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Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands (DFD)


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An der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur wird in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt ein digitales Familiennamenwörterbuch erarbeitet, bei dem erstmals der komplette Grundbestand der derzeit in Deutschland vorkommenden Familiennamen (auch der fremdsprachigen) lexikographisch erfasst, kartiert und, u.a. mithilfe des Kartenbefunds, etymologisiert wird. 


Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands

Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands (DFD)

Betreuende Akademie
Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Arbeitsstelle und Sitzland
Mainz, Rheinland-Pfalz; Darmstadt, Hessen

Typ
Deutschsprachige Wörterbücher; Historische Wörterbücher und Epochenwörterbücher; Wörterbücher zu fachlichen und regionalen Sondersprachen des deutschen Sprachraumes
Editionen: Inschriften - Namenforschung

Vorhabennummer
II.F.15-1-2


Bisherige Familiennamenlexika erfassen nur einen Bruchteil der bestehenden Namen (weniger als 10%), sind in ihrer Deutung oft widersprüchlich und mehrheitlich veraltet. Aufgrund des für das Projekt entwickelten Kartierungsprogramms werden erstmals die genauen Namenverbreitungen in Deutschland sichtbar. Hieraus ergeben sich zahlreiche neue Erkenntnisse für die Namenetymologie. Erfasst werden soll zunächst jeder Familienname mit mindestens 10 Telefonanschlüssen einschließlich seiner Varianten.

Das Projekt dient sowohl der interessierten Öffentlichkeit als auch wissenschaftlichen Belangen, indem der gegenwärtige Familiennamenbestand nach formalen sowie inhaltlich-thematischen Kriterien erstmals systematisiert wird (einfache vs. komplexe Namen, grammatische Besonderheiten, sprachliche Herkunft, ursprüngliches Benennungsmotiv, Zuordnung zu Themengruppen wie Kleidung, Haartracht etc.). Weltweit ist dies das erste Forschungsprojekt, das den aktuellen Familiennamenbestand eines Landes umfassend erschließt und sämtlichen Nutzern digital leicht zugänglich zur Verfügung stellt. Unter der Leitung der Sprachwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Damaris Nübling (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) und Dr. Nina Janich (TU Darmstadt) sollen in dem auf 24 Jahre angelegten Langzeitprojekt insgesamt rund 200.000 Nameneinträge zugänglich gemacht werden.Projektbeginn war 2012, seit 2015 werden Namenartikel online gestellt.

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