
Frohe Feiertage
19.12.2025
Das Team der Akademienunion wünscht Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen schönen Jahresausklang.
Wir bedanken uns für Ihr Interesse, Ihre Beiträge und den wertvollen persönlichen wie digitalen Austausch zu den Themen der Akademienunion. Auch im neuen Jahr freuen wir uns darauf, den Dialog mit Ihnen fortzusetzen und spannende Einblicke aus der Welt der Akademien zu teilen.
Unsere Geschäfts- und Pressestelle ist über die Feiertage nur eingeschränkt erreichbar. Ab dem 05. Januar 2026 sind wir wieder da.
Falls Sie während der Feiertage einen Spaziergang machen, entdecken Sie vielleicht die eine oder andere Inschrift. Denn Inschriften begegnen uns überall im täglichen Leben: als Stiftungs- oder Bauinschriften, in Glasfenstern, als Beischriften zu Gemälden oder auf Grabmälern. Sie geben Einblicke in die Alltagskultur der Menschen im Mittelalter und der Frühen Neuzeit und ergänzen die Überlieferung aus Urkunden und Chroniken.
Die lateinischen und deutschen Inschriften, die vom frühen Mittelalter bis 1650 im deutschsprachigen Raum entstanden sind, werden in einem gemeinsamen Forschungsprojekt von sechs deutschen Wissenschaftsakademien sowie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gesammelt, erschlossen und – auch digital – publiziert. Die Forschungsstellen edieren die auf diversen Materialien angebrachten Inschriften und kommentieren die oft nur schwer zu entziffernden Texte. Angesichts der Bedrohung dieses einzigartigen Quellenbestandes durch Umwelteinflüsse gewinnt die systematische Erfassung zunehmend an Bedeutung.
Das Projekt „Die deutschen Inschriften des Mittelalters und der frühen Neuzeit“ ist Teil des von Bund und Ländern geförderten Akademienprogramms. Dieses dient der Erschließung, Sicherung und Erforschung des kulturellen Erbes weltweit und wird von der Akademienunion koordiniert.
Bei der Abbildung handelt es sich um die Reste eines Bibelfensters. Es zeigt die Anbetung Christi durch die Könige. Umrahmt wird die Szene von einer Blattranke sowie Prophetenbüsten mit Schriftbändern: MAGI · OFFERU(N)T// AURUM / REGI // THUS DEO // MYRRAM / HOMINI. Übersetzt bedeutet dies: Die Magier bringen Gold dem König, Weihrauch Gott, Myrrhe dem Menschen dar.
Abb.: Xanten, St. Viktor, Hochchor, Glasgemälde mit Anbetung Christi, vor 1311
Kontakt
Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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