2017

03.07.2017 | Podiumsdiskussion | Kiel

Das Meer als Natur- und Kulturraum

Flüchtlinge im Mittelmeer, Piraterie großen Stils vor den Küsten von Somalia, Berge von Plastikmüll in den Ozeanen, Versauerung der Meere, Erderwärmung, abschmelzende Polkappen und steigender Meeresspiegel - das sind nur einige der Probleme und Risiken des Meeres und seiner Küsten. Sie bestimmen die gesellschaftlichen Debatten, ihre Lösung steht für die Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklung der Menschheit. Sie sind von daher nicht nur Herausforderungen, die durch die 'Politik' erkannt, angenommen und bewältigt werden müssen, sie sind vielmehr teilweise schon seit vielen Jahrzehnten Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Arbeit auf Seiten der Naturwissenschaften wie auf Seiten der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Idee der Podiumsdiskussion ist es, Antworten aus verschiedenen wissenschaftlichen Fachdisziplinen auf die Probleme der Gegenwart zu überlegen, auch zukünftige Chancen, die die Ozeane bergen, über die Disziplingrenzen hinweg zu diskutieren.
Um Anmeldung wird gebeten.

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Zeit:  19:00 Uhr

Ort:  Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Hörsaal 4, Olshausenstraße 75, 24118 Kiel

Kontakt:  040 / 42 94 86 69-0 | veranstaltungen@awhamburg.de

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05.07.2016 | Veranstaltungsreihe "Religion und Gesellschaft" | München

Jüdischer Fundamentalismus – ein Produkt der Moderne

Der jüdische Fundamentalismus entstand als Reaktion auf das Reformjudentum des 19. Jahrhunderts und begreift sich als „Orthodoxie“. Im 20. Jahrhundert bildete dieser Fundamentalismus in Auseinandersetzung mit der Shoah und der Gründung des Staates Israel zwei entgegengesetzte Formen aus: Einerseits einen Fundamentalismus der Besiedlung des Landes Israel, andererseits einen radikalen Antizionismus des Exils, der jede jüdische Staatsgründung strikt ablehnt. Jene Fundamentalisten, die den Staat Israel zumindest hinnehmen, lehnen dessen teils säkulare Gesetzgebung und zivile Kultur grundsätzlich ab und streben einen von rabbinischen Weisen geführten Gottesstaat an.

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Zeit:  19:00 Uhr

Ort:  Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München

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07.07.2017 | Akademientag | Heidelberg

Akademientag 2017

Der Akademientag, die Gemeinschaftsveranstaltung der acht in der Akademienunion zusammengeschlossenen Akademien, widmet sich in diesem Jahr dem Thema "Reformation" und findet am 7. Juli 2017 in der Universität Heidelberg statt. Expertinnen und Experten aus den Akademien diskutierten in Vortrags- und Diskussionsrunden Fragen zur Vielfalt und Einheit der Reformation, konfessionskulturelle Wirkungen und die Rezeption der Reformation in Musik und Literatur. Beleuchtet wird auch die Identität des Reformatorischen in der globalen Welt sowie der Einfluss Luthers auf die deutsche Sprache.
Die feierliche Abendveranstaltung zum Thema „Religion in der modernen Gesellschaft. Zum Erbe der Reformation in der Gegenwart“ (Arbeitstitel) findet um 19:30 Uhr in der Alten Aula der Universität Heidelberg statt. In einer Gesprächsrunde diskutieren u.a. Landesbischof Prof. Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der EKD, und Karl Kardinal Lehmann, Bischof em. von Mainz.

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Zeit:  12:00-22:00

Ort:  Universität Heidelberg

Kontakt:  030 325 98 73 70 | sekretariat@akademienunion-berlin.de

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10.-11.07.2017 | Symposium | Berlin

Die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft

In öffentlichen Debatten wird der Einfluss digitaler Technologie auf individuelles Verhalten und gesellschaftliche Prozesse kontrovers diskutiert. Leopoldina, acatech und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften nehmen dies zum Anlass, sich in einem zweitägigen Symposium aus wissenschaftlicher Perspektive mit den Möglichkeiten, Chancen und Risiken der rasanten technologischen Entwicklung für den einzelnen Menschen und die Gesellschaft auseinanderzusetzen.

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Zeit:  10:00 - 17:00 Uhr

Ort:  dbb forum berlin, Friedrichstraße 169, 10117 Berlin

Kontakt:  0345 / 47 239 - 873 | elke.witt@leopoldina.org

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11.07.2017 | Internationaler Workshop | Berlin

Historische Gärten im Spannungsfeld zwischen Klimaanpassung und konservatorischem Auftrag

Genereller Nutzungsdruck und Klimaextreme fordern die Anpassungsfähigkeit historischer Gärten zunehmend heraus. Der Vergleich mit englischen und südeuropäischen Gärten ist der Schwerpunkt des Workshops, bei dem sich internationale Denkmalpfleger, Kunsthistoriker und Naturwissenschaftler zu den Problemen im Umgang mit Klimawandel und Nutzungsdruck und möglichen Lösungsansätzen austauschen werden.
Um Anmeldung wird gebeten.

