Zum Hauptinhalt springen

27.09.2025

 

10:00 – 16:00 Uhr

Neue Aula der Universität Heidelberg, Universitätsplatz

 

Zum Programm 

Zur Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Einander verstehen – Gemeinsam in die Zukunft

Der Akademientag ist die Gemeinschaftsveranstaltung der Akademienunion und ihrer acht Mitgliedsakademien. Dieses Jahr fand er in Heidelberg im Rahmen des „Heidelberger Herbsts“ in der Neuen Universität statt und wurde gemeinsam von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften organisiert. Das Programm wurde auch von den Jungen Akademien mitgestaltet.

Unter dem Leitthema „Einander verstehen – Gemeinsam in die Zukunft“ lud der Akademietag dazu ein, in einen lebendigen Dialog mit der Wissenschaft, den Forschungsprojekten und Kunstschaffenden zu treten. Im Zentrum der vier Diskussionspanels standen drängende Fragen unserer Zeit: Wie stärken wir Europa als gemeinsamen Wissenschaftsraum – jenseits von Bürokratie und nationalen Grenzen? Wie steht es um die Wissenschaftsfreiheit und was ist nötig, um sie dauerhaft zu sichern? Wie kann ein echter Dialog zwischen den Generationen gelingen? Wie kommunizieren wir Forschung verständlich, glaubwürdig und wirkungsvoll – auch in Krisenzeiten?

Zwischen den Panels sorgten musikalische und künstlerische Beiträge, etwa eine Tanzchoreographie oder ein Piano Poetry Slam, für kreative Impulse. Begleitend luden einzelne Projekte dazu ein, Akademieforschung unmittelbar zu erleben – z. B. dem Klang alter Sprachen zu lauschen, mit der Virtual Reality Brille buddhistische Höhlenmalereien zu bestaunen oder die Dialektvielfalt der deutschen Sprache zu entdecken.

Am Vorabend, dem 26. September, fand ab 18 Uhr die öffentliche Heidelberger Akademievorlesung in der Alten Aula statt. Es sprach Prof. Dr. Christian Drosten (Berlin) über das Thema „Gentechnische Forschung an Krankheitserregern nach COVID-19“.

 


Programm

Am 26. September findet ab 18 Uhr die öffentliche Heidelberger Akademievorlesung in der Alten Aula statt. 

Es sprach Prof. Dr. Christian Drosten (Berlin) über das Thema „Gentechnische Forschung an Krankheitserregern nach COVID-19“.

 

 

Samstag, 27. September:

10:00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung

  • Prof. Dr. Hans-Georg Kräusslich (Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften)
  • Prof. Dr. Christoph Markschies (Präsident der Akademienunion)
  • Dr. Hans J. Reiter (Ministerialdirektor und Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)

10:30 Uhr: Panel 1: Chancenraum Europa – Wissenschaft in Zeiten globaler Umbrüche

Wie kann Europa seine Rolle als starker, vernetzter Wissenschaftsraum weiter ausbauen? Im Zentrum der Diskussion standen Fragen zur Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit in Forschung und Innovation: Welche institutionellen, infrastrukturellen und politischen Rahmenbedingungen müssen verbessert werden, um eine engere Kooperation zu ermöglichen? Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischer Verschiebungen stellt sich zudem die Frage, ob Europa jetzt die Chance hat, als globaler Wissenschaftsmotor voranzugehen.

Es diskutierten:

  • Prof. Dr. Peter Strohschneider (Germanist, ehem. Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften)
  • Prof. Dr. Michael Platten (Neurologe, Botschafter des Europäischen Forschungsrats/ERC Ambassador)
  • Victoria Reichl (Direktorin Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen KoWI)

Moderation:

PD Dr. Markus J. Prutsch (Forschungsadministrator im Europäischen Parlament, Mitglied der Jungen Akademie I HAdW)

 

11:30 Uhr: Tanzende Pferde im arabischen Kulturraum

Video-Performance mit Dr. Clara Wenz (Junges Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) 

 

11:45 Uhr: Panel 2: Freie und unabhängige Wissenschaft – eine Randnotiz der Geschichte? organisiert durch die Jungen Akademien und Kollegs

Wissenschaftsfreiheit ist ein Grundrecht, das heutzutage in vielen Ländern der Welt zunehmend eingeschränkt wird, beziehungsweise nie verwirklicht war. In der Debatte wurde unter Einbeziehung des Publikums gemeinsam darüber diskutiert, was für einen Wert eine freie und unabhängige Wissenschaft für die Gesellschaft hat, wie sich die aktuelle Situation der Wissenschaft in Deutschland, Europa und international darstellt, wie eine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Ländern mit eingeschränkter Wissenschaftsfreiheit aussehen kann, und durch welche politischen und institutionellen Voraussetzungen Wissenschaftsfreiheit auch in Zukunft gesichert werden kann, so dass sie nicht zu einer Randnotiz der Geschichte wird.

