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Nachrichten

Solidarität mit der ukrainischen Wissenschaft

14.08.2026

 

NASU Statement

Gdańsk Declaration on Science, Research and Innovation in Ukraine 

Der Krieg gegen die Ukraine trifft auch die wissenschaftliche Infrastruktur des Landes schwer. Besonders deutlich zeigt sich dies am O.-W.-Palladin-Institut für Biochemie der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine in Kiew.

Bei dem jüngsten Angriff wurden drei der vier Gebäude des Instituts beschädigt. Ein erheblicher Teil der Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichen Ausrüstung wurde zerstört. Das Palladin-Institut ist eine wichtige biomedizinische Forschungseinrichtung. Seine Arbeit umfasst unter anderem Forschung, die für die Behandlung schwerer Blutungen bei Soldatinnen und Soldaten sowie bei Zivilpersonen relevant ist. Trotz der Bedingungen des Krieges haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschung fortgeführt.

Auch die wissenschaftliche Gemeinschaft in Deutschland und Europa ist mit dem Institut eng verbunden. Das Palladin-Institut wurde durch den European Fund for Displaced Scientists (EFDS) unterstützt. Jetzt braucht das Institut erneut unsere Unterstützung. Dringend benötigt werden Hilfe bei der Reparatur beschädigter Dächer und Fenster, um Labore, Reagenzien und Forschungsproben zu schützen, sowie die Ersetzung zerstörter Forschungsausrüstung.

Wir schließen uns daher dem Aufruf an die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft an und bitten Akademien, Forschungseinrichtungen, Universitäten, wissenschaftliche Netzwerke und weitere Partner zu prüfen, wie sie zum Wiederaufbau des Palladin-Instituts beitragen können – durch Sachspenden, finanzielle Unterstützung, institutionelle Partnerschaften oder indem sie diesen Aufruf weiterverbreiten. 

Die Zerstörung wissenschaftlicher Infrastruktur ist nicht nur ein Verlust für die Ukraine. Sie ist ein Verlust für die europäische und internationale Wissenschaft. Unsere Solidarität muss auch dann bestehen, wenn Forschungseinrichtungen zerstört werden. Jetzt ist konkrete Unterstützung gefragt.


Kontakt

Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


030 / 325 98 73 70
annette.schaefgen@akademienunion.de