14-2019 | 04.12.2019

Chancen der Pflanzenzüchtung nutzen: Wissenschaftsakademien und DFG empfehlen ein neues europäisches Gentechnikrecht

Der Europäische Gerichtshof hat im Juli 2018 entschieden, dass alle Organismen, die durch Verfahren der Genomeditierung wie CRISPR-Cas verändert wurden, unter die rechtlichen Regelungen für „genetisch veränderte Organismen“ (GVO) fallen. Dies erschwert die Erforschung, die Entwicklung und den Anbau verbesserter Nutzpflanzen, die für eine produktive, klima-angepasste und nachhaltigere Landwirtschaft dringend erforderlich sind. Darauf weisen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und die Deutsche Forschungsgemeinschaft in einer heute veröffentlichten Stellungnahme hin. Die pauschale rechtliche Einstufung als GVO berücksichtige nicht, welche Art der genetischen Veränderung im genomeditierten Organismus vorliegt. Dieser vorrangig verfahrensbezogene Regelungsansatz sei rational nicht zu begründen, kritisieren Wissenschaftsakademien und DFG. Sie geben Empfehlungen, wie das europäische Gentechnikrecht kurzfristig novelliert und langfristig komplett neugestaltet werden kann.

13-2019 | 30.09.2019

Podiumsdiskussion: Mehr als tausend Worte? Bilder als Akteure des Politischen

Welchen Einfluss haben Bilder auf unser Denken, Fühlen und Handeln? Welche politischen Botschaften transportieren sie? Das Podium der Veranstaltungsreihe "Geisteswissenschaft im Dialog" (GiD) diskutiert am 9. Oktober 2019 um 18:30 Uhr im Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, welche entscheidende Rolle Bilder als Akteure des Politischen seit jeher, vor allem aber heute – im Zeitalter der Massenmedien – spielen. Die Max Weber Stiftung und die Akademienunion setzen mit dieser Veranstaltung ihre langjährige Kooperation fort.

12-2019 | 06.09.2019

Zehn Punkte für ein integriertes Energiesystem

ESYS‐Fachleute fordern systemübergreifende Ansätze für die Energiewende

Deutschland soll bis zum Jahr 2050 treibhausgasneutral werden. In genau zwei Wochen will das Klimakabinett entscheiden, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Fest steht: Die Umsetzung ist kompliziert, und mit den verpassten Klimazielen für das Jahr 2020 ist Deutschland bisher nicht auf Kurs. Wie ist die Energiewende also noch zu schaffen? Fachleute des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) geben der Bundesregierung zehn systemübergreifende Punkte mit auf den Weg. Einen wirksamen CO2-Preis über alle Sektoren sehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Leitinstrument für den Klimaschutz an.

11-2019 | 03.09.2019

Ein einheitlicher CO2-Preis: der Schlüssel für ein effizientes Marktdesign

Ziele: Energiesteuern reformieren, Verzerrungen abbauen, Sektorenkopplung fördern

Kurz vor seiner entscheidenden Sitzung steht das Klimakabinett vor großen Herausforderungen: Die Preise für Energieträger sind uneinheitlich, die Treibhausgasemissionen sind zu hoch und Deutschland verfehlt mindestens seine kurzfristigen Klimaziele. Was muss passieren, damit sich klimaschonende Technologien etablieren können? Fachleute des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) haben Leitlinien für ein effizientes und effektives Marktdesign entwickelt. Sie stellen fest: Eine umfassende CO2-Bepreisung ist dafür ein erster notwendiger Schritt. Gleichzeitig gilt es, Verzerrungen abzubauen, die heute einen effizienten Klimaschutz verhindern. Die gute Nachricht: beides lässt sich verbinden.

10-2019 | 27.06.2019

40 Jahre Akademienprogramm - Exzellenz in Geisteswissenschaften

Sonderpublikation zum gemeinsamen Forschungsprogramm der Wissenschaftsakademien erschienen

Seit 40 Jahren unter einem Dach vereint – im Akademienprogramm erschließen, bewahren, interpretieren und vergegenwärtigen zahlreiche langfristig angelegte Forschungsprojekte das Kulturerbe weltweit und schaffen damit unschätzbare Wissensspeicher für die Zukunft. Eine Sonderpublikation gibt spannende Einblicke in die Geschichte dieses international einzigartigen Forschungsprogramms und stellt ausgewählte Projekte sowie deren Bedeutung für die Gegenwart vor. Aktuell wird das Akademienprogramm von Bund und Ländern gemeinsam mit 68 Millionen Euro im Jahr finanziert.

9-2019 | 04.06.2019

Eizellspende, Embryospende, Leihmutterschaft: Nationalakademie Leopoldina und Akademienunion empfehlen ein zeitgemäßes Fortpflanzungsmedizingesetz

Kinder zu haben und eine Familie zu gründen gehört für viele Menschen zu den wesentlichen Lebensinhalten und ist tragende Bedingung für die Gestaltung der gesellschaftlichen Zukunft. Manche Personen sind jedoch für die Gründung einer Familie auf die Hilfe der Fortpflanzungsmedizin angewiesen. Die Rechtslage ist in Deutschland seit Langem unzureichend: Das Embryonenschutzgesetz stammt von 1990 und erfasst viele neue reproduktionsmedizinische Entwicklungen nicht. In der heute veröffentlichten Stellungnahme „Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung“ sprechen sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften deswegen für ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz aus.

