2017

06.03.2017 | Symposium des Jungen Kollegs | Düsseldorf

Wahrnehmung von Risiken – ein interdisziplinärer Dialog

Der Begriff des Risikos ist allgegenwärtig: von den oft genannten „Risiken und Nebenwirkungen“ über die Atomkraft-Debatte bis hin zu risikobehafteten Entscheidungen der Weltpolitik. Vielleicht leben wir, so die Diagnose des im Jahre 2015 verstorbenen Soziologen Ulrich Beck, gar in einer „Risikogesellschaft“. Was aber bedeutet „Risiko“? Die Arbeitsgruppe „Risikowahrnehmung“ des Jungen Kollegs möchte mit dem Symposium verschiedene Perspektiven auf diese Thematik eröffnen und zum Diskutieren einladen.

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Zeit:  16:00 Uhr

Ort:  Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Palmenstraße 16, 40217 Düsseldorf

Kontakt:  0211- 61734 - 0 | awk@awk.nrw.de

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09.03.2016 | Vortragsreihe "Der vermessen(d)e Mensch" | Göttingen

Sportive Körper – Vermessene Ansprüche

Der Körper des Menschen gilt längst nicht mehr als nur ‚naturgegeben‘. In unserer modernen Gesellschaft wird er vielmehr als ein formbares und zu optimierendes Objekt interpretiert. Seine Ausmaße, Funktionen und Leistungen werden tagtäglich gemessen und mit den allgegenwärtigen Normen (Gewicht, Proportionen, Puls, körperliche Leistungsfähigkeit etc.) abgeglichen. Altersübergreifend bemüht sich heute ein Großteil der Bevölkerung dabei um einen sportiven Körper, der als Chiffre für Attraktivität, Gesundheit, und Jugendlichkeit gilt. Der Vortrag greift pointiert Beispiele heraus, in denen sich die Ansprüche an den sportiven Körper und seine messbaren Leistungen repressiv verselbstständigen können (Fitnesssucht, Pulsuhrenabhängigkeit etc.) und wirft die Frage nach der Angemessenheit und Vermessenheit von körperlichen Ansprüchen auf.

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Zeit:  18:30 Uhr

Ort:  phaeno Wissenschaftstheater, Willy-Brandt-Platz 1, 38440 Wolfsburg

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10.03.2016 | Freitagsvorträge im Life-Science Lab | Heidelberg

Karl der Große und Europa

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Weinfurter

Der Historiker Stefan Weinfurter ist gemeinsam mit Bernd Schneidmüller in Heidelberg Leiter des interakademischen Forschungsprojekts „Klöster im Hochmittelalter: Innovationslabore europäischer Lebensentwürfe und Ordnungsmodelle“, das an der Heidelberger und der Sächsischen Akademie der Wissenschaften angesiedelt ist. Darüber hinaus leitet er im Heidelberger Sonderforschungsbereich 933 ein Projekt zum Wissenstransfer in der Epoche Karls des Großen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Geschichte des frühen und hohen Mittelalters.

In den öffentlichen Freitagsvorlesungen soll die Neugierde der Schüler für Wissenschaft geweckt werden. Die Vortragsthemen wechseln zwischen natur- und geisteswissenschaftlichen Inhalten.

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Zeit:  17:00 Uhr

Ort:  Deutsches Krebsforschungszentrum, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg

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13.03.2017 | Eröffnungsveranstaltung | Berlin

Die Stimmen von Berlin

Geschichte und Gegenwart Berlins sind durch einen außerordentlichen Reichtum an Sprachen und sprachlichen Varianten geprägt. In sieben kurzen Vorträgen und Vorführungen wird bei der Eröffnungsveranstaltung des Jahresthemas 2017/18 "Sprache" ein kleiner Ausschnitt der vielen "Stimmen von Berlin" vorgestellt. In Kooperation mit dem Zentrum für Allgemeine Sprachwissenschaft.

Um Anmeldung bis zum 13.03.2017 wird gebeten.

