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Nachrichten

Akademienunion verurteilt Angriffe auf ukrainische Wissenschaftseinrichtungen

28.09.2026

Solidarität mit den ukrainischen Kolleginnen und Kollegen – Wissenschaft und wissenschaftliche Einrichtungen müssen geschützt werden

Zur Webseite der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine (NASU) 

Die Akademienunion verurteilt den Angriff auf Einrichtungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine (NASU) durch Russland. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gelten den ukrainischen Kolleginnen und Kollegen, die unter den Bedingungen des Krieges ihre wissenschaftliche Arbeit fortführen und sich für den Erhalt von Forschung, Wissen und kulturellem Erbe einsetzen.

Wissenschaftliche Einrichtungen sind Orte des Austauschs, der Erkenntnis und der internationalen Zusammenarbeit. Sie bewahren Wissen und kulturelles Erbe und schaffen die Grundlagen für gesellschaftlichen Fortschritt. Ihr Schutz muss daher auch in Zeiten bewaffneter Konflikte gewährleistet sein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Forschungsinfrastrukturen, Bibliotheken, Archive und Sammlungen dürfen kein Ziel kriegerischer Angriffe sein.

Angriffe auf wissenschaftliche Einrichtungen treffen nicht allein die unmittelbar betroffenen Menschen und Institutionen. Sie können Forschungsinfrastrukturen zerstören, wissenschaftliche Arbeit über Jahre beeinträchtigen und unwiederbringliches Wissen und kulturelles Erbe gefährden.

Die Akademienunion steht deshalb an der Seite der ukrainischen Wissenschaftsgemeinschaft. Wir bekunden unsere Solidarität mit unseren ukrainischen Kolleginnen und Kollegen und unterstützen ihre Bemühungen, wissenschaftliche Arbeit und wissenschaftliche Einrichtungen trotz der andauernden Kriegssituation zu bewahren.

Internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit lebt von Vertrauen, Offenheit und dem freien Austausch von Wissen. Gerade in Zeiten des Krieges kommt der internationalen Solidarität der Wissenschaftsgemeinschaft besondere Bedeutung zu.

Wissenschaft muss geschützt werden. Wissenschaftliche Einrichtungen müssen geschützt werden. Und die Menschen, die dort forschen, lehren, sammeln und Wissen bewahren, verdienen unsere Solidarität.

Solidarität mit der ukrainischen Wissenschaft – auch vor Ort

Prof. Dr. Christoph Markschies, Präsident der Akademienunion und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, ist derzeit in der Ukraine. Vor Ort trifft er ukrainische Partnerinnen und Partner aus Wissenschaft und Akademien, um sich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen und den direkten Austausch zu stärken.

Dieser Besuch ist ein Zeichen gelebter internationaler Solidarität.

Bereits in unserem gemeinsamen Statement haben wir die Angriffe auf Einrichtungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine (NASU) auf das Schärfste verurteilt. Heute wird diese Solidarität vor Ort konkret: im Gespräch mit unseren ukrainischen Kolleginnen und Kollegen, im gemeinsamen Blick auf die Herausforderungen, vor denen Wissenschaft und Gesellschaft in der Ukraine stehen, und in der Frage, wie wissenschaftliche Zusammenarbeit auch unter den Bedingungen des Krieges erhalten und gestärkt werden kann.

Wissenschaft verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Sie schafft Wissen, bewahrt kulturelles Erbe und trägt dazu bei, die Grundlagen für die Zukunft zu sichern. Gerade in Zeiten des Krieges zeigt sich, wie wichtig unabhängige Wissenschaft und internationale Zusammenarbeit sind.

Der Schutz der Zivilbevölkerung und der Schutz wissenschaftlicher Einrichtungen gehören dabei untrennbar zusammen. Forschungsinfrastrukturen, Bibliotheken, Archive und Sammlungen sind nicht nur Arbeitsorte – sie bewahren Wissen und kulturelles Erbe, das weit über die Gegenwart hinaus Bedeutung hat.

Wir stehen an der Seite unserer ukrainischen Kolleginnen und Kollegen.

Wissenschaft braucht Frieden. Wissenschaft braucht Schutz. Und Wissenschaft braucht internationale Solidarität.


Kontakt

Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


030 / 325 98 73 70
annette.schaefgen@akademienunion.de