Das Portal
"Zentrales Verzeichnis Digitalisierter Drucke (zvdd)" als
Baustein eines Programms zur Digitalisierung des Deutschen
Kulturguts
Dr. Thomas Staecker, Herzog August Bibliothek,
Wolfenbüttel
Abstrakt
In Deutschland sind weit mehr Druckwerke digitalisiert als bekannt. Um den Zugriff auf diese bisher verstreut liegenden und teilweise nahezu unbekannten Bestände zu verbessern, wird seit dem 1.4.2005 mit Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein neues Portal aufgebaut, das Zentrale Verzeichnis Digitalisierter Drucke (zvdd), erreichbar unter http://www.zvdd.de. Die Projektpartner sind die AG Sammlung Deutscher Drucke (SDD), die Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG) und das Hochschulbibliothekszentrum (hbz). Digitalisate aus einer Vielzahl einschlägiger wissenschaftlicher Projekte werden gesammelt und an Hand von Standards (DC CD, MAB-Kurzbeschreibung, TEI) vereinheitlicht. Ziel ist der schnelle und vollständige Zugriff auf digitale Sammlungen, auf Titel- und Strukturdaten, sowie auf elektronisch lesbare Volltexte. Derzeit können bereit 28 Sammlungen mit gut 80.000 Titel (das Gros stammt aus DigiZeitschriften) recherchiert werden. Das Portal soll in Zukunft als das zentrale Nachweisinstrument für in Deutschland entstandene Digitalisate dienen. Mit dem zentralen Zugriff sind erstmals auch die Voraussetzungen für gößere Digitalisierungskampagnen geschaffen, wie sie derzeit auf nationaler und internationaler Ebene geplant sind. Das neue Portal soll in seinen Funktionalitäten vorgestellt und seine Bedeutung für zukünftige nationale und internationale Digitalisierungsstrategien erörtert werden.