8-2019 | 04.06.2019

Der Klang Europas

Europa stand und steht in einem Spannungsfeld von Einheit und Vielfalt. Sehr unterschiedliche Stimmen formen den „Resonanzraum“ Europa – Stimmen, die sich ergänzen, überlagern und zum Teil auch widersprechen. Die Europawahl Ende Mai hat dies deutlich vor Augen geführt. Gibt es überhaupt einen charakteristischen europäischen Klang, mit dem wir uns von anderen Kontinen-ten unterscheiden? Darüber diskutieren beim diesjährigen Akademientag, der großen Gemein-schaftsveranstaltung der acht Wissenschaftsakademien, am 17. Juni 2019 ab 12 Uhr Expertinnen und Experten in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz. Ausgewählte Projek-te aus dem Akademienprogramm präsentieren zudem ihre Forschungen zu Europa. Der Eintritt ist frei.

7-2019 | 05.03.2019

(Un)sichtbare Welten: Kommunizieren unsere Augen?

Über die Bedeutung des Sehens für unser Zusammenleben diskutieren am 14. März 2019, um 19 Uhr, Michael Bach, Brigitte Falkenburg und Moritz Wehrmann im Museum für Kommunikation Berlin. Der Themenabend ist die Abschlussveranstaltung der Reihe „Mit allen Sinnen: Wie wir zusammen leben“, die gemeinsam von Akademienunion und Schering Stiftung organisiert wird.

6-2019 | 28.02.2019

Wissenschaftsakademien zeigen Strategien zur nachhaltigen Nutzung von Bioenergie auf

Als vielfältigster Energieträger unter den Erneuerbaren kann Bioenergie einen Teil der Klimaschutzlücke schließen. Sie muss dafür jedoch nachhaltiger hergestellt und eingesetzt werden als bisher. Zu diesem Schluss kommt das Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) in einer am 28. Februar veröffentlichten Stellungnahme. Bioenergie sollte dazu stärker aus Rest- und Abfallstoffen produziert und vorwiegend zur Kraftstoffproduktion sowie zur Wärmeerzeugung in der Industrie verwendet werden. Parallel sollten neue Klimaschutzoptionen wie CO2-Entnahmetechnologien mit Bioenergie erforscht werden.

5-2019 | 11.02.2019

Berührungswelten: Wie fühlt unsere Gesellschaft?

Über den Einfluss des Tastsinns auf unsere Gesellschaft diskutieren Elisabeth André, Gabriele Brandstetter, Reiner Delgado und Martin Grunwald am 19. Februar um 19 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Die Veranstaltung findet in der Reihe „Mit allen Sinnen: Wie wir zusammen leben“ von Akademienunion und Schering Stiftung statt.

4-2019 | 23.01.2019

Podiumsdiskussion: Wissen in Bewegung

Wie handeln Gesellschaften aus, was "nützliches" Wissen ist? Wie entwickeln sich Denktraditionen unter dem Einfluss von neu hinzugekommenem Wissen? Das Podium der Veranstaltungsreihe "Geisteswissenschaft im Dialog" diskutiert am 5. Februar 2019 um 18:00 Uhr im Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, wie der Transfer von Wissen Gesellschaften verändern kann.

3-2019 | 16.01.2019

Akademienunion beim Salon Sophie Charlotte

Römische Meilensteine, Maß und Maßlosigkeit in mittelalterlichen Klöstern oder die Vermessung der Sternenkonstellation im Mittelalter: Drei Projekte des Akademienprogramms laden Sie herzlich ein, die Bedeutung von „Maß und messen“ aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken. Das Science Meetup findet im Rahmen des Salon Sophie Charlotte der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am 19. Januar 2019 statt.

2-2019 | 14.01.2019

Akademienprogramm 2019 - 68,7 Millionen Euro für die geistes- und sozialwissenschaftliche Spitzenforschung

Das gemeinsame Forschungsprogramm der deutschen Wissenschaftsakademien umfasst in diesem Jahr 140 Projekte an rund 200 Arbeitsstellen. Das von Bund und Ländern geförderte und von der Akademienunion koordinierte Akademienprogramm wurde erneut um 3 % gesteigert. Das Akademienprogramm ist das größte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm in Deutschland und dient der Erschließung, Sicherung und Vergegenwärtigung unseres kulturellen Erbes.

1-2019 | 11.01.2019

Einrichtung und Auftaktveranstaltung des Zentrums für digitale Lexikographie der deutschen Sprache (ZDL)

Berlin, 11. Januar 2019.  Zum 1. Januar 2019 hat das Zentrum für digitale Lexikographie der deutschen Sprache (ZDL) seine Arbeit aufgenommen. Ziel des auf lange Sicht angelegten lexikographischen Großprojektes ist es, ein digitales Informationssystem zu entwickeln und zu betreiben, das den deutschen Wortschatz und seine fortwährenden Veränderungen umfassend und verlässlich beschreibt. Das ZDL wird der Öffentlichkeit nutzergerecht und kostenlos über eine Webplattform zur Verfügung gestellt werden und als zentrale Instanz der allgemeinsprachlichen Internetlexikographie künftig Maßstäbe setzen. Am 29. Januar 2019 wird das ZDL mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften eröffnet.


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