Steinerne Zeugen digital. Deutsch-jüdische Sepulkralkultur zwischen Mittelalter und Moderne - Raum, Form, Inschrift
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In Deutschland haben sich mehr als 2.000 jüdische Friedhöfe vom 11. Jahrhundert an erhalten. Kein anderes europäisches Land besitzt – trotz großer Verluste – eine vergleichbar alte, reiche und vielschichtige Überlieferung. Diese Friedhöfe zählen zu den ältesten Zeugnissen der Sepulkralkultur in Deutschland. Ihre Erhaltung, Dokumentation, Erschließung und Vermittlung ist eine Aufgabe von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Dennoch haben sie bislang nicht die Aufmerksamkeit gefunden, die ihnen als religiös-kulturellen Orten der Erinnerung, als Ausdruck individueller und korporativer jüdischer Identität sowie als historischen, literarischen und materiellen Quellen zukommt.
Im ersten Schritt des photogrammetrischen Prozesses werden die Bildpixel berechnet und zu einer feinen Punktwolke zusammengefügt. Diese dient im weiteren Verlauf als Grundlage für das spätere Mesh.Steinerne Zeugen digital. Deutsch-jüdische Sepulkralkultur zwischen Mittelalter und Moderne - Raum, Form, Inschrift
Betreuende Akademie
Bayerische Akademie der Wissenschaften
Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste
Arbeitsstelle und Sitzland
Essen, Nordrhein-Westfalen; Bamberg, Bayern
Typ
Editionen: Kunstgeschichte und Archäologie
Vorhabennummer
II.E.20-1/-2
Hier setzt das Projekt an. Es hat sich zum Ziel gesetzt, die Inschriften einer repräsentativen Auswahl jüdischer Friedhöfe aus dem deutschsprachigen Raum seit dem 16. Jahrhundert zu edieren und zugleich die Grabmale in ihrer Materialität und ihrer topographischen Anordnung zu erfassen, um so ein durchgängig digitales Text- und Bildkorpus zu erstellen und dauerhaft zu sichern. Damit können die Grabinschriften ebenso wie die Grabmalgestaltung und die räumlichen Zusammenhänge auf den Friedhöfen erstmals systematisch diachron wie synchron analysiert und für weitere wissenschaftliche Fragestellungen erschlossen werden.
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