Es diskutierten:

  • Dr. Kerstin Maria Pahl (Historikerin, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Mitglied der Jungen Akademie | Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und Leopoldina)
  • Prof. Dr. Barbara Mittler (Sinologin, Mitglied im Senat der DFG und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften)
  • Prof. Dr. Paul Kirchhof (Richter des Bundesverfassungsgerichts a.D., Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften)
  • PD Dr. Markus J. Prutsch (Forschungsadministrator im Europäischen Parlament, Mitglied der Jungen Akademie I HAdW)

Moderation: 

Prof. Dr. Lutz Gade (Chemiker, Vizepräsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften)

 

13:15 Uhr: Piano Poetry Slam mit Joshua Steib 

 

 

13:30 Uhr: Panel 3: Solidarität zwischen Generationen als gesellschaftliche Ressource und Herausforderung

Der Austausch zwischen den Generationen ist entscheidend für gesellschaftlichen Zusammenhalt – aber keineswegs selbstverständlich. Dieses Panel beleuchtete, wie Verständigung zwischen Jung und Alt in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gelingen kann. Gibt es tatsächlich unterschiedliche Interessen zwischen den Generationen, was den Sozialstaat angeht? Gibt es Generationenkonflikte oder eher Solidarität zwischen den Generationen? Wie groß ist die politische Unterstützung für die Interessen zukünftiger Generationen und welche (neuen) politischen Institutionen brauchen wir, um deren Interessen besser in den politischen Prozess einzubringen?

Es diskutierten:

  • Prof. Dr. Marius Busemeyer (Politikwissenschaftler, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften)
  • Darko Radosavljev (Tänzer und Choreograph, Mitglied des Jungen Kollegs der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste)
  • Joshua Steib (Student der Politikwissenschaft und Philosophie, 'Jugend debattiert'-Bundesfinalist und mehrfacher UN-Jugenddelegierter bei Klimakonferenzen)

Moderation:

Prof. Dr. Lisa Horstmann-Rehm (Kunsthistorikerin, Mitglied der WissKomm Academy an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur I Mainz)

 

14:30 Uhr: Auszüge aus “Salaš – a working tale” Tanzperformance von Darko Radosavljev

 

 

14:45 Uhr: Panel 4: Wissenschaft verstehen – Wissenschaft erklären

Wissenschaft ist eine tragende Säule unserer demokratischen Gesellschaft. Doch was macht Wissenschaft eigentlich aus, wie funktioniert sie – und wo stößt sie an ihre Grenzen? Angesichts wachsender Wissenschaftsskepsis, einer regelrechten Informationsflut und dem Wunsch nach schnellen Antworten stehen Forschende vor der besonderen Herausforderung, nicht nur Erkenntnisse zu gewinnen, sondern diese auch transparent und verständlich zu vermitteln. Das Panel diskutierte, was Wissenschaft tatsächlich leisten kann, wie Unsicherheiten und Grenzen erklärt werden können und weshalb ein offener, vertrauensvoller Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft wichtiger ist denn je. Der Fokus liegt auch auf neuen Formaten der Wissenschaftsvermittlung, die vor allem eine junge Generation erreichen und ansprechen.

Es diskutierten:

  • Prof. Dr. Stefan Pfister (Kinderonkologe, Gründungsmitglied des Vereins „Wissenschaft für Demokratie – Wir für Dich“, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften)
  • Joachim Müller-Jung (Wissenschaftsjournalist, Ressortleiter Natur und Wissenschaft, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
  • Kai Kupferschmidt (Wissenschaftsjournalist u. a. für „Die Zeit“, „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“, Korrespondent des Science Magazine)
  • Cedric Engels (YouTuber „Doktor Whatson”, Wissenschaftskommunikator)

Moderation:

Dr. Nikolas Liebster (Physiker, TV-Moderator und Wissenschaftskommunikator)

 

15:45 Uhr: Musikalischer Ausklang

Projekttische in den Foyers

Hier wurde Akademienforschung erlebbar gemacht!


Kooperationspartner

Universität Heidelberg | Heidelberg Marketing | Rhein-Neckar-Zeitung

 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Herbert von Bose und Uta Hüttig unter: HAdW@hadw-bw.de

 


Impressionen vom Akademientag 2025


Vergangene Akademientage

Akademientag
27.09.2025

Einander verstehen – Gemeinsam in die Zukunft

Heidelberg | Neue Aula der Univiersität Heidelberg | 10:00 Uhr

Der Akademientag fand 2025 in Heidelberg statt – die Gemeinschaftsveranstaltung der Akademienunion und ihrer acht Mitgliedsakademien. Unter dem Leitthema „Einander verstehen – Gemeinsam…

Weiterlesen
Akademientag
06.11.2024

In Städten gesund leben – in gesunden Städten leben

Berlin | Akademienunion | 12:00 Uhr

Der Akademientag findet in diesem Jahr am 6. November in Berlin statt und ist dem Thema „Gesunde Stadt“ gewidmet.

Weiterlesen
Akademientag
07.11.2023

Akademientag 2023 | Was ist gerecht? – Gerechtigkeitsvorstellungen im globalen Vergleich

Berlin | Akademienunion | 12:00 Uhr

Der Akademientag 2023 widmete sich am 7. November 2023 dem Thema „Was ist gerecht? – Gerechtigkeitsvorstellungen im globalen Vergleich“ und fand in Berlin statt.

Weiterlesen

Kontakt

Dr. Annette Schaefgen
Leiterin Berliner Büro
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


030 / 325 98 73 70
annette.schaefgen@akademienunion.de