Leibniztag 2025
Die scheinbar so preußische Akademie war in ihrem „französischen Jahrhundert“, dem achtzehnten Jahrhundert, stark von Franzosen, von französischen Diskursen und der französischen Sprache geprägt, sei es in polemischen Wissenschaftsdebatten oder bei höfischen Tafelrunden. Gerade auch die Natur- und Technikwissenschaften erlebten einen atemberaubenden Fortschritt. Erinnern an diese Zeiten ist freilich kein Selbstzweck: Vielmehr soll im Interesse der besseren Zukunftsfähigkeit unseres Wissenschaftssystems in schwierigen Zeiten auf Traditionen europäischer (Wissens-)Gemeinschaft geblickt werden, die helfen, sich heute in Europa und international noch besser aufzustellen.
Auf diese Zusammenhänge geht nicht nur der Festredner Cem Özdemir ein, für eine solche offene Orientierung des Wissenschaftssystems stehen auch die beiden neuen Ehrenmitglieder Detlev Ganten und Christiane Nüsslein-Volhard und der Träger der Leibniz-Medaille, Georg Schütte. Die Akademie verleiht erstmals einen von ihrem Förderverein, dem Collegium pro Academia, gestifteten Preis für besonders engagierte Mitarbeitende, den Gisela Lerch-Preis. Das Blechbläserensemble der Berliner Philharmoniker gestaltet das musikalische Rahmenprogramm.
--- PROGRAMM
Musikalische Eröffnung
Begrüßung und Grußworte
Christoph Markschies
Akademiepräsident
Kai Wegner
Regierender Bürgermeister von Berlin
François Delattre
Französischer Botschafter in Deutschland
Stephan Steinlein
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich und Monaco
Musikalisches Zwischenspiel I
Bericht des Akademiepräsidenten Kulturwandel in der Wissenschaft ist notwendig – oder: Was kann man aus 325 Jahren für die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wissenschaft heute lernen?
Christoph Markschies
Auszeichnungen der Akademie Musikalisches Zwischenspiel II
Festvortrag Wissen ohne Grenzen - wie Forschung Brücken baut Cem Özdemir
Bundesminister a. D. für Ernährung und Landwirtschaft sowie für Bildung und Forschung Musikalischer Ausklang
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