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Zeit:  14:00 Uhr

Ort:  Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Kontakt:   | kschroeder@bbaw.de

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12.07.2017 | Mitarbeiterreihe "Wir forschen. Für Sie." | Heidelberg

Gottes "Haushalter" im Daseinskampf - Der evangelische Pfarrer des 16. Jahrhunderts

Durch die Reformation entstand ein neuer Beruf: der evangelische Pfarrer. Mit ihm hielt auch ein neues Lebensmodell Einzug, das des verheirateten Geistlichen mit Familie. Konfrontiert sah sich der evangelische Pfarrer zum einen mit den sehr unterschiedlichen Erwartungen der Gläubigen an ihn. Statt sich ganz der Verkündigung des heilbringenden Evangeliums und der Seelsorge widmen zu können, war er häufig mit verfallenden Pfarrhäusern und Kirchengebäuden, der ausbleibenden Bezahlung und der Versorgung der eigenen Familie beschäftigt. Und nicht zuletzt war da der beständige Kampf mit seiner Gemeinde, die sich oft so gar nicht nach seinen Vorstellungen richten wollte. Von der vielbeschworenen Idylle des evangelischen Pfarrhauses war das 16. Jahrhundert jedenfalls noch weit entfernt.

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Zeit:  18:15 Uhr

Ort:  Vortragssaal der Heidelberger Akademie, Karlstraße 4, 69117 Heidelberg

Kontakt:  06221 / 5419342 | matthias.dallasta@adw.uni-heidelberg.de

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13.07.2017 | CMG-Lecture on ancient medicine 2017 | Berlin

Hippokrates - der Arzt in der Verantwortung

Die „CMG-Lecture on Ancient Medicine“ hat zum Ziel, ausgewählte Themenbereiche der antiken Medizin und ihre aktuelle Relevanz einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen, sie findet einmal jährlich statt. Der diesjährige Vortrag beschäftigt sich mit Hippokrates, dem Begründer der wissenschaftlich orientierten Medizin, und führt in die auch heute aktuelle ethische Dimension ärztlichen Handelns ein.
Um Anmeldung wird gebeten.

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Zeit:  18:00 Uhr

Ort:  Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Kontakt:   | kschroeder@bbaw.de

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18.07.2017 | Vortrag | München

Wahrheit als Option und Obsession: Wissenskämpfe im Internet

Seitdem jeder im Internet publizieren kann, haben sich Wissensansprüche und Verfahren des Wirklichkeitszugangs pluralisiert. Falschinformationen können sich ungehindert verbreiten, in Echokammern werden eigene Weltbilder gepflegt. Journalismus und Wissenschaft als epistemische Autoritäten haben nicht nur Konkurrenz erhalten, sondern sehen sich auch heftigem öffentlichem Widerspruch ausgesetzt. Geradezu obsessiv wird auf der eigenen Wahrheit beharrt, während andere der Lüge bezichtigt werden. Ein rationaler Diskurs zur Klärung von Wissensansprüchen wird immer fraglicher. Machtkalkül tritt an die Stelle des öffentlichen Vernunftgebrauchs. Der Vortrag geht der Frage nach, inwiefern diese Beschreibung zutrifft und welche Optionen es für die Wiedergewinnung einer gemeinsamen Wissensbasis gibt.

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Zeit:  18:00 Uhr

Ort:  Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Straße 11, 80539 München

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26.07.2017 | Mitarbeiterreihe "Wir forschen. Für Sie." | Heidelberg

"Barbar des Geistes" oder "grosser Wohltäter"? Lutherdeutungen in Nietzsches Texten

Dass Friedrich Nietzsche ein Querdenker war, der sich darauf verstand, Bekanntes auf unkonventionelle Weise neu zu beleuchten und zu bewerten, zeigen nicht zuletzt seine Kommentare zur Reformation, die er etwa zu einer der "verlogensten Eruptionen von gemeinen Instinkten" erklärt und auf die er Zeit seines Lebens immer wieder zu sprechen kommt. Gleiches gilt für seine Stellungnahmen zu Luther, mit dem er ebenfalls nicht gerade zimperlich umgeht. Zu beachten ist feilich, dass Nietzsches Urteil nicht durchweg negativ ausfällt, sondern starke Schwankungen aufweist. Seine Texte nähern sich der historischen Figur Luthers aus unterschiedlichen Perspektiven und liefern widersprüchliche, bisweilen polemisch zugespitzte Wertungen. Dies will der Vortrag zeigen und dabei vorführen, wie Nietzsches Lutherdeutungen die Geschichte als Projektionsfläche nutzen und für die eigene Argumentation dienstbar machen.

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Zeit:  18:15 Uhr

Ort:  Vortragssaal der Heidelberger Akademie, Karlstraße 4, 69117 Heidelberg

Kontakt:  06221 / 5419342 | matthias.dallasta@adw.uni-heidelberg.de

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