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Zeit:  13.03.2017, 18:00 Uhr

Ort:  Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Kontakt:   | kschroeder@bbaw.de

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17.03.2017 | Veranstaltungsreihe Logik - Musik - Sprache | Leipzig

Kolloquium: Logik und musikalische Regeln

Ist Logik alleiniger Hort strengster Regeln? Kennt Musik ausschließlich Regeln mit Ausnahmen oder ist sie gar gänzlich frei von Regeln? In welcher Weise folgen und schaffen Wissenschaftler, Musiker und Komponisten Regeln? In welcher Beziehung stehen Regeln, Normen, Gesetze einerseits und Freiheit bzw. kreative Handlungsspielräume andererseits?

Diese Fragen werden aus Sicht des Logikers, des Musikwissenschaftlers, des Komponisten und des Sprachwissenschaftlers diskutiert. Das Kolloquium „Logik und musikalische Regeln“ bildet die Auftaktveranstaltung zu der Reihe „Logik – Musik – Sprache“, die gemeinsam von den Strukturkommissionen Sprachwissenschaft und Kunstgeschichte, Literatur- und Musikwissenschaft der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig gestaltet wird.

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Zeit:  14:00 - 17:30 Uhr

Ort:  Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Karl-Tauchnitz-Straße 1, 04107 Leipzig

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20.03.2017 | Öffentliche Podiumsdiskussion | Berlin

Der epigenetische Zusatz

Die Umwelt und ihr Einfluss auf unser Leben sind viel diskutierte Themen. Was aber heißt es, wenn die Umwelt oder auch individuelle Erfahrungen sich ins Erbgut einschreiben? Können Umwelt und Lebensstil vielleicht sogar unsere genetischen Schicksale gestalten und so unser Leben mitbestimmen? Die Epigenetik eröffnet einen Zugang zu Fragen dieser Art. Sie bietet konzeptionell neue Ansätze für das grundlegende Verständnis genetischer Regulation von Entwicklungs- und Erkrankungsprozessen. Dabei werden epigenetische Zusammenhänge zum einen weitgehend spekulativ als neue Möglichkeit gesehen, direkt Einfluss auf Gesundheit und persönliche Entwicklung zu nehmen, zum anderen werden sie als weitere Beweise für die Abhängigkeit des Menschen von seiner unmittelbaren Umwelt zitiert. Aber welche Antworten bietet die Epigenetik wirklich und welche gesellschaftlichen, medizinischen und technologischen Herausforderungen ergeben sich daraus?

Um Anmeldung bis zum 14.03.2017 wird gebeten.

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Zeit:  20.03.2017, 18:00 Uhr

Ort:  Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Kontakt:   | kschroeder@bbaw.de

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23.03.2017 | Öffentliche Tagung | Düsseldorf

500 Jahre Reformation - Öffentliche Tagung in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste

Die Reformation, die 1517 von Wittenberg ihren Ausgang nahm und mit der Zeit zur Spaltung der westlichen Christenheit führte, hat das neuzeitliche Erscheinungsbild Deutschlands und ganz Europas geprägt. Es entstanden zwei lange rivalisierende Konfessionskulturen mit neuen religiösen Ausdrucksformen und eine dualistische Reichsverfassung mit politisch-militärischen Konsequenzen, aber auch ein Pluralismus des Denkens, der in Reaktion auf den Zwiespalt zum modernen Toleranzgedanken verholfen hat. Ein Theologe, ein Historiker, ein Germanist und ein Jurist werden aus ihrer Sicht verschiedene Aspekte dieses Wandels beleuchten.

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Zeit:  15:00 Uhr

Ort:  Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Palmenstraße 16, 40217 Düsseldorf

Kontakt:  0211 / 61 734-36 | esther.polito@awk.nrw.de

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23.03.2016 | Lesung | Leipzig

Dieter Borchmeyer: Was ist deutsch?

Die Suche einer Nation nach sich selbst. Vortrag im Rahmen von "Leipzig liest" an der SAW.

Die Frage «Was ist deutsch?» ist ihrerseits typisch deutsch – keine andere Nation hat so sehr um die eigene Identität gerungen und tut es bis heute. Wie vielfältig und faszinierend die Antworten auf diese Frage im Lauf der Jahrhunderte ausfielen, das zeigt Dieter Borchmeyer.

