Mittelniederdeutsche Grammatik
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Die mittelniederdeutsche Textkultur hat zentralen Anteil am kulturellen Erbe Nordeuropas. Mittelniederdeutsch war vom 13. bis ins 17. Jahrhundert hinein im norddeutschen Sprachraum verbreitet. Darüber hinaus diente es als Handelssprache im Ostseeraum und in den Niederlassungen der Hanse. Mittelniederdeutsche Texte bilden somit das sprachliche Fundament der vielfältigen hansestädtischen Kultur. Solide Kenntnisse des Mittelniederdeutschen helfen grundlegend dabei, nordeuropäische Stadtgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Religionsgeschichte zu erforschen. Die geistesgeschichtliche und kulturelle Entwicklung spiegelt sich in der sprachlichen Variation und im Wandel des Mittelniederdeutschen wider.
Das Langzeitforschungsvorhaben „Mittelniederdeutsche Grammatik“ liefert vertieftes Wissen über die sprachlichen Strukturen des Mittelniederdeutschen.
Quellenmaterial für die Mittelniederdeutsche Grammatik: das Hamburgische Schiffsrecht von 1201, http://diglib.hab.de/mss/ed000059/start.htm?image=00265Mittelniederdeutsche Grammatik
Betreuende Akademie
Akademie der Wissenschaften in Hamburg
Arbeitsstelle und Sitzland
Hamburg, Hamburg
Typ
Deutschsprachige Wörterbücher; Historische Wörterbücher und Epochenwörterbücher; Wörterbücher zu fachlichen und regionalen Sondersprachen des deutschen Sprachraumes
Vorhabennummer
I.A.25
Die geplante Grammatik dient in erster Linie dazu, historische Texte zu erschließen. Sie wird mit der Entwicklung eines interaktiven Webinterfaces aktuelle Anforderungen moderner Grammatikschreibung umsetzen und einen wichtigen Beitrag zu sprachvergleichenden und typologischen Forschungen in Europa leisten. Eine umfassende wissenschaftliche Grammatik des Mittelniederdeutschen existiert bislang nicht. Das Projekt wird somit eine bedeutende Forschungslücke schließen.
Die Akademie der Wissenschaften in Hamburg führt das Langzeitvorhaben „Mittelniederdeutsche Grammatik“ in Kooperation mit der Universität Hamburg durch.
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