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Nachrichten

Zehn neue Vorhaben im Akademienprogramm 2026

20.01.2026



Zur Pressemitteilung

Von antiken Krokodil- und Menschenmumien, alevitischen Lebenswelten in Anatolien und arabischen Überlieferungen des Alten Testaments über archäologische Untersuchungen Westgermaniens, das Werk des Philosophen Rudolf Carnap, die christliche Bewegung des Sozinianismus, Quellen zum Vatikan und der Verfolgung der Juden in Europa und die Erarbeitung einer Mittelniederdeutschen Grammatik bis hin zur digitalen Bereitstellung von Grundwortschätzen für bis zu 1.500 Sprachen und einer Edition wissenschaftlicher Software: Mit dieser thematischen Vielfalt bereichern zehn neue Projekte seit diesem Jahr das gemeinsame Forschungsprogramm der deutschen Wissenschaftsakademien. Eine vollständige Übersicht aller Neuvorhaben finden Sie hier.

2026 umfasst das auf die Erschließung, Sicherung und Erforschung des weltweiten kulturellen Erbes ausgelegte Akademienprogramm damit 130 Vorhaben und hat ein Finanzvolumen von mehr als 82 Millionen Euro.
 
 

„Ich bin schon jetzt neugierig auf die Ergebnisse aus diesen neu beginnenden Projekten.“
Prof. Christoph Markschies, 
Präsident der Akademienunion

„Ich bin schon jetzt neugierig auf die Ergebnisse aus diesen neu beginnenden Projekten“, so Professor Christoph Markschies, Präsident der Akademienunion. „Wenn ich als Historiker und Theologe einmal ganz unverfroren für meine eigenen Fächer Partei ergreifen darf, freut mich doch besonders, wie stark Religion in den neuen Vorhaben Thema ist. Das ist ganz sachgemäß, weil man natürlich auch die allermeisten Gesellschaften unserer Tage nicht ohne Kenntnis von Geschichte und Gegenwart versteht. ‚Vergangenheit verstehen. Zukunft gestalten‘ lautet das Motto der Akademienunion. Wer Religion in der Vergangenheit versteht, weiß, wie mit Religion in Zukunft so umzugehen ist, dass wir in einer menschenwürdigen Welt leben, die nicht zur Räuberhöhle verkommt.“


Das Akademienprogramm ist das derzeit größte Langzeitforschungsprogramm für die Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland und weltweit einzigartig. Seit 1979/80 wird es von Bund und Ländern gemeinsam gefördert und von der Akademienunion koordiniert. Träger des Programms und zuständig für die Bearbeitung der Projekte sind die acht Mitgliedsakademien der Akademienunion und die Leopoldina. Das Akademienprogramm wird jährlich neu ausgeschrieben – noch bis zum 31. Januar können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für das Akademienprogramm 2028 bewerben: Ausschreibung für das Akademienprogramm 2028.


© von links nach rechts im Uhrzeigersinn: Jana Haack; Center for the Tebtunis Papyri;  UC Berkeley Library; Akademie der Wissenschaften in Hamburg;  Lizenzfrei (Rudolf Carnap); Markus Dreßler; gallica.bnf.fr / BnF. Bild in der Public Domain; Gerhard Jäger; Theatrum Cometicum (Lizenzfrei)


Kontakt

Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


030 / 325 98 73 70
annette.schaefgen@akademienunion.de