Religion ist mehr als Diskussionen um Kreuze in
Klassenzimmern, Moscheeneubauten oder Kopftucherlasse. Religion ist eine
Antwort auf die Begrenztheit des Menschen und sein Bedürfnis nach Orientierung.
Der diesjährige Akademientag widmet sich unter dem Titel „Suche nach Sinn. Über
Religionen der Welt“ am 2. Juni 2010, ab 13:00 Uhr, einem der faszinierendsten
Themen der Menschheit. Die Veranstaltung findet in den Räumen der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften am Gendarmenmarkt statt. Im Mittelpunkt stehen die großen Weltreligionen,
ihre jeweiligen Vorstellungen von Gott, ihre Beziehungen zueinander, ihr Beitrag
zu Humanität, ihre heiligen Räume und ihre Wirkung auf Politik, Gesellschaft
und Kultur. Zu den Vorträgen, Diskussionsrunden,
Ausstellungen, Workshops und Wissenschaftswerkstätten sind alle Interessierten eingeladen.
Weitere Informationen auf www.akademienunion.de.
Religion
wird vor allem im Kontext von Politik und Gesellschaft diskutiert. Sollen
Kreuze in Amtszimmern erlaubt sein oder nicht? Moscheeneubauten ja oder nein?
Kopftuch- und Burkaverbot auch in Deutschland? Religions- oder Ethikunterricht
an den Schulen? Doch dahinter stehen große Fragen: Welche Funktion hat Religion
für den Menschen? Hoffnung auf ein Jenseits oder Suche nach Orientierung im Diesseits?
Glauben Christen, Muslime und Juden an den gleichen Schöpfergott? Warum führen Menschen
Kriege im Namen Gottes gegeneinander? Wie friedlich ist der Buddhismus, und ist
er wirklich eine Religion ohne Gott? Wie stellen sich die Religionen das Jenseits
oder das Paradies vor? Wo und wie beten Menschen zu ihrem Gott? Diese und viele weitere Fragen diskutieren renommierte
Theologen, Religionswissenschaftler und Philosophen.
Außerdem
erwartet die Besucher ein vielfältiges Rahmenprogramm, in dem sich die
Forschungsprojekte aus den Akademien präsentieren. Die Besucher können z. B.
erfahren, mit welchen Methoden Wissenschaftler versuchen, den Originaltext des
christlichen Neuen Testaments zu rekonstruieren. In einer „Wissenschaftswerkstatt“
können sie in die Rolle eines Abschreibers schlüpfen und erleben, wie Überlieferungsfehler
entstehen. Das Projekt „Die Griechischen Christlichen Schriftsteller“ lädt zu
einer Szenischen Lesung ein, bei der die Argumente aus der spätantiken Diskussion
für und wider das Christentum zu hören sind. Spannende
Einblicke in die Erforschung der Entstehung des Korans gibt das Projekt „Corpus
Coranicum“. Mehrere Projekte führen nach Asien: „Lasst Steine sprechen“ – unter
dieser Überschrift werden spektakuläre Felsbilder und Inschriften an der Seidenstraße
gezeigt. Außerdem können Besucher entlang eines computeranimierten Pfades heilige
buddhistische Texte aus Nordchina lesen, die Mönche im 6. Jahrhundert n. Chr.
in Stein gemeißelt haben. An einer
Hörstation präsentiert das Projekt „Enzyklopädie jüdischer Kulturen“ klassische
und moderne jüdische Musik. Die Antike ist vertreten mit dem Vorhaben „Griechische
Inschriften“, das überlieferte Sprüche des Apollon-Orakels vorstellt. Besucher
können hier selbst eine Inschrift erstellen oder mit Knochenwürfeln ein Orakel
erlosen.
Zu den Veranstaltungen
am 2. Juni 2010, die in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der
Wissenschaften, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin, stattfinden, laden die in der
Union zusammengeschlossenen deutschen Wissenschaftsakademien alle interessierten
Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich ein. Das komplette Programm kann unter Tel.
030/325 9873-70, Fax 030/3259873-73 angefordert oder unter www.akademienunion.de
heruntergeladen werden.
Der
Präsident der Union und alle Referenten stehen für Interviews zur Verfügung.
Ihre Ansprechpartner bei der Union der Akademien:
Anmeldungen für Gruppen:
Elke Richter, Tel.: 030 / 325 98 73 – 70; Fax: 030 / 325 98 73 – 73; E-Mail: sekretariat@akademienunion-berlin.de
Presseanfragen: Katja Grote / Julia Verse, Tel.: 030
/ 325 98 73 – 71; E-Mail: grote@akademienunion-berlin.de;
verse@akademienunion-berlin.de
Die Union der
deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht
Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen
haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1800 Wissenschaftler und
Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen vereint, die zu den national
und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Die
Union koordiniert das „Akademienprogramm“, eines der größten und bedeutendsten
geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland.
Sie fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen über aktuelle Probleme
der Wissenschaft. Die Akademienunion kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen
des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale
Wissenschaftsorganisationen.
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