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Pressemitteilung
12.04.2012 2012/02
Günter Stock ist neuer Präsident von ALLEA

Prof. Dr. Günter Stock steht für die nächsten Jahre an der Spitze von „All European Academies“ (ALLEA). ALLEA ist der Zusammenschluss von 53 europäischen Wissenschaftsakademien aus 40 europäischen Ländern. Die Mitgliedsakademien wählten am 12. April 2012 auf ihrer Generalversammlung in Rom den Physiologen Prof. Dr. Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, zu ihrem neuen Präsidenten.

Prof. Dr. Günter Stock folgt auf Prof. Dr. Jüri Engelbrecht, Professor für Physik und Mathematik aus Estland, der von 2006-2011 Präsident von ALLEA war. Als neuer Vizepräsident wurde in Rom der Theologe Prof. Dr. Ed Noort (Niederlande) gewählt.

Mit der Wahl verbunden ist eine Verlagerung der ALLEA-Geschäftsstelle von Amsterdam nach Berlin.

„Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen. Hinter ALLEA stehen die großen traditionsreichen europäischen Wissenschaftsakademien und damit etwa 10.000 exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dieses Potential und seine Bedeutung für die europäische Wissenschaft und Forschung noch sichtbarer zu machen, ist in den kommenden Jahren eine der großen Aufgaben für ALLEA“, sagte Prof. Dr. Günter Stock nach seiner Wahl. Als weitere Schwerpunkte seiner Amtszeit nannte er Stellungnahmen von ALLEA zu wichtigen wissenschaftlichen Themen der Zukunft, die Stärkung der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften in Europa einschließlich der e-humanities und die Initiierung eines Forschungsprogramms zur kulturellen Identität Europas. Darüber hinaus kündigte Günter Stock eine enge Zusammenarbeit mit den anderen europäischen Wissenschaftsorganisationen und den international tätigen Akademienvereinigungen an.

Günter Stock studierte an der Universität Heidelberg Medizin und übernahm dort 1980 eine Professur für Vegetative Physiologie. 1983 wechselte er zur Schering AG, 1989 wurde er in den Vorstand berufen und war dort bis 2005 zuständig für Forschung und Entwicklung. Seit 2006 ist Günter Stock Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und seit 2008 Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Er ist Mitglied mehrerer deutscher und europäischer Wissenschaftsakademien, war bis 2011 Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft und ist Vorsitzender der Jury des Deutschen Zukunftspreises des Bundespräsidenten. Er ist zudem Mitglied in verschiedenen Kuratorien, Aufsichtsräten und wissenschaftlichen Institutionen. Günter Stock wurde mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet.

ALLEA wurde 1994 als Zusammenschluss der europäischen Akademien der Wissenschaften gegründet. ALLEA fördert die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsakademien, gibt Stellungnahmen zu wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Fragen ab und berät Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.

Derzeit gehören 53 Akademien aus 40 europäischen Staaten dem Zusammenschluss an, so etwa die Académie des Sciences in Paris, die Royal Society in London, die Königlich Schwedische Akademie, die Königlich Niederländische Akademie, die Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften, die Russische Akademie der Wissenschaften oder die Gastgeberin der diesjährigen Generalversammlung, die Accademia Nationale dei Lincei in Rom.

 

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schaefgen@akademienunion-berlin.de
www.akademienunion.de
 
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leiterin Information und Kommunikation
Gisela Lerch
Tel.: 030 / 203 70 657
Fax: 030 / 203 70 366
lerch@bbaw.de
www.bbaw.de


Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Mehr als 1900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören, sind unter dem Dach der Akademienunion vereint. Die Union koordiniert das „Akademienprogramm“, das derzeit größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm in Deutschland.
Die Union fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die Akademienunion kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.

 
Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist eine Fach- und Ländergrenzen überschreitende Vereinigung herausragender Wissenschaftler mit über 300-jähriger Tradition.

78 Nobelpreisträger prägen ihre Geschichte. Als größte außeruniversitäre geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtung in der Region Berlin-Brandenburg sichert und erschließt sie kulturelles Erbe, forscht und berät zu gesellschaftlichen Zukunftsfragen und bietet ein Forum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.
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