Stellungnahmen und Positionspapiere

Stellungnahme | März 2017

Stellungnahme der Wissenschaftsakademien: Verbraucherpolitik für die Energiewende

Zum Weltverbrauchertag am 15. März werfen die Wissenschaftsakademien ein Schlaglicht auf den Energieverbrauch in Deutschland: Gut ein Viertel entfällt auf Privathaushalte. Soll die Energiewende gelingen, muss jeder Einzelne einen Beitrag leisten. Wir müssen nicht nur Energie sparen, sondern unseren Verbrauch künftig auch stärker an die schwankende Einspeisung aus Wind- und Solarenergie anpassen. Wie also lassen sich Verbraucher motivieren, ihr Verhalten dauerhaft zu ändern? Eine Arbeitsgruppe des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) hat den Stand der Forschung dazu ausgewertet und fasst die Ergebnisse in der Stellungnahme „Verbraucherpolitik für die Energiewende“ zusammen.

acatech/Leopoldina/Akademienunion (Hrsg.): Verbraucherpolitik für die Energiewende (Schriftenreihe zur wissenschaftsbasierten Politikberatung), 2017. ISBN:978-3-8047-3666-5.

Stellungnahme | Februar 2017

Akademien veröffentlichen Stellungnahme "Rohstoffe für die Energiewende"

Weltweit gibt es genügend Metalle und Energierohstoffe für die Energiewende. Die Versorgung hängt jedoch davon ab, wie sich die Rohstoffpreise entwickeln, wie transparent und zugänglich die Märkte sind und ob hohe Umwelt- und Sozialstandards im Bergbau erzielt werden können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Arbeitsgruppe des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS). In der heute veröffentlichten Stellungnahme sprechen sich acatech, Leopoldina und die Akademienunion für strategische Rohstoffpartnerschaften mit Lieferländern, die Erschließung neuer Lagerstätten und mehr Metallrecycling aus.

acatech/Leopoldina/Akademienunion (Hrsg.): Rohstoffe für die Energiewende. Wege zu einer sicheren und nachhaltigen Versorgung (Schriftenreihe zur wissenschaftsbasierten Politikberatung), 2017. ISBN: 978-3-8047-3664-1

Stellungnahme | Februar 2017

Akademien legen Handlungsempfehlungen zur Additiven Fertigung vor

Additive Fertigung wird die industrielle Produktion an vielen Stellen ergänzen, muss dafür jedoch weiterentwickelt werden. Zu diesem Ergebnis kommen acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die 13 Handlungsempfehlungen zielen auf eine bessere Koordination der Forschung, höhere Datensicherheit und eine Verbesserung des Technologietransfers in die Praxis.

Bericht | August 2016

Report „Government debt: causes, effects and limits"

Seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/2008, der Verankerung der Schuldenbremse im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 2009 und der Schuldenkrise einiger Eurostaaten seit 2010 wird das schon lange virulente Streitthema „Staatsschulden“ in der öffentlichen Debatte noch intensiver diskutiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mehrheitlich der  Leopoldina, acatech und den in der Akademienunion zusammengeschlossenen Wissenschaftsakademien angehören, geben darin Antworten auf grundsätzliche Fragen der Staatsverschuldung. Sie wollen damit zur Versachlichung der oft auch emotional geführten Diskussion beitragen.

Die englische Übersetzung des Berichts ist im August 2016 erschienen.

Holtfrerich, Carl-Ludwig; Feld, Lars P.; Heun, Werner et al. (2016): Government debt: causes, effects and limits. Berlin, 76 pages.

Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft | August 2016

Analyse: Rohstoffe für die Energieversorgung der Zukunft

Rohstoffe für die Energieversorgung der Zukunft: Geologie – Märkte – Umwelteinflüsse

Für den Ausbau moderner Energietechnologien werden immer mehr Metalle benötigt, doch auch auf fossile Rohstoffe und Biomasse können wir in naher Zukunft nicht vollständig verzichten. Reichen die Vorkommen zur Umsetzung der Energiewende aus? Die Analyse des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) kommt zu dem Ergebnis, dass geologisch gesehen genügend Rohstoffe zur Verfügung stehen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, die Versorgung sicher, bezahlbar sowie umwelt- und sozialverträglich zu gestalten.

