Leben im ländlichen Raum. Der Hunsrück im 15. und 16. Jahrhundert zwischen Kontinuität und Umbruch
Tagung in Simmern
24.09.2025 – 26.09.2025
24.09.25, 12:00 Uhr
26.09.25, 13:30 Uhr
Hunsrück-Museum
Schlossplatz
55469 Simmern/Hsr.
Leben auf dem Land – darüber wird wieder viel diskutiert, und es ist mit einigen Vorurteilen behaftet. Dass der ländliche Raum dabei heute vor allem als Gegenentwurf zum vermeintlich ›normalen‹ urbanen Leben gefasst wird, ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, denn immerhin lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland in ländlichen Räumen.
Doch diese Räume sind nicht einfach als Gegenteil von Stadt zu verstehen, sondern sie lassen sich anhand mehrerer Indikatoren (u.a. Siedlungsdichte, Anteil an land- und forstwirtschaftlichen Flächen, Erreichbarkeit großer Zentren) als ländlich klassifizieren. Einer jener Räume ist bis heute der Hunsrück.
Um sich den Besonderheiten dieser Mittelgebirgsregion zu nähern, scheint der Blick auf die Umbruchszeit um 1500 besonders ergiebig. Ausgehend von den Menschen und ihren Institutionen sollen Alltag, Herrschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur mit ihren Bedingungen, Strukturen, Entwicklungen und Praktiken im Hunsrück im 15. und 16. Jahrhundert untersucht werden, in einer kleinteilig strukturierten Region während einer besonders dynamischen Zeit. Es geht um die Fragen, wie die Menschen ihr Leben gestalteten – zwischen Herrschaft und Gemeinschaft, mit den klimatischen, landschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen und Ressourcen. Welche Herausforderungen stellten sich ihnen und wie begegneten sie diesen? Wie machten sich allgemeine Entwicklungen hier bemerkbar bzw. wie wurden sie mitgestaltet und weitergetragen?
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Konzeption & Organisation
Dr. Raoul Hippchen (Akademiezentrum für Mittelalter und Frühe Neuzeit, Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz)
Dr. Heidrun Ochs (Institut für Geschichtliche Landeskunde Rheinland-Pfalz e.V.)
in Kooperation mit dem Hunsrück-Museum Simmern
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