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Pressemitteilung
07.12..2011 2011/09
Podiumsdiskussion: "Wie viel Individualität bleibt uns noch?"
Presseinformation Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit

Fortschritte in der genetischen Forschung stellen eine individuellere Früherkennung und Behandlung von Krankheiten in Aussicht. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Müssen wir sämtliche Möglichkeiten der individualisierten Medizin nutzen oder haben wir ein Recht auf Nicht-Wissen? Wenn massenweise Daten über unsere „genetische Ausstattung“ vorliegen: Hat die präzisere Kenntnis unserer biologischen Individualität Auswirkungen auf unser Menschenbild? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der zweiten öffentlichen Podiumsdiskussion von „Positionen der Forschung“, einer Veranstaltungsreihe des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung gemeinsam mit der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.
 
Titel: „Wie viel Individualität bleibt uns noch?“ 
Zeit: Montag, 12. Dezember 2011, um 18 Uhr
Ort: Historische Kassenhalle im Humboldt Carré, Behrenstraße 42, 10117 Berlin
Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. 
 
Zum Thema diskutieren Prof. Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin, Prof. Marcella Rietschel vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, der Publizist und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Dr. Frank Schirrmacher, sowie Prof. Jochen Taupitz, Jurist von der Universität Mannheim und Mitglied des Deutschen Ethikrates. Die Moderation übernimmt der Wissenschaftsjournalist Volkart Wildermuth.
 
Die Experten werden das kontroverse Thema sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus gesellschaftlich-ethischer Perspektive beleuchten. Der rasante Fortschritt in der Genomsequenzierung ermöglicht es einerseits, immer mehr Informationen über genetische Dispositionen bereits vor dem eventuellen Ausbruch einer Erkrankung zu gewinnen und so die Präventionschancen zu erhöhen. Andererseits sind die Befunde genetischer Untersuchungen häufig schwer zu interpretieren. Gleichzeitig fürchten Kritiker, dass unser Denken und Handeln immer stärker von genetischem Wissen und gentechnologischen Möglichkeiten geprägt sein wird.
 
Zeichnet sich tatsächlich ein Wandel unseres gesellschaftlichen Wertesystems ab, in dem die gesundheitliche Konstitution zum entscheidenden Faktor unseres Menschenbildes und unserer eigenen Identität wird? Diesem und weiteren Aspekten werden die Podiumsgäste auf den Grund gehen. 
 
 
Weitere Informationen finden Sie hier:
 
Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit 
www.forschung-fuer-unsere-gesundheit.de
Redaktionsbüro: Katja Wallrafen | Victoria Vigener 
dialog@forschung-fuer-unsere-gesundheit.de
Tel.: +49 30 319864055 
 
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften 
www.akademienunion.de
Dr. Annette Schaefgen
schaefgen@akademienunion-berlin.de
Tel.: +49 30 325987370
 
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina
www.leopoldina.org
Dr. Kathrin Happe
politikberatung@leopoldina.org
Tel.: +49 345 47239862
Manuela Bank
presse@leopoldina.org
Tel.: +49 345 47239800

 
Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seit 2000 dienen sie als Plattform für den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft entlang ausgewählter Themen. Im Wissenschaftsjahr 2011 – Forschung für unsere Gesundheit steht der Mensch im Mittelpunkt – und mit ihm die individualisierte Medizin als Zukunft von Vorsorge, Diagnostik und Therapie
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Union der deutschen Akademien
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Dr. Annette Schaefgen
Jägerstr.22/23
10117 Berlin
Tel. 030 / 325 98 73 70
schaefgen@akademienunion-berlin.de

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