Angerer, Gerhard et al. (Hrsg.): Rohstoffe für die Energieversorgung der Zukunft. Geologie – Märkte – Umwelteinflüsse. (Analyse aus der Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft), München 2016. ISBN: 978-3-9817048-6-0

Stellungnahme | Juni 2016

Wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Bedeutung bevölkerungsweiter Längsschnittstudien

Bevölkerungsweite Längsschnittstudien bilden das Rückgrat der empirischen Forschung in den Sozial-, Wirtschafts und Verhaltenswissenschaften sowie der Epidemiologie und der Gesundheitsforschung. Sie sind die „Großgeräte“ dieser Wissenschaften, mit denen diese ihre Theorien testen, neue Beobachtungen
schöpfen und evidenzbasierte Politikberatung durchführen. Obwohl bevölkerungsweite Längsschnittstudien seit einigen Jahren in Deutschland verstärkt unterstützt werden, erschweren strukturelle Hemmnisse der Forschungsförderung, mangelnde Harmonisierung der Datenerhebung und -auswertung sowie Defizite der erforderlichen interdisziplinären Aus- und Weiterbildung ihren Anschluss an die internationale Spitzenforschung. Das Ziel der Stellungnahme ist, auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme der aktuellen Situation und unter Einbeziehung wegweisender internationaler Erfahrungen, Empfehlungen zur Struktur der Forschungsförderung und zur Harmonisierung zukünftiger Forschung in diesem Bereich zu geben.

Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft | Januar 2016

Stellungnahme: Mit Energieszenarien gut beraten

Energieszenarien haben großen Einfluss auf politische Entscheidungen. Umso wichtiger ist es, dass die Ergebnisse nachvollziehbar und überprüfbar sind. Viele beauftragte Institute legen ihre Rechenmodelle jedoch nicht offen, weil sie zu ihrem Betriebskapital gehören. Auch wird nicht immer deutlich, ob Vorgaben der Auftraggeber die Ergebnisse beeinflussen. Die Stellungnahme des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) liefert Vorschläge für mehr Transparenz.
Sie richtet sich sowohl an diejenigen, die Szenarien in Auftrag geben, als auch an Wissenschaftler, die Szenariostudien erstellen. Darüber hinaus bietet sie eine Hilfestellung für alle, die sich kritisch mit Energieszenarien damit auseinandersetzen, etwa Fachjournalisten, Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen und politische Entscheider.

Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft | Dezember 2015

Stellungnahme und Analyse: Flexibilitätskonzepte für die Stromversorgung 2050

Wind- und Photovoltaikstrom schwanken in Abhängigkeit vom Wetter. Sogenannte Flexibilitätstechnologien müssen solche Schwankungen ausgleichen. Dafür gibt es zahlreiche gute Möglichkeiten: von flexibel regelbaren Kraftwerken über Speicher bis hin zum Demand-Side-Management, das den Verbrauch mit dem Angebot in Einklang bringt. Doch welche Kombinationen verbinden Stabilität, Nachhaltigkeit, Kosteneffizienz und gesellschaftliche Akzeptanz? Eine Arbeitsgruppe des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) hat mithilfe eines eigens entwickelten Modells rund 130 Systemkonstellationen verglichen. Die gemeinsame Stellungnahme von acatech, Leopoldina und Akademienunion fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und zeigt Gestaltungsoptionen für energiepolitische Fragestellungen auf.

Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft | November 2015

Analyse: Aspekte der Energiewende

Aspekte der Energiewende aus sozialwissenschaftlicher Perspektive

Die Analyse des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ beleuchtet die Rolle der Bürger und Verbraucher bei der Umsetzung der Energiewende und fasst wichtige Erkenntnisse der sozialwissenschaftlichen Forschung zusammen. Aus Perspektive der Verhaltensökonomik werden Anreize vorgestellt, mit denen Verbraucher zum Energiesparen motiviert werden können. Am Beispiel der sogenannten „Energiearmut“ erörtern die Autoren mögliche Folgen energetischer Sanierungen für die Stadtentwicklung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Einbindung von Anwohnern und Betroffenen in Planungs- und Entscheidungsprozesse der Energiewende durch eine offene Chancen-Risiko-Kommunikation sowie transparente Beteiligungsverfahren.

