Zum Hauptinhalt springen
Fotocollage mit verschiedenen lateinischen Inschriften
Zahl der Woche

Kalenderwoche 7 | 32.164

Mehr über das Projekt

Zum CIL-Podcast "Auf ein Akademisches Viertel"

32.164

… Archivalien des Corpus Inscriptionum Latinarum (CIL) sind aktuell in der Datenbank der Arbeitsstelle der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften verzeichnet.

Von Portugal bis zum Nahen Osten und von Britannien bis Nordafrika: das Akademienvorhaben CIL ist die umfassendste und bedeutendste systematische Sammlung und Edition lateinischer Inschriften der antiken Welt.

1853 wurde das Vorhaben vom Historiker und späteren Nobelpreisträger Theodor Mommsen mit dem Ziel begründet, die epigraphischen Zeugnisse nach Regionen gegliedert in Augenschein zu nehmen und standardisiert zu edieren. Das international agierende Netzwerk der CIL-Autoren ging planmäßig vor, notierte Beobachtungen, machte Zeichnungen und Abklatsche, später Fotos der Inschriften. Am Ende fügten sie alles auf sog. Scheden zusammen, jenen Blättern, die der Editionsvorbereitung dienten und auch die direkte Druckvorlage boten.

Heute warten geschätzt 300.000 Papier-Abklatsche, Fotos und Scheden, ferner zahlreiche Reisetagebücher von Mommsen und seinen Mitarbeitern darauf, entdeckt und für die Forschung nutzbar gemacht zu werden. Dazu kommen andere Archivalien wie Siegellack-Abformungen römischer Augenarztstempel, auf Gelatinefolien durchgezeichnete Schriften oder über 1.200 Druckklischees. Das Archiv des CIL ist eine interdisziplinäre Schatzkiste, deren Boden bisher noch nicht ansatzweise gesichtet wurde.

Kontakt

Sebastian Zwies
Leiter Koordinierung
Akademienprogramm

 

06131 / 218 528 17
sebastian.zwies@akademienunion.de