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Pressemitteilung
23.07.2014 2014
Forschungsinfrakstrukuren in Europa - die Voraussetzungen für Wissenschaft in Europa
Neuerscheinung zu zukünftigen Entwicklungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Kaum jemand würde in Frage stellen, dass Forscher_innen in den Naturwissenschaften auf eine hoch entwickelte Infrastruktur wie etwa Computer, personelle Ressourcen oder Großgeräte angewiesen sind, um effizient und innovativ arbeiten zu können. Doch dies gilt nicht nur für die Naturwissenschaften. Auch die Geistes- und Sozialwissenschaften als wichtige Impulsgeber und Analytiker, um gesellschaftliche und kulturelle Prozesse in Europa zu verstehen und bewerten zu können, benötigen spezifische Infrastrukturen. Welche Infrastrukturen sind für diese Disziplinen in den nächsten Jahren für ihre Arbeit besonders wichtig? Welche Entwicklungen erleben Archive, Bibliotheken oder antike Sammlungen? Welche Chancen und Herausforderungen bietet Big Data für die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung?

In dem jetzt erschienenen Buch “Facing the Future – European Research Infrastructure for the Humanities and Social Sciences” von Adrian Dusa Dietrich Nelle, Günter Stock und Gert G. Wagner (HG.) skizzieren Experten aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung in 20 Artikeln aktuelle und zukünftige Forschungsfelder und zu erwartende Entwicklungen und Probleme von Forschungsinfrastrukturen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der zunehmenden Digitalisierung in diesen Disziplinen. 

Das Buch fasst die Ergebnisse einer Konferenz mit dem gleichnamigen Titel „Facing the Future“ im November 2013 zusammen. In Berlin trafen sich 70 Experten aus 19 europäischen Ländern und diskutierten auch über die neuen Herausforderungen, die sich mit der zunehmenden Integration digitaler Forschungswerkzeuge für ihre alltägliche Arbeit ergeben.

Die Konferenz wurde organisiert vom European Strategy Forum on Research Infrastructures (ESFRI), dem Europäischen Akademienverband All European Academies (ALLEA), der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und dem Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (Rat SWD).  

Die Tagung fand im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts „Bestandsaufnahme und Analyse geistes- und sozialwissenschaftlicher Grundlagenforschung an den europäischen Wissenschaftsakademien“ statt, das von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in Kooperation mit ALLEA derzeit an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt wird.

Mit dem Projekt soll erstmalig eine Bestandsaufnahme und -analyse der Grundlagenforschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften an den europäischen Wissenschaftsakademien und ähnlichen Institutionen durchgeführt werden. Mit den Ergebnissen soll die Transparenz der Forschungsaktivitäten in diesen Bereichen gesteigert und Kooperationsmöglichkeiten der an vielen europäischen Standorten bearbeiteten Vorhaben aufgezeigt werden. Langfristig ist geplant, ein gemeinsames europäisches Förderprogramm zum kulturellen Erbe und zur europäischen Identität zu initiieren, für das das Projekt eine wichtige Grundlage bilden kann.

Die fünf beteiligten Institutionen treten zugleich als Herausgeber des Buches auf, das kostenfrei als E-Book unter diesem Link heruntergeladen werden kann: www.akademienunion.de/BMBF_Projekt/FACING_THE_FUTURE.pdf.


Ansprechpartner:

Dominik Adrian
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
BMBF-gefördertes Projekt: Bestandsaufnahme und Analyse geistes- und sozialwissenschaftlicher Grundlagenforschung an den europäischen Wissenschaftsakademien
Jägerstr. 22/23 - 10117 Berlin – Germany
Tel.: + 49 (0) 30 / 325 98 73 75
adrian@akademienunion-berlin.de
www.akademienunion.de

Hintergrund

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien. Sie vereint mehr als 1.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Gemeinsam engagieren sich die Unionsakademien für den fächerübergreifenden Dialog, für exzellente Forschung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordiniert mit dem Akademienprogramm das größte geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Darüber hinaus organisiert die Akademienunion gemeinsame Veranstaltungen ihrer Mitgliedsakademien (z. B. jährlicher Akademientag) und beteiligt sich an der wissenschaftsbasierten Politik- und Gesellschaftsberatung.

Die "All European Academies" wurde 1994 als Dachverband der europäischen Akademien der Wissenschaft gegründet. 2014 gehören inzwischen 58 europäische Akademien aus über 40 Ländern dazu, darunter zum Beispiel die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.
ALLEA fördert die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsakademien, gibt Stellungnahmen zu wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Fragen ab und berät Politik, Wissenschaft und Gesellschaft sowie fördert den Austausch von Informationen und Erfahrungen zwischen den europäischen Akademien.
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Kontakt
Union der deutschen Akademien
der Wissenschaften
Dr. Annette Schaefgen
Jägerstr.22/23
10117 Berlin
Tel. 030 / 325 98 73 70
schaefgen@akademienunion-berlin.de

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