Renn, Ortwin (Hrsg.): Aspekte der Energiewende aus sozialwissenschaftlicher Perspektive (Analyse aus der Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft), München 2015.
ISBN: 978-3-9817048-4-6

Kurz-Stellungnahme | Oktober 2015

Akademien veröffentlichen Kurz-Stellungnahme zur Gesundheitsversorgung von Asylsuchenden


Der Schutz der Gesundheit aller in Deutschland lebenden Menschen ist oberstes Ziel der öffentlichen Gesundheitsversorgung – einschließlich der Menschen, die Deutschland um humanitären Schutz ersuchen (Asylsuchende). Die gesundheitliche Versorgung von Asylsuchenden stellt das deutsche Gesundheitssystem vor neue Aufgaben. Hierzu haben die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften eine Kurz-Stellungnahme erarbeitet.

Stellungnahme | September 2015

Akademien und DFG fordern verantwortlichen Umgang mit den neuen Methoden des genome editing

Effizientere Bakterien und Hefen zur Produktion von Treibstoff und Medikamenten, neue Strategien gegen antibiotikaresistente Keime und innovative Methoden der Pflanzenzüchtung: Neue molekularbiologische Methoden, die gezielte Eingriffe in das Erbgut erlauben, eröffnen vielversprechende Möglichkeiten in Forschung und Anwendung. Gleichzeitig machen die unter dem Begriff genome editing (Veränderung des Genoms) zusammengefassten Methoden einen gesamtgesellschaftlichen Dialog über Chancen und Grenzen ihrer Anwendung notwendig. Darauf weisen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech ─ Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften sowie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in ihrer Stellungnahme zu „Chancen und Grenzen des genome editing“ hin.

Stellungnahme | September 2015

Medizinisch gut versorgt im hohen Alter - Akademien fordern evidenzbasierte Therapien für betagte Menschen

Alte Patienten unterscheiden sich häufig körperlich, geistig und in ihren Lebensumständen von jüngeren Patienten. Insbesondere leiden sie oftmals an mehreren Erkrankungen gleichzeitig. Medizinisch versorgt werden sie jedoch meist mit Medikamenten und Therapien, die bei Patienten mittleren Alters mit einer einzelnen Erkrankung erprobt sind. Dies führt zu einer unangemessenen Versorgung, mitunter auch zu einer Gefährdung älterer Patienten. Darauf weisen Leopoldina, acatech und Akademienunion in der  veröffentlichten gemeinsamen Stellungnahme „Medizinische Versorgung im Alter – Welche Evidenz brauchen wir?“ hin. Die Akademien zeigen darin Wege auf, wie eine bessere medizinische Versorgung alter Patienten erreicht werden kann.

Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft | Juli 2015

Analyse: Priorisierung der Ziele

Priorisierung der Ziele – Zur Lösung des Konflikts zwischen Zielen und Maßnahmen der Energiewende

Künftig soll die Energieversorgung in Deutschland ohne Kernenergie auskommen, nachhaltiger werden und dabei sicher und bezahlbar bleiben. Mit Blick auf diesen Transformationsprozess identifiziert die Publikation des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) Zielkonflikte, die aus Sicht der Autoren den Erfolg der Energiewende gefährden könnten.

Stellungnahme | Juni 2015

Akademien nehmen Stellung zu Quantentechnologien

Quantentechnologien sind ein relativ junges Forschungs- und Entwicklungsfeld, das ein hohes Innovationspotenzial besitzt. Anwendungsperspektiven gibt es zum Beispiel in den Bereichen Quantencomputer, Kryptografie oder hochpräzises GPS (Global Positioning System). Um diese wissenschaftlich und wirtschaftlich vielversprechenden Aussichten des Forschungsgebiets nutzen zu können, ist eine stärkere Verzahnung von Grundlagenforschung, Entwicklung und Anwendung notwendig. Darauf weisen die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech ─ Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in der gemeinsamen Stellungnahme „Perspektiven der Quantentechnologien“ hin.

Stellungnahme | Juni 2015

Akademien nehmen Stellung zu Public Health

Wie können Infektionskrankheiten wie Masern zurückgedrängt werden, wie kann nichtansteckenden Krankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen vorgebeugt, wie der Nichtraucherschutz verbessert und die Sicherheit und der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gefördert werden? Alle diese Fragen fallen in das Forschungs- und Handlungsfeld Public Health. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften haben in der Stellungnahme „Public Health in Deutschland ─ Strukturen, Entwicklungen und globale Herausforderungen“ Handlungsbedarf auf dem Feld der Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung formuliert und zeigen Optionen für die nationale und internationale Weiterentwicklung von Wissenschaft und Praxis in diesem Gebiet auf.

