2018

PM 2018-13 4.10.2018

Umsetzung von Open Access in den Geisteswissenschaften – Vortrag von Prof. Hubertus Kohle

Am 08. Oktober 2018 findet um 18 Uhr im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina (Beethovenstraße 6) in Leipzig ein öffentlicher Abendvortrag zum Thema „Open Access – Eine Idee trifft auf die Wirklichkeit“ statt. Der Kunsthistoriker Professor Dr. Hubertus Kohle wird dabei basierend auf eigenen Erfahrungen, die er als Mitherausgeber von Journalen und anderen Publikationen gemacht hat, über Besonderheiten und Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Open Access-Strategien berichten. Der Vortrag findet im Rahmen eines gemeinsamen Workshops der Arbeitsgruppe eHumanities der Akademienunion sowie der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig statt.

Die Umsetzung von Open Access im wissenschaftlichen Publikationswesen wird zunehmend nicht nur gefördert, sondern auch gefordert. So haben Bund und Länder bei der Fortschreibung des Paktes für Forschung und Innovation 2016 – 2020 das Thema Open Access förmlich und bindend verankert. Einige Bundesländer, unter anderem Schleswig-Holstein und Berlin, haben bereits Open Access-Strategien vorgelegt, andere Bundesländer entwickeln diese derzeit. Kern des Open Access-Prinzips ist es, wissenschaftliche Ergebnisse in digitaler Form ohne finanzielle, technische oder rechtliche Barrieren nutzbar zu machen. Wichtigstes Umsetzungselement ist dabei der offene Zugang zu wissenschaftlichen Textpublikationen sowie Forschungsdaten. Dies ist verbunden mit Herausforderungen bezüglich der technischen und organisatorischen Umsetzung. Dazu kommen meist noch gravierende urheberrechtliche Probleme. Professor Kohle, der unter anderem Mitherausgeber des Rezensionsjournals für Geschichtswissenschaften „sehepunkte“ ist,  wird in seinem Vortrag über den Einsatz von Open Access in seinem Fachgebiet berichten und aufzeigen, inwieweit das Open Access-Prinzip dort in Konkurrenz zu etablierten Publikationsstrukturen tritt.

Der Vortrag ist eingebettet in einen vom 8. bis 10. Oktober 2018 in Leipzig stattfindenden Workshop der Arbeitsgruppe „eHumanities“, einer interakademischen Initiative der acht in der Akademienunion vertretenen Wissenschaftsakademien sowie der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften.

Gegenstand der Arbeitsgruppe sind die immer mehr zur Selbstverständlichkeit werdenden digitalen Arbeits- und Publikationsformen in der Akademienforschung. Dazu findet ein regelmäßiger Austausch über technische Verfahren statt, um gemeinsame Lösungen zu Fragen des Urheberrechts, digitaler Publikation sowie Open Access zu entwickeln. Der einmal jährlich von der Akademienunion organisierte Workshop findet in diesem Jahr zum Thema „(Digitale) Publikationsformen. Geisteswissenschaftliche Grundlagenforschung zwischen Buchdeckeln, Portalen und Daten-Schnittstellen“ in Leipzig statt.


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