40 Jahre Akademienprogramm - Exzellenz in Geisteswissenschaften

40 Jahre Akademienprogramm feiern die acht deutschen Akademien der Wissenschaften und die Akademienunion. Hier finden Sie alle Aktivitäten rund um das Jubiläum im Überblick sowie Informationen zum größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramm in Deutschland und seiner Geschichte.

Buddhistische Steininschriften, Koranforschung, ein Wörterbuch der Maya-Sprache, Schriften bedeutender Philosophen wie Leibniz oder Jaspers oder der Nachlass des Soziologen Niklas Luhmann, das Deutsche Rechtswörterbuch, Beethovens Werke, Deutsche Inschriften oder Barocke Deckenmalerei – diese Themen eröffnen einen Einblick in die fachliche Breite und lebendige Vielfalt des weltweit einzigartigen Akademienprogramms. Bund und Länder fördern nun seit 40 Jahren mit dem Akademienprogramm exzellente geisteswissenschaftliche Grundlagenforschung.

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    Veranstaltungskalender zum Akademienprogramm

    0 flickr: Anka Albrecht, www.netalb.com
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  • 40 Jahre Akademienprogramm - Exzellenz in Geisteswissenschaften

    Interview mit Prof. Dr. Jens-Uwe Hartmann

    0
    "Akademie Aktuell“ 1/19 der BAdW (PDF)
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    Informationsflyer zum Akademienprogramm

    0 Akademienunion
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    Film zur Akademienunion und zum Akademienprogramm

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    Akademientag 2019 - Der Klang Europas

    0 Staatsbibliothek zu Berlin – PK, http://beethoven.staatsbibliothek-berlin.de/beethoven/de/sinfonien/9/4/4/11.html
    Weitere Informationen zum Akademientag

Die Forschungen, die im Akademienprogramm betrieben werden, reichen weit über Deutschland und Europa hinaus und erschließen Weltkulturerbe auf nahezu allen Kontinenten. Die Projekte der Akademien kooperieren mit über 60 Ländern weltweit. Mit den erarbeiteten Editionen, Wörterbüchern und Lexika schaffen die Akademien unverzichtbare Wissensspeicher für die Zukunft. Diese bilden die Grundlage für weitere geisteswissenschaftliche Forschungen weltweit. Der unerschöpfliche Reichtum des Wissens und der kulturellen Überlieferung wird in den Akademien mit modernsten Methoden erforscht, aufbereitet, gesichert und damit für künftige Generationen verfügbar gemacht. Die umfangreiche Digitalisierung und langfristige Sicherung der Daten der Spitzenforschung in den deutschen Wissenschaftsakademien spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Das Akademienprogramm ist das größte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und international einzigartig. Mit ihren langfristig angelegten Grundlagenforschungen leisten die Akademien einen unverzichtbaren Beitrag zur Dokumentation unseres kulturellen Gedächtnisses und zur Bildung nationaler wie transnationaler kultureller Identität. Seit 1979/80 wird das Akademienprogramm von Bund und Ländern gemeinsam finanziert, die Akademienunion koordiniert das Akademienprogramm.

Akademienprogramm - Zahlen und Fakten

Akademienprogramm - Zahlen und Fakten

  •  rund 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Projekten
  •  über 200 ehrenamtliche Projektleiter
  •  mehr als 1.000 Mitglieder der Akademien in ehrenamtlichen Projektkommissionen
  • über 350 Publikationen jährlich
  • ca. 15 Akademieprofessuren, rund 100 Stipendiatinnen und Stipendiaten und mehr als 60 Trainees
  •  Kooperation der Forschungsprojekte mit über 60 Ländern weltweit

Akademienprogramm 2019

Akademienprogramm 2019

  • Gesamtvolumen von 68,7 Millionen Euro
  • 140 mit 196 Arbeitsstellen
  • 21 Wörterbücher
  • 117 Editionen
  • zwei Projekte aus der sozial- und kulturwissenschaftlichen Grundlagenforschung

Langfristforschung hat in Deutschland eine weit zurückreichende Tradition. Ihre Wurzeln liegen am Beginn des 19. Jahrhunderts, als im Zuge der Gründung der historischen und philologischen Wissenschaften erste Forschungsunternehmungen initiiert wurden, deren Umfang und Dauer schon von Beginn an die Arbeitskraft und -zeit einer einzelnen Forscherpersönlichkeit überstiegen. Solche Projekte wurden vielfach außerhalb der auf die Lehre konzentrierten Universitäten in den forschungsorientierten Wissenschaftsakademien begonnen und bilden dort bis heute einen Schwerpunkt der Arbeit.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Langfristprojekte der Akademien vorwiegend mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. In den 1970er Jahren wurde jedoch deutlich, dass eine Förderung von Projekten mit einer solchen zeitlichen Dauer mit dem zentralen Auftrag der DFG kollidierte, wissenschaftliche Projekte in wettbewerbsorientierten Verfahren befristet zu fördern. Die Maßgabe der Forschungskontinuität und Entscheidungen über langfristige Mittelfestlegungen verlangten einen Förderrahmen eigener Art.

Bund und Länder verständigten sich daher 1979 auf die Einrichtung und paritätische Finanzierung des mittlerweile 40 Jahre lang bestehenden Akademienprogramms als Gemeinschaftsaufgabe. Träger der Forschungsprojekte sind die deutschen Akademien der Wissenschaften, koordiniert wurden sie vom Zusammenschluss der Akademien, damals „Konferenz“, der heutigen Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

Erfahren Sie hier mehr über die Geschichte des Akademienprogramms.


© Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2014