Bericht | Juni 2015

Staatsschulden: Ursachen, Wirkungen und Grenzen

Seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/2008, der Verankerung der Schuldenbremse im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 2009 und der Schuldenkrise einiger Eurostaaten seit 2010 wird das schon lange virulente Streitthema „Staatsschulden“ in der öffentlichen Debatte noch intensiver diskutiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mehrheitlich der  Leopoldina, acatech und den in der Akademienunion zusammengeschlossenen Wissenschaftsakademien angehören, geben darin Antworten auf grundsätzliche Fragen der Staatsverschuldung. Sie wollen damit zur Versachlichung der oft auch emotional geführten Diskussion beitragen.

Holtfrerich, Carl-Ludwig; Feld, Lars P.; Heun, Werner et al. (2015): Staatsschulden: Ursachen, Wirkungen
und Grenzen. Berlin, 92 Seiten.

Ad-hoc-Stellungnahme | März 2015

Stellungnahme zur grünen Gentechnik (2015)


Neuartige Methode der Pflanzenzüchtung auf Basis molekulargenetischer Verfahren ermöglichen die Anpassung des Erbguts von Kulturpflanzen an bestimmte Anbaubedingungen und an die Nachfrage. Die resultierenden Sorten lassen sich mitunter nicht mehr von durch konventionelle Züchtung gewonnenen Pflanzen unterscheiden. Soweit molekulargenetisch neuartig gezüchtete Sorten gleichwohl allein wegen des angewandten Verfahrens unter das deutsche Gentechnikgesetz fallen sollten, hat dies zur Folge, dass die gegenwärtige Regulierung in solchen Fällen inkonsistent ist. Leopoldina, acatech und Union haben aus diesem Anlass eine Stellungnahme mit Empfehlungen zum Umgang mit Methoden molekularer Züchtung veröffentlicht.

Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft | März 2015

Neue Gestaltungsmöglichkeiten für die gemeinsame Energie- und Klimapolitik

Die Energiewende europäisch integrieren

Für einen wirksamen Klimaschutz müssen ausreichend viele Staaten ihren Treibhausgasausstoß reduzieren. Die EU sollte deshalb mit einer abgestimmten Energie- und Klimapolitik ein international anschlussfähiges Modell etablieren, an das andere Wirtschaftsräume anknüpfen können. Daher sprechen sich acatech, Leopoldina und Union in ihrer Stellungnahme "Die Energiewende europäisch integrieren" dafür aus, die deutsche Energiewendepolitik stärker mit der europäischen Energie- und Klimapolitik zu verzahnen.

Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft | Februar 2015

Analyse: Wechselwirkungen im Energiesystem

Wechselwirkungen im Energiesystem

Im Zuge der Energiewende soll in Deutschland eine nachhaltige Energieversorgung aufgebaut werden, die sowohl sicher als auch bezahlbar bleibt. Politische Maßnahmen zur Umsetzung dieses Transformationsprozesses haben jedoch häufig nicht beabsichtigte Effekte. Die Analyse "Wechselwirkungen im Energiesystem" zeigt Wirkmechanismen im Energiesystem anhand ausgewählter Beispiele auf. Die entstehenden Effekte werden erläutert und im Sinne der energiepolitischen Ziele Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit analysiert.

Stellungnahme | Februar 2015

Perspektiven für Praxis und Forschung

Palliativversorgung in Deutschland. Perspektiven für Praxis und Forschung

In Deutschland bestehen im internationalen Vergleich immer noch erhebliche Defizite in der Palliativversorgung. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften empfehlen deshalb Maßnahmen, um eine qualitativ hochwertige, flächendeckende und evidenzbasierte Palliativversorgung zu erreichen. Um die Hilfe für Betroffene auf medizinischer, sozialer, psychischer und spiritueller Ebene gleichermaßen zu stärken, muss die interdisziplinäre Forschung zur Palliativversorgung nachhaltig entwickelt werden. Bei der Gestaltung der Forschungsagenda sollten Patienten und ihre Angehörigen eingebunden werden.

