Strategiekreis
Die strategische Weiterentwicklung der Akademienunion ist zunächst einmal Aufgabe des Präsidiums der Akademienunion und des Vorstandes. Präsidium wie Vorstand kommen jeweils mindestens einmal im Monat zusammen und nutzen diese Treffen auch dafür, um strategische Themen zu beraten und Ergebnisse solcher Beratungen umzusetzen. Strategiearbeit wird dabei nicht als punktuelle Ad-hoc-Aufgabe, sondern als zentraler, fortlaufender Bestandteil der gemeinsamen Arbeit der Akademien im Rahmen der Akademeinunion verstanden.
Strategiearbeit als dauernde Aufgabe
Bei dieser Arbeit wird die Akademienunion auch durch einen Strategiekreis beraten, mit dem Perspektiven und Expertise von außerhalb direkt in den Strategieprozess der Akademienunion integriert werden. Je nach Fragestellung werden dabei unterschiedliche fachliche und institutionelle Perspektiven einbezogen. Auf diese Weise sind interne Erfahrung und institutionelle Verantwortung mit externem Blick und zusätzlicher fachlicher Expertise verbunden.
Von der Strategiekommission zum Strategiekreis
Der heutige Strategiekreis löst eine Strategiekommission ab, die von 2020 bis 2023 als zeitlich befristetes Gremium mit klarem Arbeitsauftrag tätig war. Ihre Einrichtung sollte einen kompakten Prozess der strategischen Weiterentwicklung der Akademienunion begleiten und führte erstmals Perspektiven und Kompetenzen innerhalb und außerhalb der Akademien systematisch zusammen.
Unter dem Vorsitz von Antonio Loprieno (Basel), dem damaligen Präsidenten von ALLEA, dem Zusammenschluss der europäischen Akademien der Wissenschaften, arbeiteten in der Strategiekommission Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Kontexten zusammen. Vertreten war vor allem Expertise aus den Bereichen außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Digital Humanities, Forschungsdateninfrastrukturen, internationale Vernetzung von Wissenschaftsinstitutionen, Junge Akademien, Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftspolitik.
Leitbild der Akademienunion (PDF)
Ein sichtbares Zeichen der Arbeit dieser Strategiekommission war die Vorlage eines Eckpunktepapiers „Strategie 2030“ durch die Akademienunion im Jahr 2022, das gemeinsam mit der Kommission beraten wurde. Der damit angestoßene Prozess mündete 2023 in das Papier „Perspektiven 2030“, das eine langfristige Orientierung für die Entwicklung der Akademienunion formulierte und durch konkrete Meilensteine der Entwicklung wie einen 2024 eingeführten neuen Auftritt mit vielen neuen Kommunikationsformaten wie dem Podcast „Enzyklopädie der ganz großen Worte“ ergänzt wurde. Der Strategieprozess wurde in einem Leitbild gebündelt.
Die Strategiekommission gab darüber hinaus Impulse für die Weiterentwicklung der Governance der Akademienunion, die Stärkung gemeinsamer Aktivitäten auf dem Feld der Digital Humanities und die Vernetzung in der internationalen Welt der Akademien. Zugleich wurde im Rahmen des Prozesses auch die Zusammenarbeit der Landesakademien noch weiter intensiviert.
Mit dem Abschluss der Arbeit der Strategiekommission wurde die strategische Beratung strukturell weiterentwickelt. An die Stelle des zeitlich befristeten Gremiums trat ein Strategiekreis. Damit wurde das Grundprinzip der Strategiekommission – die Einbindung zusätzlicher Expertise und unterschiedlicher Perspektiven in die strategische Arbeit der Akademienunion – in eine neue Form überführt.
Strategische Weiterentwicklung findet sowohl im kontinuierlichen Austausch des Präsidiums als auch im Dialog mit dem extern besetzten Strategiekreis statt. Damit ist Strategiearbeit heute dauerhaft in der Governance der Akademienunion verankert und verbindet die gemeinsame Verantwortung der Akademien mit unabhängigen externen Perspektiven.
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