Dinosaurier und Vasenmalerei
Die Zedler-Medaille für wissenschaftliche Wikipedia-Artikel wurde in Mainz verliehen
MAINZ. Für ihre herausragenden neuen Beiträge im Online-Lexikon Wikipedia wurden in diesem Jahr Joachim Miesbauer (Naturwissenschaften) und Marcus Cyron (Geisteswissenschaften) mit der Zedler-Medaille ausgezeichnet. Der mit jeweils 2.500 Euro dotierte Preis wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz gemeinsam mit der Wikimedia Deutschland e.V. und dem Heidelberger Verlag Spektrum der Wissenschaft verliehen.
Joachim Miesbauer hat sich in seinem Artikel der Dinosauriergruppe der Ceratopsidae beschäftigt. „Die Dinosaurier waren lange Zeit die Sorgenkinder der Wikipedia“, erklärte Joachim Miesbauer seine Motivation und will mit seinen Beiträgen Abhilfe schaffen. Marcus Cyron wurde für seinen gelungenen Artikel über die Schwarzfigurige Vasenmalerei geehrt. Er hat sich schon früh für Geschichte interessiert und eine besondere Leidenschaft für die Antike entwickelt. Beide Preisträger sind seit Jahren engagierte Wikipedia-Autoren, unterstützen die Wikimedia-Projekte und wollen auch andere Wissenschaftler für die Mitarbeit in dem Online-Lexikon motivieren.
Hochkomplexe Sachverhalte für interessierte Laien aufarbeiten
Die Zedler-Medaillle wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Schirmherrin ist die rheinland-pfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Doris Ahnen. „Ich habe gerne die Schirmherrschaft übernommen, weil die Veranstaltung einen gelungenen Beitrag dazu leistet, hochkomplexe Sachverhalte so aufzubereiten, dass sie auch für interessierte Laien verständlich werden“, sagte Doris Ahnen.
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury, der Wissenschaftler der Mainzer Akademie, Mitglieder der Autorenschaft der deutschsprachigen Wikipedia und ein Wissenschaftsjournalist des Verlags Spektrum der Wissenschaft angehören. Das Preisgeld wird vom Heidelberger Verlag Spektrum der Wissenschaft gestiftet.
Benannt ist der Preis nach Johann Heinrich Zedler, dessen „Zedlersches Universallexikon“ zwischen 1732 und 1754 in 64 Bänden und vier Supplementbänden erschien und als größtes bis dahin gedrucktes Universallexikon des Abendlandes gilt. Das Zedlersche Lexikon war die erste Enzyklopädie, an der eine Redaktion von Fachgelehrten mitarbeitete und die auch Biographien lebender Persönlichkeiten enthielt.
Kontakt:
Petra Plättner
Pressestelle der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
Geschwister-Scholl-Str. 2
55131 Mainz
Tel.: 06131 / 577102
Petra.Plaettner@adwmainz.de