Analyse | Dezember 2014

Orientierung und Entscheidungshilfe: Akademienprojekt "Energiesysteme der Zukunft" veröffentlicht Analyse "Zur Interpretation von Energieszenarien"

Energieszenarien können in der Diskussion zur Energiewende Orientierung bieten und Entscheidungen unterstützen. Mit der Analyse "Zur Interpretation von Energieszenarien" bieten die Autoren eine Hilfestellung, wie solche Szenarien angemessen zu interpretieren sowie zu bewerten sind und welche Bedingungen sie erfüllen müssen, um sinnvoll verwendet werden zu können.

Stellungnahme | Dezember 2014

Akademien geben Empfehlungen zum verantwortungsvollen Umgang mit den Möglichkeiten der Individualisierten Medizin

Individualisierte Medizin zielt darauf, die Wirksamkeit medizinischer Behandlungen zu verbessern - durch gezieltere Prävention und Diagnostik sowie den Einsatz von maßgeschneiderten Therapieverfahren. Derzeit sind jedoch viele Fragen zu den Voraussetzungen und Konsequenzen der Individualisierten Medizin noch offen. Die Leopoldina, acatech und die Akademienunion haben aus diesem Grund die Stellungnahme "Individualisierte Medizin - Voraussetzungen und Konsequenzen" erarbeitet. Darin geben die Akademien Empfehlungen, welche Möglichkeiten die Individualisierte Medizin bietet und wie diese verantwortungsvoll genutzt werden können.

Stellungnahme | Oktober 2014

Akademien fordern Konsequenzen aus der Ebolavirus-Epidemie


Das Ebolavirus breitet sich derzeit in unerwartetem Ausmaß aus. Der Ausbruch folgt dabei nicht den aus der Vergangenheit vertrauten Mustern. Das Virus tritt mit neuer Seuchendynamik in Regionen auf, in denen es früher nicht beobachtet wurde. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften haben deshalb heute eine Stellungnahme zur Ebolavirus-Epidemie vorgelegt.

Analyse | Schriftenreihe Energiesysteme der Zukunft, September 2014

Rechtliche Rahmenbedingungen für die Reform der Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland

Rüdiger Wolfrum (Hrsg.)


Seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Förderung regenerativer Energien geändert. Aus rechtswissenschaftlicher Sicht ergeben sich daraus folgende Fragen: Inwieweit ist das deutsche Modell zur Förderung erneuerbarer Energien mit dem EU-Recht vereinbar? Sind die auf 20 Jahre festgelegten Einspeisevergütungen für erneuerbare Energien mit dem Grundgesetz vereinbar? Und welche internationalen Rechtsbeziehungen sind zu berücksichtigen?

Stellungnahme | Juli 2014

Frühkindliche Sozialisation

Biologische, psychologische, linguistische, soziologische und ökonomische Perspektiven


Neurobiologie, Psychologie, Linguistik, Soziologie und Ökonomie zeigen übereinstimmend, dass frühkindliche Erfahrungen den weiteren Entwicklungsweg eines Menschen nachhaltig beeinflussen. Auswirkungen positiver wie negativer früher Erfahrungen lassen sich bis ins Erwachsenenalter nachweisen.

Stellungnahme | Juni 2014

Zur Gestaltung der Kommunikation zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und den Medien

Empfehlungen vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen


Wissenschaft und Journalismus gehören zu den unverzichtbaren Eckpfeilern einer demokratischen Gesellschaft. Trotz ihrer notwendigen Unabhängigkeit voneinander und ihrer in weiten Teilen unterschiedlichen Aufgaben erfüllen beide insofern auch ähnliche Funktionen, als sie Politik und Gesellschaft mit vielfältigen und möglichst zuverlässigen Informationen versorgen, Bildung und Wissen der Bevölkerung stärken, demokratische Diskurse anregen und eine Basis für begründete politische, wirtschaftliche und technologische Entscheidungen liefern sollen.

