| Projekt: | dMGH <http://www.dmgh.de> |
|---|---|
| Service: | dMGH Services <http://www.clemens-radl.de/dmgh-services/> |
| Institution: | MGH <http://www.mgh.de> |
| Institution: | BSB (Münchener Digitalisierungszentrum) <http://www.bsb-muenchen.de/Digitale_Bibliothek.329.0.html> |
| Ansprechpartner: | PD Dr. Arno Mentzel-Reuters <arno.mentzel-reuters@mgh.de> |
| Ansprechpartner: | Clemens Radl, M. A. <clemens.radl@mgh.de> |
Die digitalen Monumenta Germaniae Historica (dMGH) sind ein seit Mitte 2004 laufendes, DFG-finanziertes Gemeinschaftsprojekt zwischen den MGH und der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB). In einem ersten Schritt wurden sämtliche Editionsbände der MGH (unter Berücksichtigung einer „moving wall“ von fünf Jahre) zunächst gescannt und als Images frei zugänglich im Internet bereitgestellt. Im zweiten Schritt erfolgt derzeit die Volltexterfassung mittels OCR. Bis Mitte 2010 soll die Retrodigitalisierung der über 350 Editionsbände abgeschlossen sein. Nach dem Ende der DFG-Förderung 2010 soll das Projekt in Eigenleistung durch die MGH und die BSB fortgeführt werden.
Die MGH decken ein breites Spektrum an Texten ab und sind dem Prinzip der historisch-kritischen Textwiedergabe verpflichtet. Aus diesem Grund haben sie in ihrer 180jährigen Entwicklung stark differierende Formen der Präsentation entwickelt, die es unerlässlich machen, dass das historisch gewachsene Erscheinungsbild auch über die bloße Zitierfähigkeit hinaus exakt abgebildet wird. Darum entspricht die Vollanzeige der Digitalisate optisch dem der gedruckten Bände.
Plangemäß wurde das Einscannen der Bände durch die BSB im Laufe des ersten Jahres abgeschlossen und die Bereitstellung in einer Interimsversion unter <http://www.dmgh.de> realisiert. Mit Ablauf der ersten Förderungsphase Mitte 2006 ist die OCR-basierte Texterfassung der Diplomata- und der Epistolae-Abteilungen beendet worden. Derzeit wird noch die Präsentationssoftware, die die Volltextsuche mit optischer Hervorhebung der Suchergebnisse in den Images leisten soll, fertiggestellt. Ab Herbst diesen Jahres soll mit der Erfassung der – was das Interesse vieler Nutzer angeht, vermutlich zentralen – Scriptores-Bände fortgefahren werden. In der dritten Projektphase ab Mitte 2008 sollen sodann die restlichen Reihen (vor allem Antiquitates und Leges) bearbeitet werden.
Die Editionen der MGH stellen für Mittelalterhistoriker eine wichtige Ressource dar. Es steht daher zu erwarten, dass es auch zu zahlreichen Projekten aus diesem Bereich vielfältige Berührungspunkte gibt. Zu denken wäre hier beispielsweise für den bereits erfassten Bereich der Diplomata die Verbindung zu den Regesta Imperii, den Kaiserurkunden in Abbildungen oder digitalisierten Urkundenbüchern. Mittelfristig streben die dMGH für die technische Realisierung des Datenaustauschs zwischen verschiedenen Projekten die konsequente Nutzung von etablierten Standards (Web-Services) an. Ein minimaler Prototyp, der die prinzipiellen Möglichkeiten demonstriert ist unter <http://www.clemens-radl.de/dmgh-services/> realisiert.