| Die
Union der deutschen Akademien der Wissenschaften lädt Interessierte
aller
Altersstufen ein / Programmbroschüre als pdf-Datei im Internet
erhältlich Ob
wir virtuos mit ihr umgehen können oder nachlässig sind, ob wir ihre
Schönheit
schätzen oder ihre Unzulänglichkeiten beklagen – die Sprache prägt
unser Denken
und Fühlen, wir sind unentrinnbar in ihren Netzen verstrickt. Wie sehr
Sprache
unsere Vorstellung von der Welt, die Vermittlung von Bildung und Wissen
sowie
die Verständigung der Menschen untereinander bestimmt, wollen die acht
in der
Akademienunion zusammengeschlossenen Wissenschaftsakademien am 27. Mai zeigen. An ihrem Akademientag
2009 laden sie Schüler, Lehrer und weitere Wissbegierige zu Vorträgen,
Diskussionen, Workshops, Demonstrationen zum Mitmachen, Ausstellungen
und einem
Schülerwettbewerb in das Gebäude der Berlin-Brandenburgischen Akademie
der
Wissenschaften am Gendarmenmarkt, Jägerstraße 22-23, ein. Die
Veranstaltung
rund um die Freiheit und die Fesseln der Sprache beginnt um 13 Uhr und
präsentiert unter anderem neueste Ergebnisse bzw. die Forschungsinhalte
von
Projekten, die im Akademienprogramm
gefördert werden. Interessierte sind herzlich willkommen; Gruppen
müssen sich
allerdings anmelden bei Myriam Hönig unter der E-Mail-Adresse hoenig@akademienunion-berlin.de. Das
26-seitige Programmheft
mit genauen Beschreibungen aller Angebote sowie Lageplan kann nun im
Internet
als pdf-Datei heruntergeladen werden: www.akademienunion.de/wissensjahre/2009/programmbroschuere.pdf
Leibnizsaal:
Aus der
Werkstatt der Sprache: - 13.00 Uhr: Eröffnung und Begrüßung
- 13.15 Uhr: Deutsch – und die
anderen Sprachen der Welt. Ein Vortrag von Prof. Dr. Bernard Comrie,
Direktor des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie,
Leipzig, Dist. Professor of Linguistics, University of California Santa
Barbara
- 14.15 Uhr: „Das flasht mich einfach
derbe…“: Jugendsprache und deren kreatives Potenzial. Ein Vortrag von
Prof. Dr. Helmut Henne, Professor für Germanistische Linguistik, TU
Braunschweig
- 15.15 Uhr: Bedroht Kiezdeutsch die
deutsche Sprache? Missverständnisse und Vorbehalte gegenüber einem
neuen Dialekt. Ein Vortrag von Prof. Dr. Heike Wiese, Professorin für
Deutsche Sprache der Gegenwart, Universität Potsdam
- 16.15 Uhr: Chat-Sprache: Wie
verändern neue Schreibformen im Internet die Sprache? Ein Vortrag von
Prof. Dr. Angelika Storrer, Professorin für Linguistik und
Sprachdidaktik, Universität Dortmund
- 17.15 Uhr: Wo im Kopf ist die
Sprache? Ein Vortrag von Prof. Dr. Angela Friederici, Direktorin am
Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig,
Direktorin des Zentrums für Kognitionswissenschaft, Universität Leipzig
Einsteinsaal:
Die Grenzen der
natürlichen Sprache: - 13.15 Uhr: Die Sprache der Tiere
II: (Heu-)Schreckliche Liebeslieder. Ein Vortrag von Prof. Dr. Norbert
Elsner, Professor für Zoologie und Anthropologie, Universität Göttingen
- 14.15 Uhr: Die Sprache der Tiere I:
„Sprechen Sie äffisch?“ Ein Vortrag von Prof. Dr. Julia Fischer,
Professorin für Kognitive Ethologie, Universität Göttingen, Leiterin
der gleichnamigen Forschungsgruppe am Deutschen Primatenzentrum
- 15.15 Uhr: Das Unausdrückbare
benennen: Die Sprache der Formeln. Ein Vortrag von Prof. Dr. Günter M.
Ziegler, Professor für Mathematik, TU Berlin
- 16.15 Uhr: Das Unausdrückbare
benennen: Kann unsere Sprache religiösen Glauben ausdrücken? Ein
Vortrag von Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Graf, Professor für
Systematische Theologie, LMU München
Begleitet
werden die Vorträge und Diskussionen von einem bunten Rahmenprogramm,
das einen
Einblick in die Forschungswelten der in der Union zusammengeschlossenen
Wissenschaftsakademien geben soll: Interessierte können von den
Sprachbildern
Altägyptens zur Ortsnamenforschung als einer geradezu kriminalistischen
Wissenschaft
wandern; sie können vom Namensforscher Prof. Dr. Jürgen Udolph
erfahren, woher
ihr Familienname kommt, oder einen Schnupperworkshop zur
Gebärdensprache
besuchen. Schüler erwartet der Wettbewerb „Sprachspione“ mit vielen
attraktiven
Preisen – und das sind nur einige der Möglichkeiten, die der
Akademientag 2009
bietet. Hinter jedem dieser Angebote steht mindestens ein Projekt aus
der
geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung, das wir Ihnen vorstellen
wollen.
Sie alle werden im Akademienprogramm, dem gemeinsamen
Forschungsprogramm der
Wissenschaftsakademien, gefördert. Ihre
Ansprechpartner Jana
Schlütter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Union der deutschen
Akademien
der Wissenschaften, Büro Berlin, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin. Tel.:
030 /
325 98 73 72, E-Mail: schluetter@akademienunion-berlin.de.
Myriam
Hönig, Tel.: 030 / 804 98 892, E-Mail: hoenig@akademienunion-berlin.de.
Internet: www.akademienunion.de/wissensjahre/2009/index.html
Die Union der deutschen
Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht
Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen
zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen
vereint, die zu den national und international herausragenden
Vertretern ihrer
Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das „Akademienprogramm“, das
eines
der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen
Forschungsprogramme der
Bundesrepublik Deutschland darstellt. Sie fördert die Kommunikation
zwischen
den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und
organisiert
Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die
Akademienunion
kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und
entsendet Vertreter in nationale und internationale
Wissenschaftsorganisationen. |