherstellen. Daneben kann das Solarpotenzial auf geeigneten Gebäudedächern sowie die Förderung von Agri-PV und Floating-PV die Mehrfachnutzung von Flächen unterstützen.
  • Das Energiesystem vollständig auf erneuerbare Energien ausrichten: Technische Infrastrukturen und der regulatorische Rahmen der Stromversorgung müssen daran angepasst werden, dass zukünftig der Großteil des Stroms aus PV und Windenergie stammen wird. So soll ermöglicht werden, dass Windenergie- und Solaranlagen zur Netzstabilität beitragen. Darüber hinaus ist zu prüfen, inwiefern Importabhängigkeiten im Bereich der erneuerbare-Energien-Technologien ein Risiko für die Energiewende darstellen und wie diesem Risiko entgegengewirkt werden könnte.

Kontakt

Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


030 / 325 98 73 70
schaefgen@akademienunion-berlin.de