Ad-hoc-Stellungnahme | Januar 2014

Klinische Prüfungen mit Arzneimitteln am Menschen

Ad-hoc-Stellungnahme zum "Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über klinische Prüfungen mit Humanarzneimitt eln und zur Aufhebung der Richtlinie 2001/20/EG“

 

Klinische Prüfungen mit Arzneimitteln am Menschen sind im Recht der Europäischen Union in der Richtlinie 2001/20/EG geregelt. Diese bestimmt, dass die vorhersehbaren Risiken und Nachteile gegenüber den Nutzenchancen, die mit einer klinischen Prüfung verbunden sind, für den Prüfungsteilnehmer und für andere gegenwärtige und zukünftige Patienten abzuwägen sind. Eine bloße Gruppennutzenchance sei nur bei minimalem Risiko oder einer minimalen Belastung zu rechtfertigen. Minderjährige und Nichteinwilligungsfähige sind in besonderer Weise geschützt. Wesentliche Elemente sind darüber hinaus die Bewertung und das Votum einer unabhängigen Ethik-Kommission. Neben der Richtlinie ist strengeres nationales Recht ggf. anzuwenden.

Ad-hoc-Stellungnahme | Oktober 2012

Tierversuche in der Forschung

Empfehlungen zur Umsetzung der EU-Richtlinie 2010/63/EU in deutsches Recht. Aktualisierte Fassung Oktober 2012


Obwohl die Entwicklung alternativer Methoden stetig voranschreitet, ist auch die aktuelle Forschung nicht ohne den Einsatz tierexperimenteller Methoden denkbar. Tierversuche werden in erster Linie bei der Untersuchung komplexer Phänomene durchgeführt, die in einfacheren und ethisch weniger problematischen Versuchen nicht erfasst werden können. Ein erheblicher Anteil der Tierversuche resultiert direkt oder indirekt aus gesetzlichen Vorgaben bei der Erforschung, Entwicklung und Herstellung von Produkten und Geräten in der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin sowie bei toxikologischen Untersuchungen und anderen Sicherheitsprüfungen.

Positionspapier | Mai 2011

Positionspapier der Akademienunion zum EU-Forschungsrahmenprogramm 2014–2020

Die Europäische Union wird sich in den kommenden Jahren großen Herausforderungen stellen müssen.
Das EU-Forschungsrahmenprogramm für die Zeit 2014–2020 soll dazu beitragen, diesen Herausforderungen zu begegnen und Europa auf den Weg eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums führen. In einem Positionspapier bezieht die Akademienunion Stellung zur zukünftigen Forschungsförderung der Europäischen Union.

Erklärung | Mai 2011

Wasser und Gesundheit

Gemeinsame Erklärung der Wissenschaftsakademien der G8+ zu Wasser und Gesundheit

Das Millennium‐Entwicklungsziel (MDG: Millenium Development Goal) 7C [Teilziel 14] lautet: "Bis 2015 Halbierung des Anteils der Menschen ohne dauerhaft gesicherten Zugang zu hygienisch einwandfreiem Trinkwasser und grundlegende Sanitärversorgung." Die Wissenschaftsakademien der G8+‐Staaten betonen, dass Zugänglichkeit, Qualität und Schutz der Wasserressourcen eine Grundvoraussetzung für die menschliche Gesundheit in ländlichen wie städtischen Regionen weltweit sind.

Ad-hoc-Stellungnahme | Januar 2011

Präimplantationsdiagnostik (PID) – Auswirkungen einer begrenzten Zulassung in Deutschland

 

Die Präimplantationsdiagnostik (PID) soll Eltern, die ein hohes Risiko für die Geburt eines Kindes mit einer schweren erblichen Krankheit haben, die Geburt eines Kindes ermöglichen, das von der betreffenden Krankheit nicht betroffen ist.

Stellungnahme | November 2010

Prädiktive genetische Diagnostik als Instrument der Krankheitsprävention


Je eher eine Krankheit erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Der Blick auf die Erbanlagen wird dabei immer wichtiger. Mit Prädiktiver Genetischer Diagnostik kann erkannt werden, ob eine Veranlagung zu einer Krankheit besteht, bevor diese überhaupt ausbricht.

Memorandum | 2006

Memorandum Grüne Gentechnik

erarbeitet im Auftrag der GMO Initiative des InterAcademy Panel

 

Gibt es Risiken für den Verbraucher beim Verzehr von Nahrungsprodukten aus gentechnisch veränderten Pflanzen?

Stellungnahme | 2006

Stellungnahme zu gentechnisch veränderten insektenresistenten Pflanzen


© Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 2014