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| Pressemitteilung |
| | 18.05.2009 | 2009/06 | | | | |
| Akademienunion
wirft die Netze der Sprache aus:
der Akademientag
2009 | |
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Schüleranmeldungen für einige
Veranstaltungen am 27. Mai noch möglich
Kaum
macht man den Mund auf, kann man auch schon missverstanden werden. Mal
Sicherheitsnetz,
mal Fallstrick – die „Netze der Sprache“ sind aufgespannt, sobald wir
auch nur
einen Gedanken fassen oder uns ein Gefühl beschleicht. Am 27. Mai 2009
lädt Sie
die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften von 13 bis 18 Uhr
an den
Berliner Gendarmenmarkt ein, an ihrem Akademientag gemeinsam mit
renommierten
Forschern der acht Mitgliedsakademien die Konsequenzen dieser Tatsache
zu erkunden.
Ob
Kiezdeutsch, Jugendsprache oder eine Einladung zum Spaziergang im
Gehirn: Auf
die Angebote des Akademientags 2009 sind bereits viele Anmeldungen
eingegangen.
In einigen Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sind für Schüler,
Lehrer
und andere Wissbegierige aber noch Plätze zu vergeben:
- Zahlreiche Mythen und Märchen
spiegeln den uralten Traum der Menschheit wider, die Sprache(n) der
Tiere zu verstehen. Doch welche Vokabeln müssten wir lernen und worüber
würden wir uns überhaupt mit einer Heuschrecke unterhalten? Dem
„(heu)schrecklichen“ Gesang als musikalischer Werbung um die
Fortpflanzungspartnerin widmet sich der Zoologe Prof. Norbert Elsner.
- Besonderes Interesse hätten wir
wohl an Gesprächen mit unseren nächsten Verwandten, den Affen. Wie
kommunizieren unsere haarigen Vettern und was behindert eigentlich den
Dialog mit ihnen? Auskunft darüber gibt die Primatenforscherin Prof.
Julia Fischer.
- Für manche sind sie ein „Buch mit
sieben Siegeln“, für andere die eleganteste aller
Ausdrucksmöglichkeiten: An mathematischen Formeln scheiden sich die
Geister. Mathematikprofessor Prof. Günter M. Ziegler lädt
zum Kennenlernen, Experimentieren und Spielen ein.
- Kann man die „letzten Dinge“
sprachlich mitteilen? Schweigen gilt in manchen religiösen
Überlieferungen als angemessenes Mittel, Gotteserfahrung zu
kommunizieren. Die Symbolsprachen der Gläubigen thematisiert der
Münchner Theologe Prof. Friedrich Wilhelm Graf in seinem Beitrag zum
Akademientag.
Das
Rahmenprogramm bietet in Form eines Wissensparcours einen Einblick in
die
Forschungswelten der in der Union zusammengeschlossenen
Wissenschaftsakademien.
Dabei wird der Weg der Sprachbilder Altägyptens von der Tempelwand ins
Internet
ebenso beleuchtet wie die rasant fortschreitenden Veränderungen
deutscher
Dialekte oder jene
dunklen Gänge der
Sprache, durch die der Maulwurf bis zu seinem heutigen Namen
vorgedrungen ist.
Beim
Schnupperkurs Gebärdensprache und erst recht beim „Schülerwettbewerb
Sprachspione“ sind Eigeninitiative und Kreativität gefragt. Hinter
jedem dieser
Angebote steht mindestens ein Projekt aus der geisteswissenschaftlichen
Grundlagenforschung, das wir Ihnen vorstellen wollen. Sie alle werden
im
Akademienprogramm gefördert, dem gemeinsamen Forschungsprogramm der
Wissenschaftsakademien.
Wer
sein Wissen danach weiter vertiefen möchte, kann am Akademientag
außerdem Bücher
zum
Thema Sprache und Spracherwerb - einschließlich orthographischer Fragen
- erstehen
Zeit und Ort
Mittwoch,
den 27. Mai 2009, von 13 bis 18 Uhr,
im
Gebäude der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Jägerstr.
22-23, 10117 Berlin
Weitere Information
Eine
26-seitige Broschüre mit dem ausführlichen Nachmittagsprogramm kann im
Internet
heruntergeladen werden unter:www.akademienunion.de/wissensjahre/2009/programmbroschuere.pdf
Hintergrund zum Akademientag
Der
Akademientag 2009 ist bereits die dritte große
Gemeinschaftsveranstaltung aller
acht in der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
zusammengeschlossenen
Akademien. Der Tag hat zwei Teile: Während am Nachmittag des 27. Mai
2009 eine
breite Öffentlichkeit eingeladen ist, gemeinsam mit den
Wissenschaftlern die
„Netze der Sprache“ zu entdecken, ist die abendliche Festveranstaltung
im
Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
für
geladene Gäste reserviert. Dort werden sich ab 19 Uhr in einem
Zwiegespräch zwischen
dem Chemiker Prof. Helmut Schwarz und dem Schriftsteller Marcel Beyer
Sprache,
Dichtung und Wissenschaft begegnen; die Schauspielerin Jutta Lampe wird
in zwei
Lesungen die Schönheit der Sprache erkunden und der Staatsrechtler
Prof. Paul
Kirchhof thematisiert die Unentrinnbarkeit der Sprache und fragt: Wie
abhängig
sind wir von Worten? Bei einem Empfang wird der Tag festlich
ausklingen. Interessenten
wenden sich bitte an Frau Myriam Hönig unter hoenig@akademienunion-berlin.de.
Die
Akademien wollen der Öffentlichkeit auch künftig ihren Sachverstand,
ihre Ideen
sowie ihre Forschungsergebnisse unter anderem durch eine jährliche,
zentrale
Gemeinschaftsveranstaltung zugänglich machen. Dabei werden sie die
Ergebnisse
der Akademienforschung zu einem übergeordneten Thema präsentieren und
ungewöhnliche Perspektiven auf vermeintlich Vertrautes bieten.
Ihre
Ansprechpartner
Anmeldung
für Gruppen bei
Myriam
Hönig unter 030 / 80 49 88 92 oder hoenig@akademienunion-berlin.de
Presseanfragen
bei
Jana
Schlütter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Union der deutschen
Akademien
der Wissenschaften, Büro Berlin, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin. Tel.:
030 /
325 98 73 70, E-Mail: schluetter@akademienunion-berlin.de.
Die
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die
Dachorganisation von
acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer
Interessen
zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen
vereint, die zu den national und international herausragenden
Vertretern ihrer
Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das „Akademienprogramm“, das
eines
der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen
Forschungsprogramme der
Bundesrepublik Deutschland darstellt. Sie fördert die Kommunikation
zwischen
den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und
organisiert
Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die
Akademienunion
kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und
entsendet Vertreter in nationale und internationale
Wissenschaftsorganisationen.
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