Politische Unionen in der europäischen Geschichte (10.–18. Jahrhundert) und ihre späteren Erinnerungsperspektiven (19.–21. Jahrhundert)
07.09.2026 – 09.09.2026
7. September 2026 um 13:00
9. September 2026 um 17:45
Haus der Europäischen Geschichte, Rue Belliard / Belliardstraat 135, 1000 Brüssel, Belgien
Der 330. Jahrestag der Bildung einer litauisch-polnisch-sächsischen politischen Union (1697–1763) bietet den Anlass für die internationale Tagung über europäische dynastische, personale und reale Unionen in vergleichender Sicht. Die Untersuchung politischer Unionen im gesamteuropäischen Vergleich wird mit der geplanten Tagung (und der anschließenden Publikation der Ergebnisse) erstmals unternommen.
Realisierte politische Unionen in Europa existierten kurz-, mittel- oder längerfristig. In der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen europäischen Geschichte spielten sie für die Konfiguration von Herrschaftsbereichen bzw. Staaten eine erhebliche Rolle. Im Rahmen der Tagung sollen ausgewählte Fallbeispiele in Mittel-, Nord-, Ost-, Süd- und Westeuropa analysiert werden. Um Vergleiche zwischen ihnen in den Diskussionen leichter zu ermöglichen, sollen sie auf der Grundlage von vier chronologisch-inhaltlichen Schwerpunkten nach ausgewählten Leitfragen untersucht werden. Ausgehend von den Fallbeispielen sollen u.a. Fragen nach den Entstehungsbedingungen von Unionen, ihren Befürwortern und Gegnern, nach ihren inneren Organisationen und deren Wandlungen sowie nach ihren äußeren Beziehungen während einer kurz-, mittel- oder längerfristigen Existenz diskutiert werden. Zudem soll nach den Gründen für Auflösungen und Neukonfigurationen von Unionen und der Austritte von Mitgliedern in vergleichender europäischer Perspektive gefragt werden. Die Untersuchungen mittel- und längerfristig existierender Unionen werden auf der Tagung dominieren, gleichwohl sollen auch kurzfristige Unionen in den Blick genommen werden. Überdies sollen die unterschiedlichen Beurteilungen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Unionen aus der Retrospektive der neuesten Zeit bis zur Gegenwart einen Schwerpunkt der Vorträge und Diskussionen bilden.
Die Internationale Tagung in Brüssel ist eine Kooperation Der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig mit der Polnischen Akademie der Wissenschaften im Haus der Europäischen Geschichte (Konferenzsprachen: Englisch, Deutsch, Spanisch)
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