
Die GiD-Veranstaltung nimmt das 250-jährige Bestehen der USA in den Fokus.
02.07.2026
Wie aktuell sind die Ideale der US-amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776? Welche Widersprüche prägten die Gründung der Vereinigten Staaten – und wie wirken sie bis heute nach? Welche Herausforderungen stellen die aktuellen politischen Entwicklungen für die US-amerikanische Demokratie dar? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Veranstaltung „1776 – 2026: Ursprung, Anspruch und Wirklichkeit in den USA” der Reihe „Geisteswissenschaft im Dialog” am 23. Juni 2026 in Berlin.
Erstmals wurde im Rahmen von „Geisteswissenschaft im Dialog“ eine Doppelveranstaltung durchgeführt: Zum Thema der US-amerikanischen Unabhängigkeit fanden eine Schulveranstaltung im Format „GiD geht zur Schule“ und eine öffentliche Podiumsdiskussion am Abend im Akademiegebäude am Gendarmenmarkt statt.
GiD geht zur Schule
Bereits am Vormittag waren die Historikerin Prof. Dr. Christina Morina (Universität Bielefeld) und der Historiker Prof. Dr. Philipp Gassert (Universität Mannheim) zu Gast an einem Gymnasium in Berlin-Lichtenberg. Hier sprachen sie mit Schülerinnen und Schüler der Oberstufe über die demokratischen Gründungsideale der USA und gaben historische Einordnungen. Besonders interessiert waren die Schülerinnen und Schüler an aktuellen Entwicklungen und Bezügen zu Europa und Deutschland. Moderiert von Kira Brück entstand ein lebhafter Austausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und den Jugendlichen.
1776 – 2026: Ursprung, Anspruch und Wirklichkeit in den USA
Am Abend wurde das Thema öffentlich in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aufgegriffen: Das Podium aus Prof. Dr. Christina Morina und Prof. Dr. Philipp Gassert wurde ergänzt durch Prof. Dr. Ute Frevert (Präsidentin der Max Weber Stiftung, Mitglied der BBAW) und Prof. Dr. Ulrike von Hirschhausen (DHI Washington), die live aus Washington, D.C., zugeschaltet war.
Im Gespräch mit Kira Brück diskutierten die Expertinnen und Experten neben der historischen Bedeutung von 1776 auch die Ambivalenz der amerikanischen Unabhängigkeit zwischen Freiheitsversprechen und Ausgrenzung, das Spannungsfeld von Antikolonialismus und Imperialismus sowie aktuelle Herausforderungen für Demokratie und Rechtsstaat in den USA. Viel diskutiert wurde auch, welche Lehren Europa und Deutschland daraus für den Schutz demokratischer Institutionen, den transatlantischen Austausch und die Stärkung sozialer sowie demokratischer Strukturen ziehen können. Die anregende Fragen und Beiträge aus dem Publikum bereicherten die Diskussion.
Geisteswissenschaft im Dialog ist eine gemeinsame Veranstaltung der Akademienunion mit der Max Weber Stiftung in Kooperation mit der BBAW, die zeigt, warum historische und kulturelle Perspektiven gerade heute unverzichtbar sind. „GiD geht zur Schule” (GiD) ist eine Veranstaltungsreihe, die gezielt Schüler:innen mit Wissenschaftler:innen in den Austausch bringt, um Wissenschaft so zu betreiben, dass sie in der Gesellschaft ankommt.
Interviews mit Prof. Dr. Philipp Gassert und Prof. Dr. Christina Morina
Mitschnitt der Veranstaltung
Einblicke in die Veranstaltung
Aktuelle Nachrichten
Kontakt
Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
030 / 325 98 73 70
annette.schaefgen@akademienunion.de




