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Die Europäische Union wird sich in den kommenden Jahren großen
Herausforderungen stellen müssen. Das EU-Forschungsrahmenprogramm für die Zeit
2014-2020 soll dazu beitragen, diesen Herausforderungen zu begegnen und Europa auf
den Weg eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums führen. In
einem Positionspapier
bezieht die Akademienunion Stellung zur zukünftigen Forschungsförderung der
Europäischen Union.
Der zentrale Begriff des EU-Konzepts zur Forschungsförderung
lautet „Innovation“. Die Akademienunion rät dringend, die gesellschaftlichen
Dimensionen von Innovationsprozessen stärker zu berücksichtigen. Die geistes-
und sozialwissenschaftliche Forschung leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur
gesellschaftlichen Akzeptanz und nachhaltigen Implementierung von
Innovationsprozessen. Dies muss sich auch in adäquaten Förderstrukturen von
transnationalen Forschungsprojekten widerspiegeln, etwa durch ein unabhängiges
geistes- und sozialwissenschaftliches Forschungsprogramm zu gesellschaftlichen,
politischen und kulturellen Kohäsionsprozessen in Europa.
Eine den gesamten Innovationszyklus umfassende Förderungsstruktur
darf sich nicht ausschließlich an den Bedürfnissen des Marktes ausrichten.
Grundlagenforschung und breitgefächerte interdisziplinäre Forschungsansätze müssen
den Rahmen eines nachhaltigen Innovationskonzepts bilden. Um die Förderprogramme
für Forscher und Innovatoren in Zukunft attraktiver zu machen, müssen die Verfahren
bei der Antragstellung deutlich vereinfacht und die Programme kohärenter gestaltet
werden. Eine besondere Berücksichtigung sollte zudem die Digitalisierung von
Forschungsergebnissen erfahren, da diese die Grundlage für eine dauerhafte
Speicherung des Wissens, und damit eines bedeutenden Teils des kulturellen Erbes
Europas darstellen. Zum Positionspapier
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