|
BERLIN. Akademische Preisfragen sind Kinder der Aufklärung. Keine Akademie, die etwas auf sich hielt, versäumte es im 18. Jahrhundert, einem gebildeten Publikum Fragen der Zeit zu stellen, um mit den Antworten zu belehren und gelegentlich auch zu amüsieren. Im 19. Jahrhundert beteiligten sich die organisierte öffentliche Meinung und die Industrie am Fragenstellen. Nun ist es aus der Mode geraten. Die Junge Akademie ist neugierig und will versuchen, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auf neue alte Weise anzufachen. Und fragt in diesem Jahr: „Welchen Raum braucht das Denken?“ Bis zum 31. Dezember 2008 kann jeder, der sich dazu berufen fühlt, auf die Preisfrage antworten. Für die beste Idee winken 5.000 Euro.
 |
|
|
Teilnehmen kann jeder – mit Ausnahme von Mitgliedern der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Die Form der Antwort ist nicht vorgegeben: Sie kann ein Experiment sein, eine wissenschaftliche Abhandlung, ein Essay, ein Gedicht, eine Erzählung. Alles, was dem Antwortenden angemessen erscheint. Sofern die Antwort in deutscher Sprache verfasst ist, 30.000 Anschläge nicht überschreitet und bislang unveröffentlicht blieb. Möglich sind auch eine Komposition, ein Foto, eine Installation, ein Video, eine Skulptur. Oder eine Kombination aus verschiedenen Elementen.
Wie macht man mit?
Bis zum 31. Dezember 2008 wartet die Junge Akademie unter der Adresse Geschäftsstelle der Jungen Akademie, Stichwort: „Preisfrage“, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin auf Einsendungen. Texte sollten in achtfacher Kopie, Bilder, Skulpturen oder andere Objekte zusammen mit einer Abbildung des Werks eingereicht werden (möglichst eine digitale Fotografie). Die Arbeiten dürfen keinen Hinweis auf den Urheber enthalten und sollten deshalb anonymisiert mit einem separaten, den Absender kenntlich machenden Anschreiben geschickt werden. Die Geschäftsstelle der Jungen Akademie wird die eingesandten Arbeiten entsprechend kodieren und in dieser anonymisierten Weise der Jury übergeben.
Welche Preise gibt es?
Für die besten Arbeiten vergibt eine Jury aus Mitgliedern der Jungen Akademie drei Preise: ein erster Preis in Höhe von 5.000 Euro, ein zweiter Preis in Höhe von 2.500 Euro und ein dritter Preis in Höhe von 1.500 Euro. Das Preisgeld stellte die Commerzbank-Stiftung zur Verfügung. Die prämierten Arbeiten sowie weitere herausragende Beiträge werden veröffentlicht oder ausgestellt. Die Preisträger werden bei der Festveranstaltung der Jungen Akademie im Sommer 2009 bekannt gegeben.
Wer ist „Die Junge Akademie“?
Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina wurde im Jahr 2000 für zunächst zehn Jahre gegründet. Sie ist ein gemeinsames Projekt der beiden ältesten Wissenschaftsakademien Deutschlands zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ihre Mitglieder, fünfzig junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum, widmen sich dem interdisziplinären wissenschaftlichen Diskurs und engagieren sich gemeinsam an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft.
Kontakt:
Geschäftsstelle der Jungen Akademie
Stichwort „Preisfrage“
Jägerstraße 22/23
10117 Berlin
Tel.: 030 / 203 70 650
office@diejungeakademie.de
www.diejungeakademie.de/preisfrage
|