
Quantenchaos | Ringvorlesung - 100 Jahre Quantenmechanik
Prof. Dr. Anke Pohl (Universität Bremen) spricht im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung der Universität Göttingen "100 Jahre Quantenmechanik: Göttingens Beitrag zu einer wissenschaftlichen Revolution". Der Vortrag fand am Dienstag, 15. Juli 2025, in der Aula am Wilhelmsplatz statt.
Quantentechnologie ist aus der heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Sie findet zahlreiche Anwendungen, die von der Supermarktkasse und dem Smartphone über die Kernspintomographie bis hin zum Quantencomputing reicht. Die zugrunde liegende Quanten-Theorie hat unser Verständnis der Natur auf allen Skalen – von den kleinsten Teilchen bis zum gesamten Universum – tiefgreifend verändert. Das Jahr 1925 markiert die Geburtsstunde dieser Theorie.
In diesem Jahr verfasste Werner Heisenberg, damals Assistent von Max Born am neugegründeten Institut für Theoretische Physik der Universität Göttingen, seine bahnbrechende Arbeit „Über quantentheoretische Umdeutung kinematischer und mechanischer Beziehungen“. Überraschende Einsichten unter anderem von Max Planck, Albert Einstein und Niels Bohr hatten diese Umdeutung der klassischen Mechanik notwendig gemacht, die in den folgenden Jahren in internationaler Zusammenarbeit zu einer konsistenten Theorie ausgearbeitet wurde. Anlässlich dieses 100-jährigen Jubiläums hat die UNESCO das Jahr 2025 als „International Year of Quantum Science and Technology“ ausgerufen.
Die öffentliche Ringvorlesung wird gemeinsam mit der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen organisiert und vom Universitätsbund Göttingen e.V. unterstützt. Sie widmet sich den entscheidenden Entwicklungen der Quantenmechanik und beleuchtet ihre weitreichenden Auswirkungen – sowohl auf die Naturwissenschaften und die Mathematik als auch auf die Gesellschaft. Welche Rolle spielte Göttingen in dieser wissenschaftlichen Revolution? Wie prägen die Erkenntnisse von damals noch heute unsere Forschung? Und welche neuen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte lassen sich auf die Prinzipien der Quantenmechanik zurückführen?
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