Prof.
Dr. Günter Stock steht für die nächsten Jahre an der Spitze von „All European
Academies“ (ALLEA). ALLEA ist der Zusammenschluss von 53 europäischen
Wissenschaftsakademien aus 40 europäischen Ländern. Die Mitgliedsakademien wählten
am 12. April 2012 auf ihrer Generalversammlung in Rom den Physiologen Prof. Dr.
Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der
Wissenschaften und Präsident der Union der deutschen Akademien der
Wissenschaften, zu ihrem neuen Präsidenten.
Prof. Dr. Günter Stock folgt auf Prof. Dr.
Jüri Engelbrecht, Professor für Physik und Mathematik aus Estland, der von
2006-2011 Präsident von ALLEA war. Als neuer Vizepräsident wurde in Rom der Theologe
Prof. Dr. Ed Noort (Niederlande) gewählt.
Mit der Wahl verbunden ist eine Verlagerung
der ALLEA-Geschäftsstelle von Amsterdam nach Berlin.
„Ich freue mich sehr über das mir
entgegengebrachte Vertrauen. Hinter ALLEA stehen die großen traditionsreichen
europäischen Wissenschaftsakademien und damit etwa 10.000 exzellente
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Dieses Potential und seine Bedeutung
für die europäische Wissenschaft und Forschung noch sichtbarer zu machen, ist
in den kommenden Jahren eine der großen Aufgaben für ALLEA“, sagte Prof. Dr. Günter
Stock nach seiner Wahl. Als weitere Schwerpunkte seiner Amtszeit nannte er
Stellungnahmen von ALLEA zu wichtigen wissenschaftlichen Themen der Zukunft,
die Stärkung der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften in Europa
einschließlich der e-humanities und die Initiierung eines Forschungsprogramms
zur kulturellen Identität Europas. Darüber hinaus kündigte Günter Stock eine
enge Zusammenarbeit mit den anderen europäischen Wissenschaftsorganisationen und
den international tätigen Akademienvereinigungen an.
Günter Stock studierte an der Universität
Heidelberg Medizin und übernahm dort 1980 eine Professur für Vegetative
Physiologie. 1983 wechselte er zur Schering AG, 1989 wurde er in den Vorstand
berufen und war dort bis 2005 zuständig für Forschung und Entwicklung. Seit 2006
ist Günter Stock Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der
Wissenschaften und seit 2008 Präsident der Union der deutschen Akademien der
Wissenschaften. Er ist Mitglied mehrerer deutscher und europäischer
Wissenschaftsakademien, war bis 2011 Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft
und ist Vorsitzender der Jury des Deutschen Zukunftspreises des
Bundespräsidenten. Er ist zudem Mitglied in verschiedenen Kuratorien,
Aufsichtsräten und wissenschaftlichen Institutionen. Günter Stock wurde mit
zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet.
ALLEA wurde 1994 als Zusammenschluss der
europäischen Akademien der Wissenschaften gegründet. ALLEA fördert die
Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsakademien, gibt Stellungnahmen zu
wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Fragen ab und berät Politik,
Wissenschaft und Gesellschaft.
Derzeit gehören 53 Akademien aus 40
europäischen Staaten dem Zusammenschluss an, so etwa die Académie des Sciences
in Paris, die Royal Society in London, die Königlich Schwedische Akademie, die
Königlich Niederländische Akademie, die Leopoldina – Nationale Akademie der
Wissenschaften, die Russische Akademie der Wissenschaften oder die Gastgeberin
der diesjährigen Generalversammlung, die Accademia Nationale dei Lincei in Rom.
Pressekontakte und Interviewanfragen:
Union der deutschen Akademien der
Wissenschaften
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Annette
Schaefgen
Tel.: 030 / 325 98 73 70
Fax: 030 / 325 98 73 73
schaefgen@akademienunion-berlin.de
www.akademienunion.de
Berlin-Brandenburgische Akademie der
Wissenschaften
Leiterin Information und Kommunikation
Gisela Lerch
Tel.: 030 / 203 70 657
Fax: 030 / 203 70 366
lerch@bbaw.de
www.bbaw.de
Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur
Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Mehr als 1900
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, die zu
den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen
gehören, sind unter dem Dach der Akademienunion vereint. Die Union koordiniert
das „Akademienprogramm“, das derzeit größte geisteswissenschaftliche
Forschungsprogramm in Deutschland.
Die Union fördert die Kommunikation zwischen den
Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen
über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die Akademienunion kommuniziert mit
Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in
nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.
Die Berlin-Brandenburgische Akademie der
Wissenschaften ist eine Fach- und Ländergrenzen überschreitende Vereinigung
herausragender Wissenschaftler mit über 300-jähriger Tradition.
78 Nobelpreisträger prägen ihre Geschichte. Als
größte außeruniversitäre geisteswissenschaftliche Forschungseinrichtung in der
Region Berlin-Brandenburg sichert und erschließt sie kulturelles Erbe, forscht
und berät zu gesellschaftlichen Zukunftsfragen und bietet ein Forum für den
Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.