Von Goethe über Wagner bis zu Thomas Mann schildert er, wie der Begriff des Deutschen sich wandelte und immer wieder neue Identitäten hervorbrachte. Er erzählt von einem Land zwischen Weltbürgertum und nationaler Überheblichkeit, vom deutschen Judentum, das unsere Auffassung des Deutschen wesentlich mitgeprägt hat, von der Karriere der Nationalhymne und der deutschesten aller Sehnsüchte: der nach dem Süden. Borchmeyer erklärt, wie gerade die deutsche Provinz – etwa Weimar und Bayreuth – Weltkultur schaffen konnte und was es für Deutschland bedeutet, sich entweder als Staats- oder als Kulturnation zu verstehen. Dieter Borchmeyer zeichnet ein facettenreiches und eindrückliches Bild des deutschen Nationalcharakters. In einer Zeit der Umbrüche, in der Deutschland wieder einmal seine Rolle sucht, ist diese große Geschichte der deutschen Selbstsuche Spiegelbild und Wegweiser zugleich.

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Zeit:  18:30 - 19:30 Uhr

Ort:  Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Karl-Tauchnitz-Straße 1, 04107 Leipzig

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24.03.2016 | Lesung | Leipzig

Karl-Heinz Bohrer: Jetzt - Geschichte meines Abenteuers mit der Phantasie

Teil zwei einer Lebensgeschichte. Lesung und Gespräch im Rahmen von "Leipzig liest" an der SAW

Karl Heinz Bohrer gilt als einer der streitbarsten deutschen Intellektuellen. Wann immer er in den letzten Jahrzehnten das Wort ergriff, meist in direkter Konfrontation mit dem Mainstream – die höchste Aufmerksamkeit, häufig auch Erregung seiner Zeitgenossen war ihm sicher. Als Leiter des Literaturteils der FAZ im eigenen Haus umstritten, als Herausgeber des Merkur für Reaktionsschnelligkeit und kühne Thematik berüchtigt, als Hochschullehrer eine Gegenfigur der Linken, als Wissenschaftler mit seiner zentralen Theorie der Plötzlichkeit eine Herausforderung für alle, die es gewohnt sind, sich geschichtsphilosophische Sinnhorizonte zurechtzubiegen.

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Zeit:  20:00 - 21:00 Uhr

Ort:  Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Karl-Tauchnitz-Straße 1, 04107 Leipzig

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25.03.2016 | Lesung | Leipzig

Michael Lüders: Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Unheil stürzte

Wo liegen die Wurzeln der syrischen Katastrophe? Lesung im Rahmen von "Leipzig liest" an der SAW

Das gängige Bild sieht die Schuld einseitig bei Assad und seinen Verbündeten, insbesondere Russland. Dass auch der Westen einen erheblichen Anteil an Mitschuld trägt, ist kaum zu hören oder zu lesen. Michael Lüders erzählt den fehlenden Teil der Geschichte, der alles in einem anderen Licht erscheinen lässt. Michael Lüders war lange Jahre Nahost-Korrespondent der Hamburger Wochenzeitung „DIE ZEIT“ und kennt alle Länder der Region aus eigener Anschauung. Als Islamexperte ist er häufiger Gast in Hörfunk und Fernsehen.

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Zeit:  20:00 - 21:00 Uhr

Ort:  Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Karl-Tauchnitz-Straße 1, 04107 Leipzig

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27.03.2016 | Veranstaltungsreihe "Religion und Gesellschaft" | München

Indiens „säkulare“ Religion: Nationalistische Deutungen des Hinduismus

Der zunehmende Einfluss von Hindu-Nationalisten im modernen Indien manifestierte sich 2014 erneut im Wahlsieg von Rajendra Modi. Die Schaffung seines „Ministeriums für Yoga“ ist ein Schritt in Modis Programm, hinduistische Werte politisch zu revitalisieren. Der neue Nationalismus ist in zahlreichen politischen und kulturellen Organisationen verankert, die den Hinduismus als das nationale und kulturelle Erbe Indiens propagieren. Das „Hindu-Sein“ wird dabei von Islam und Christentum als den „Fremdreligionen“ abgegrenzt. Der Hinduismus wird so zur indischen Nationalreligion stilisiert, die dem modernen Säkularismus auf ideale Weise zu entsprechen vorgibt.

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Zeit:  19:00 Uhr

Ort:  Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München

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