
Edieren durch die Jahrhunderte. Hieronymus und der Österreichische Bibelübersetzer
"Etwa 6,2 Milliarden Menschen haben [heute]" so der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS), "Zugang zum Alten und Neuen Testament in ihrer Muttersprache. Das Neue Testament ist jetzt in weiteren 1593 Sprachen übersetzt, zumindest einzelne biblische Schriften in 1212 Sprachen. Damit gibt es in 3524 Sprachen mindestens ein Buch der Bibel." Doch wo liegen die Anfänge der Bibelübersetzungen? Von Sophronius Eusebius Hieronymus (347-420) erfährt man Einiges über erfolgreiche Übersetzungsarbeit. Im Verlauf der Geschichte haben verschiedene Übersetzer nicht nur wörtlich Inhalte in andere Sprachen übertragen, sondern sich auch - mehr oder weniger gewinnbringend - selbst in die Texte eingebracht. Was macht eine gute Übersetzung aus? Wie viel darf man vom Original abändern oder an die Sprache der eigenen Zeit angleichen? Und was bedeutet das für Leser und Übersetzerinnen späterer Generationen? Edith Kapeller und Nadine Popst vom Projekt "Der Österreichische Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch" berichten über die wissenschaftliche Tätigkeit des Übersetzens und Edierens.
Wer spricht
Nadine Popst und Edith Kapeller sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in der Arbeitsstelle Augsburg des Forschungsprojekts "Der Österreichische Bibelübersetzer". Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.
Bild: Die schwierige Aufgabe des Bibelübersetzens - Bibelübersetzer Saint Jerome in his study, c. 1530, Pieter Coecke van Aelst and Workshop, Walters Art Museum, gemeinfrei.
Zum Projekt "Österreichischer Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch"
Das Interakademische Langzeitprojekt „Der Österreichische Bibelübersetzer” der Akademienunion widmet sich der kritischen editorischen Erschließung und Kommentierung der Schriften des Anonymus. Die Trägerschaft der an der Universität Augsburg untergebrachten mehrköpfigen Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Freimut Löser obliegt der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW). Die Arbeitsstelle in Augsburg steht in enger Kooperation mit einer weiteren Arbeitsgruppe an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) in Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Schubert (Universität Duisburg-Essen) und der stellvertretenden Leitung von Prof. Dr. Jens Haustein (Universität Jena).
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